Ep. 11 „Die Mandarins von Paris“ von Simone de Beauvoir
Klasse Literatur
29.07.2026 • 1 Std. 18 Min.
Liegt das Schicksal des linken Intellektuellen in seiner Handlungsunfähigkeit? „Die Mandarins von Paris" erschien 1954. Simone de Beauvoir schildert darin das Leben französischer Intellektueller nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris. Sie ringen am Vorabend des Kalten Kriegs mit der Frage, welche Rolle künftig Intellektuelle spielen können und sollen. So erinnern die Figuren zwar an Arthur Koestler, Jean-Paul Sartre, Albert Camus oder die Autorin selbst, dennoch ist das Buch keine verschlüsselte Biografie. Es ist eine literarische Auseinandersetzung mit einer intellektuellen Szene. In dieser Folge spreche ich mit dem Autor Rick Lupert über ein Paradebeispiel für existenzialistische Literatur und ihre Grenzen.