Ep. 6 „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel García Márquez
Klasse Literatur
11.05.2026 • 1 Std. 16 Min.
Ist Fiktion notwendig, um realistisch zu schreiben? Der Roman „Hundert Jahre Einsamkeit" (1967) des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez erzählt den Aufstieg und Untergang der Familie Buendía im Dorf Macondo und verbindet reale Geschichte mit fantastischen, mythischen Ereignissen. In seiner Nobelpreisrede hob Márquez 1982 hervor, wie sehr der Kolonialismus und der Imperialismus Europas und Nordamerikas die Geschichte Lateinamerikas geprägt hat und dass deshalb der Westen Lateinamerika exotisiert und politisch bevormundet -- bis heute. In dieser Folge spreche ich mit der Sprachwissenschaftlerin und Autorin Svenja Hauerstein über die Einsamkeit beim Schreiben über koloniale und imperialistische Gewalt.