Gurkenglas in den Pfandautomaten: Läutet der Ukraine-Krieg das Ende der Einwegflasche ein? | Veronika Pfender (Dotch)
Das Klima-Labor von ntv
Vor 2 Tagen • 39 Min.
Vor gut 20 Jahren will die Politik Einwegverpackungen mit dem Dosenpfand vom Markt drängen. Doch der Handel hat andere Pläne. Speziell Discounter wie Aldi und Lidl steigen nicht um, sondern verzichten komplett auf Mehrweg und setzen stattdessen voll auf Einweg. Durch den Ukraine-Krieg sind Einweggläser allerdings zum Kostenrisiko geworden. Glaswerke wurden zerstört, der Gaspreis stieg. Die Glasherstellung wurde teuer und unberechenbar. "Beim Iran-Krieg sehen wir dieselbe Entwicklung", sagt Veronika Pfender. Die Sandmafia tut ihr Übriges. Pfender steuert das Unternehmen Dotch. Das Geschäftsmodell: Mehrweggläser für Essiggurken, Grillsoßen und Olivenöle entwerfen, verkaufen, einsammeln und reinigen. Eine Allianz von 25 Unternehmen möchten ihr Angebot nutzen, darunter Kühne oder Feinkost Dittmann. Die Infrastruktur ist dank der deutschen Liebe zum Bier größtenteils vorhanden. Kunden sollen die Gurkengläser in Supermärkten und Discountern an denselben Pfandautomaten zurückgeben können wie Bier- und Wasserflaschen. Die entscheidende Frage ist: Spielt der Handel dieses Mal mit? Das schlagende Argument könnte sinkende Preise sein. "Sobald der Prozess steht, ist Mehrweg für den Handel genauso teuer wie Einweg und potenziell sogar günstiger", sagt Pfender. "Die Kosten für neue Einweggläser steigen ja." Gast: Veronika Pfender, Mitgründerin und Co-Geschäftsführerin des Mehrweg-Dienstleisters Dotch Moderation: Clara Pfeffer und Christian Herrmann Wir freuen uns über Feedback und Zuschriften: klimalabor@ntv.de Ihr möchtet uns unterstützen? Dann bewertet das "Klima-Labor" bei Apple Podcasts oder Spotify Das Interview als Text? Einfach hier klicken. Dieser Podcast wird vermarktet von Julep Media: sales@julep.de Wir verarbeiten im Zusammenhang mit dem Angebot unserer Podcasts Daten. Wenn Sie der automatischen Übermittlung der Daten widersprechen wollen, melden Sie sich hier: datenschutz@julep.de