Folge 267: Warum überhaupt in Aktien investieren?
Klug anlegen - Klartext zur Geldanlage
17.07.2026 • 33 Min.
Rund 70 % des liquiden Privatvermögens schlummert hierzulande in Bankeinlagen und teuren Versicherungen – alles gar nicht biswenig rentierlich. Trotzdem schrecken viele Deutsche immer noch vor Aktieninvestments zurück. Warum es aber elementar wichtig ist, Aktien bei der Geldanlage zuberücksichtigen und warum es auch gar nicht so risikoreich ist, wie viele denken, wenn man es richtig macht – darüber sprechen in der aktuellen Podcast-Folge Arndt Kussmann, Leiter Investmentkommunikation & Analyse und Prof. Dr. Stefan May, Leiter Anlagestrategie und Produktentwicklung. Arndt und Stefan diskutieren Folgendes: Aufhänger des aktuellen Podcasts (00:01)Warum haben viele Deutsche immer noch Angst vor Aktieninvestments? (02:00)Hat die Aktienaversion auch etwas mit Inflations- und Währungsreformerfahrungen zutun? (06:09)Was ist das stärkste Argument für die Aktienanlage? (09:08)Weshalb haben viele den enormen Renditevorteil von Aktien noch nicht realisiert? (11:31) Soll man nach vielen guten Börsenjahren mit dem Einstieg abwarten? (13:00)Ist eine 100-prozentige Investitionsquote in Aktien sinnvoll? (16:45) Welche Rolle spielt die individuelle Risikotragfähigkeit und wie geht man mit Crashsum? (19:08) Warum die Art der Aktienanlage und die Zeit entscheidend sind (26:00)Erholt sich ein gutes Aktien-Portfolio mit Gewissheit von starken Rückschlägen? (27:55)Was ist die wichtigste Botschaft der aktuellen Podcast-Folge? (30:43) Gut zu wissen: Nur jeder fünfte Deutsche ist in Aktieninvestiert, große Vermögensteile sind also renditeschwach angelegt, z. B. im Festgeldoder gar auf dem Girokonto. Die Aktienaversion ist teilweise historischbegründet: Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg mit Hilfe des klassischenBankensystems, Absturz der Volksaktie Telekom etc. Aktien sind Beteiligungen an produktivenUnternehmen und bieten langfristig deutlich höhere Renditechancen alsverzinsliche Anlagen.Der Renditevorteil kommt bei vielen Menschennicht an, weil kurzfristige Kursschwankungen stärker wahrgenommen werden alslangfristige Vermögenszuwächse.Nach mehreren guten Börsenjahren auf einenvermeintlich günstigeren Einstieg zu warten, ist keine vernünftige Anlagestrategie.Eine Aktienquote von 100 % ist nur für dieWenigsten sinnvoll.Die passende Aktienquote hängt von derfinanziellen Situation, den Anlagezielen und der persönlichen Verlusttoleranz ab.Ein Portfolio ist nur dann richtig aufgestellt,wenn man auch in sehr unruhigen Börsenphasen noch gut schlafen kann.Breite Streuung und der Zeitfaktor sind entscheidend. Der langfristige Renditevorteil von Aktien istnicht garantiert, ökonomisch, aber sehr gut begründet.Folgenempfehlung: Folge 70: „Wirtschaftswachstum – kann unsere Wirtschaft ewig wachsen?“