Kocheler ZwischenTon
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Michaela Fridrich | Vollmar-Akademie


Podcast

Was bedeutet Kultur? Wie relevant ist Kultur für unsere Gesellschaft und warum? Wird Kultur von der Politik genügend unterstützt? Im Kocheler ZwischenTon, dem kulturpolitischen Podcast der Georg-von-Vollmar-Akademie, spricht die BR-Autorin Michaela Fridrich jeden Monat mit profilierten Akteurinnen und Akteuren der Kulturszene über Fragen der Kunst und Kultur sowie über ihr Verhältnis zur Gesellschaft und zur Politik. Sie haben Feedback, Fragen, Anregungen? Schicken Sie der Autorin Ihre Nachricht an: KochelerZwischenTon@vollmar-akademie.de Ergänzt wird der Podcast Kocheler ZwischenTon durch das neue hybride Diskussionsformat Kocheler KulturDiskurs, in dem wir mit Gästen aus dem Kulturleben und allen Interessierten ins Gespräch kommen. Zur Akademie: Die Georg-von-Vollmar-Akademie ist eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Bildung mit eigenem Tagungshaus in Kochel am See. Ihr Ziel ist es, Menschen zum aktiven Gestalten der Gesellschaft und für die Teilhabe an unserer Demokratie zu begeistern. Dafür bietet die Akademie das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm von Seminaren und Veranstaltungen an, u. a. zu den Themen Politik, Soziales, Gesellschaft, Geschichte, Umwelt und Kultur. Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen. Weitere Informationen: www.vollmar-akademie.de

Alle Folgen

  • Michaela Karl über Kriegsberichterstatter, über Isadora Duncan und über die Münchner Turmschreiber

    03.06.202614:32

    „Jeder Mensch sollte sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen“, sagt Michaela Karl. Die Schriftstellerin ist überzeugt, dass man ohne diese Beschäftigung weder die Gegenwart verstehen, noch die Zukunft gestalten kann. In ihren äußerst anregend geschriebenen Biografien über spannende, von der Öffentlichkeit bislang wenig beachtete Persönlichkeiten spielt daher der geschichtliche, gesellschaftliche und politische Hintergrund eine wichtige Rolle. Er lässt nicht nur die Porträtierten mit ihren Stärken und Schwächen anschaulich hervortreten. Sondern er beschert den Leserinnen und Lesern auch Aha-Erlebnisse, wenn sich überraschende Bezüge zu unserer Zeit erkennen lassen.

  • Christian Schnurer über Greenpeace, über Joseph Beuys und über die ganz großen Themen

    02.04.202615:11

    „Ich glaube, dass Kunst keine PR-Strategie ist“, sagt Christian Schnurer. Der Installationskünstler und Bildhauer lehnt es ab, dass Kulturschaffende sich als Aktivisten begreifen. Dabei bezieht er in seinen eigenen Arbeiten dezidiert Position zu gesellschaftlichen Fragen und politischen Auseinandersetzungen – ob es um Migration, Krieg oder um die Einheit Europas geht. Daneben engagiert er sich für seine freischaffenden Kolleg*innen im Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler und als Initiator und Manager der Halle 6 in Münchens Kreativquartier. Dort finden Kunstschaffende der Freien Szene Raum zum Arbeiten und zum Wohnen. Denn Schnurer ist überzeugt: die Kreativen sind der Schlüssel, wenn es darum geht, die großen Probleme unserer Zeit in den Griff zu bekommen.https://www.christian-schnurer.de/

  • Friedrich Ani über das Erfinden von Namen, über den bayerischen Dialekt und über Kochel am See

    03.03.202614:59

    „Kunst findet nicht in einem leeren, abseitigen Raum statt“, sagt Friedrich Ani. Der Schriftsteller erschafft in seinen Kriminalromanen Figuren, wie man sie auch im echten Leben antreffen könnte. Unter anderem ist auch das ein Grund für die Popularität seiner Bücher. Nachdem Ani seit nunmehr dreißig Jahren fiktive Geschichten ersinnt, hat er zuletzt mit Schlupfwinkel ein autobiografisches Buch geschrieben, in dem er sich an sein Aufwachsen in einem bayerischen Dorf als Sohn einer Schlesierin und eines syrischen Arztes erinnert. Ob autobiografisch oder frei erfunden: Friedrich Ani entwickelt seine Figuren in einer Welt von heute, wo sie sich den Problemen und den Fragen unserer Zeit stellen müssen.

  • Manuela Hartel über Naturerleben, über den Ministrantendienst und über transparente Gazen

    03.02.202614:55

    „Viele Menschen suchen in der Kunst und in der Religion Ähnliches“, sagt Manuela Hartel. Die Video- und Installationskünstlerin sieht in der Kombination aus sinnlicher Wahrnehmung und geistig-spiritueller Dimension die Antwort auf ein menschliches Grundbedürfnis, das beide Bereiche verbindet. In ihren Arbeiten vereint sie Elemente verschiedener Kunst-Genres von Musik, über Theater bis hin zu bildender Kunst zu ganz eigenen Formen künstlerischen Ausdrucks. Dabei arbeitet Manuela Hartel oft mit Licht und lässt so aus Räumen illusionistische Orte entstehen, die Neugier wecken und zum Nachdenken anregen. https://manuelahartel.de/ https://www.staatsoper-stuttgart.de/spielplan/a-z/station-paradiso/

  • Georg-Albrecht Eckle über Konsequenz, über Modulfetischismus und über den Mut zur eigenen Persönlichkeit

    05.01.202614:39

    „Unsere Kultur geht darauf aus, dass wir Modelle geschäftstüchtig machen“, sagt Georg-Albrecht Eckle. Der Autor hat sich der Kultur von vielen unterschiedlichen Blickwinkeln aus kritisch genähert: als Dramaturg, Theaterleiter, Kritiker, Regisseur und in zahlreichen anderen Funktionen hat er ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, was das Wesen von Kultur ausmacht. Für ihn gipfelt es im Schaffen solcher Persönlichkeiten wie des Philosophen Hegel, des Dichters Hölderlin und des Komponisten Beethoven: Sie zeigen in ihrer Arbeit, dass es auf den Prozess ankommt und nicht auf ein fixiertes Resultat. Von dieser Erkenntnis kann die Gesellschaft profitieren, ist Eckle überzeugt. Denn die Ergebnisoffenheit im Prozess bewahrt vor ideologischer Erstarrung.

  • Manos Tsangaris über die Stimme der Mutter, über Blues-Songs und über Bubbles und Hashtags

    02.12.202515:01

    „Wofür komponieren wir heute noch, wenn eine derartige Inflation herrscht?“, fragt Manos Tsangaris. Der Komponist hat es sich zur Aufgabe gemacht, der betäubenden Allgegenwart von Musik heute etwas entgegenzusetzen. In seinen Stücken und Installationen stellt er deshalb das Publikum ins Zentrum des klanglichen und szenischen Geschehens. So wird die Wahrnehmung geschärft und ein neues Bewusstsein für Zusammenhänge geschaffen. Seine künstlerischen Projekte versteht Tsangaris durchaus in einem politischen Sinn. Aber auch darüber hinaus übernimmt er als Präsident der Akademie der Künste in Berlin politische Verantwortung, indem er sich für Kunst und Kultur engagiert und die Diskursfähigkeit in unserer Gesellschaft wachhält. https://tsangaris.de/index.html https://adk.de/akademie/mitglieder/manos-tsangaris