#174 Ein anaplastisches Lymphom
LEBE SELBSTVOLL
22.09.2026 • 50 Min.
Im September 2025 bemerkte Lena zunehmende Schmerzen in Schulter und Arm. Da sie nebenberuflich Yoga unterrichtet, versuchte sie zunächst, bestimmte Bewegungen zu vermeiden und mit den Beschwerden umzugehen. Doch die Schmerzen wurden immer stärker. Schließlich beeinträchtigten sie nicht nur ihren Alltag und das Unterrichten, sondern auch das Schlafen und Autofahren. Ein Orthopäde vermutete zunächst eine Muskelzerrung oder einen eingeklemmten Nerv und verschrieb Physiotherapie. Doch die Beschwerden nahmen weiter zu. Lenas Schulter- und Brustbereich schwollen an und schließlich veränderte sich auch ihre Brust. Nach einer erfolglosen Behandlung mit Antibiotika wurde Lena im Brustzentrum untersucht. Brustkrebs konnte ausgeschlossen werden, doch die Gewebeprobe brachte eine andere Diagnose: ein anaplastisches Lymphom. Für Lena war es eine Erkrankung, von der sie bis dahin noch nie gehört hatte. Nur wenige Wochen waren seit den ersten Beschwerden vergangen. Es folgten sechs Chemotherapiezyklen, jeweils über drei Tage mit anschließender dreiwöchiger Pause. Mit ihrer Erkrankung ging Lena offen um. Dabei erlebte sie viel Unterstützung und einen Zusammenhalt, der für sie während dieser Zeit eine wichtige Rolle spielte.