LinkedIn Ads im B2B: Wann sich der Aufpreis lohnt
LinkedIn Ads im B2B: Wann sich der Aufpreis lohnt

LinkedIn Ads im B2B: Wann sich der Aufpreis lohnt

Master of Scaling: Marketing messbar machen – mit Ads, Automatisierung & KI


09.07.2026 • 7 Min.

Deine Kunden sind auf LinkedIn, also solltest du dort auch werben – dieser Gedanke klingt logisch, führt im B2B aber oft in eine teure Sackgasse. LinkedIn kann zwar sehr genau die richtigen Leute erreichen, verlangt dafür aber einen Preis, den sich die wenigsten sauber durchrechnen. ---- LinkedIn ist die teure Einkaufsstraße Stell dir die beste Einkaufsstraße deiner Stadt vor: extrem hohe Miete, aber jeder, der vorbeikommt, hat Geld und ist kaufbereit. Genau das ist LinkedIn. Google und Meta sind der gute Standort in der normalen Straße – passende Leute zu einem Bruchteil der Miete. • LinkedIn weiß genau, wer welche Position in welcher Branche und Firma hat • Damit erreichst du sehr gezielt die richtigen Entscheider – das ist ein echter Vorteil • Der Haken: Eine Anfrage kostet über LinkedIn aus unserer Erfahrung oft rund das Zehnfache von Google oder Meta ---- Deine B2B-Kunden sind auch bei Google und Meta Viele glauben zuerst nicht, dass man über Google und Meta gute B2B-Kunden findet. Doch auch Geschäftsführer suchen bei Google aktiv nach Lösungen und sind privat auf Facebook und Instagram unterwegs. • Google erreicht Menschen genau dann, wenn sie aktiv nach einer Lösung suchen – näher am Auftrag geht kaum • Meta erreicht Entscheider über ihre Interessen, auch im B2B • Du kannst dort nicht ganz so fein targetieren wie bei LinkedIn, aber mit sauberem Conversion-Tracking gut genug – und deutlich günstiger ---- Wann LinkedIn trotzdem passt Fair bleiben: Es gibt Fälle, in denen sich der hohe Preis wirklich rechnet. • Sehr enge Zielgruppe: eine bestimmte Position, in einer bestimmten Branche, in großen Firmen • Hoher Auftragswert: Bringt ein Abschluss Zehntausende oder Hunderttausende Euro, darf eine Anfrage auch teurer sein • Dann kann LinkedIn funktionieren – als bewusste Entscheidung, nicht aus dem Bauch heraus ---- Bevor du LinkedIn-Kampagnen startest, beantworte zwei Fragen: Was darf dich eine konkrete Anfrage kosten? Und welcher Auftragswert steht am Ende dahinter? Rechne das für jeden Kanal einmal durch. In den meisten Fällen fährst du mit Google und Meta besser – LinkedIn kannst du später immer noch testen, falls es überhaupt nötig ist. Sei vorsichtig, wenn dir jemand LinkedIn als den einzig richtigen Weg für B2B verkauft.