Wie viel Google Ads Budget brauchst du wirklich? So rechnest du richtig
Wie viel Google Ads Budget brauchst du wirklich? So rechnest du richtig

Wie viel Google Ads Budget brauchst du wirklich? So rechnest du richtig

Master of Scaling: Marketing messbar machen – mit Ads, Automatisierung & KI


Vor 2 Tagen • 10 Min.

„Wie viel Budget habt ihr für Google Ads eingeplant?“ Auf diese Frage höre ich erstaunlich oft: „Das kommt darauf an, was dabei rauskommt.“ Das klingt logisch. Hat aber einen entscheidenden Haken: Das Ergebnis hängt vom Budget ab – und gleichzeitig soll das Budget vom Ergebnis abhängen. So drehst du dich im Kreis. Die bessere Ausgangsfrage lautet deshalb nicht: Wie viel Werbebudget soll ich einsetzen? Sondern: Was darf mich ein neuer Kunde kosten? ---- Warum die Budgetfrage oft die falsche erste Frage ist Bevor deine Kampagnen laufen, kannst du meist nicht seriös sagen, was eine Anfrage über Google Ads kosten wird. Was du aber berechnen kannst: - Was bringt dir ein durchschnittlicher Kunde? - Wie viel Umsatz entsteht nicht nur beim ersten Auftrag, sondern über die gesamte Kundenbeziehung? - Wie viele Anfragen brauchst du durchschnittlich für einen neuen Kunden? - Was darf eine Anfrage damit maximal kosten? Aus diesen Zahlen lässt sich ein sinnvolles Werbebudget wesentlich besser ableiten als aus einer spontan festgelegten Monatszahl. ---- Vom Kundenwert zum erlaubten Leadpreis Angenommen, du brauchst fünf Anfragen für einen neuen Auftrag. Dann ist entscheidend, wie viel dieser Kunde für dein Unternehmen tatsächlich wert ist. Gerade bei Dienstleistungen oder Handwerksbetrieben entsteht der Wert eines Kunden oft nicht nur beim ersten Auftrag. Ein zufriedener Kunde kauft erneut, vergibt größere Folgeaufträge oder empfiehlt dich weiter. Deshalb solltest du nicht nur den ersten Umsatz betrachten, sondern den realistischen Kundenwert über einen längeren Zeitraum. Erst dann kannst du beantworten: - Wie viel darf ein neuer Kunde kosten? - Wie viel darf eine Anfrage kosten? - Welches Werbebudget ist wirtschaftlich sinnvoll? ---- Warum ein zu kleines Testbudget teuer werden kann 500 oder 1.000 Euro „einfach mal zum Testen“ klingt zunächst vorsichtig. Das Problem: - Zu wenig Budget erzeugt zu wenig Klicks. - Zu wenig Klicks erzeugen zu wenig Anfragen. - Zu wenig Anfragen liefern zu wenig Daten. - Ohne ausreichende Daten kannst du kaum beurteilen, ob der Kanal wirklich funktioniert. Wenn deine Kampagne dauerhaft „durch Budget eingeschränkt“ ist, hast du zwar Geld ausgegeben – aber möglicherweise trotzdem keine belastbare Antwort bekommen. ---- Betrachte das erste Budget als Lernbudget Das erste Werbebudget muss nicht sofort maximale Rendite produzieren. Seine erste Aufgabe ist, Klarheit zu schaffen. Du willst herausfinden: - Gibt es ausreichend Suchvolumen? - Erreichst du deine Zielgruppe? - Lassen sich qualifizierte Anfragen generieren? - Was kostet eine Anfrage tatsächlich? - Welche Anfragen werden später zu Kunden? - Welcher Umsatz entsteht daraus? Wenn diese Zahlen sauber gemessen werden, kannst du dein Budget anschließend Schritt für Schritt erhöhen oder reduzieren. ---- Der Entscheidungsrahmen Lege dein Google Ads Budget nicht zuerst nach Bauchgefühl fest. Rechne rückwärts: 1. Was ist ein Kunde für dein Unternehmen wert? 2. Wie viele Anfragen brauchst du für einen Kunden? 3. Was darf damit eine Anfrage kosten? 4. Wie viele Klicks werden dafür benötigt? 5. Welches Budget brauchst du, um ausreichend Daten zu sammeln? 6. Rechnet sich die Kundenakquise, kannst du skalieren. Und wenn die Rechnung nicht aufgeht, kann auch das ein wertvolles Ergebnis sein. Denn dann weißt du frühzeitig, dass Google Ads für diesen Fall möglicherweise nicht der richtige Hebel ist.