Exil in Hollywood – Deutsche Künstler gerettet, gefeiert und verjagt
MDR KULTUR Diskurs
16.05.2026 • 31 Min.
Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten fanden hunderte deutschsprachige Schauspieler, Schriftsteller und Intellektuelle in den 30er- und 40er-Jahren in Kalifornien ein neues Zuhause. Marlene Dietrich, Billy Wilder, William Wyler, Franz Werfel, Thomas und Heinrich Mann und viele andere Berühmtheiten bildeten eine illustre Exil-Community, ein "Weimar am Pazifik" , wie Kulturhistoriker es genannt haben. Der in Berlin lebende Autor Jan Jekal hat deren Geschichte nun noch einmal neu aufgerollt. In seinem Buch "Paranoia in Hollywood", erschienen bei Matthes & Seitz, das für den Leipziger Buchpreis 2026 nominiert war, beschreibt er, wie deutschsprachige Künstler und Intellektuelle zunächst gerettet, vielfach gefeiert, nach 1945 dann aber im Zuge der Hysterie gegen eine vermeintlich kommunistische Unterwanderung von den US-Behörden bespitzelt, verprellt und gewissermaßen verjagt wurden. MDR KULTUR-Geschichtsredakteur Stefan Nölke hat mit Jan Jekal gesprochen. Das Gespräch ist bis 16. Mai 2027 verfügbar.