Von der Puppenstube bis zur Entpuppung: die Schriftstellerin Tanja Raich im Gespräch
MDR KULTUR Diskurs
07.03.2026 • 21 Min.
Puppen sind eines der ältesten Spielzeuge der Menschheit. Sie sind nicht so kuschelig wie die Plüschbären oder Hasen, ihre Plastikglieder sind nicht anschmiegsam – aber das ist vielleicht nur der erste Hinweis darauf, dass Puppen etwas von uns wollen, vorzugsweise und traditionellerweise von Mädchen. Gerade die Spielzeugpuppe ist ein ambivalentes Objekt, doch die Geschichte und Dimension der Puppen in unseren Gesellschaften ist weitreichender, als auf den ersten Blick zu erkennen. Über Spielzeugpuppen und Voodoo, Sexpuppen und Dummys hat die in Wien lebende Schriftstellerin und Verlegerin Tanja Raich geschrieben. Sie ist in die unendlich lange Geschichte der Puppe als Ritualgegenstand getaucht, erinnert sich an ihre eigenen Puppen und forscht der Konstruktion und Rekonstruktion der Puppe in der Kunst hinterher. Im Gespräch mit Katrin Schumacher erzählt sie von der komplexen Verbindung von Puppe und Frau und wie sich diese mit den Jahrtausenden verändert hat.Das Gespräch ist online verfügbar bis zum 7. März 2027.