Dokumentation und Feature
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Mitteldeutscher Rundfunk


Podcast

Ausgewählte Features nehmen Sie mit in das riesige Themenspektrum der Kultur, vom Blick in die Geschichte bis zu hochaktuellen Fragen unserer Zeit, vom Wissenschafts- bis zum Lifestyle-Thema – lassen Sie sich inspirieren!

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  • Die Zeit im Club

    Vor 2 Tagen30:15

    Uns alle umgibt, umspannt und taktet eine Dimension: die Zeit. Das Feature "Die Zeit im Club" widmet sich Fragmenten, die ein Erleben "außerhalb der Zeit" beschreiben – beim Hineingehen, Eintauchen, Genießen und Verabschieden von Clubkultur, wie sie einmal war. Es geht um Freundschaft, Verliebt- und Hyped-sein, um das schlechte Gewissen nach einer langen Nacht im Club, um Befreiung, Angst, Tod - und um die Erkenntnis, dass sich "die Zeit" nicht wiederholen lässt. Das Feature ist eine persönliche Geschichte, die im Spannungsfeld einer Generation auch Kollektivität verhandelt und nach gemeinsamen Werten sucht. Es fragt: Was bleibt von der Zeit im Club? Begleiten Sie die Autorin mit auf den Dancefloor, ins Backstage, auf eine Afterhour und auf dem Heimweg aus dem Club. Tauchen Sie ein in die Gedankenwelt einer Raverin, die keine mehr ist, die aber auch nicht loslassen kann. Noch nicht. Feature von Nastassja von der Weiden Produktion: MDR 2024Verfügbar bis 21. September 2027

  • Einundzwanzig Schuss Salut für Käptn Bilbo

    31.08.202654:49

    Jack Bilbo hielten die einen für Al Capones Bodyguard, andere dachten, er sei ein legendärer Kapitän oder sogar der Schriftsteller B. Traven aus Mexiko. Doch diese Legenden und Mythen hatte Jack Bilbo selbst geschaffen, mit Büchern, in denen er sich als den größten Abenteurer des 20. Jahrhunderts erfand. Dabei wäre sein wirkliches Leben schon abenteuerlich genug gewesen.Jack Bilbo, der in Wirklichkeit Hugo Cyrill Kulp Baruch hieß, stammte aus einer reichen jüdischen Berliner Theaterfamilie. Als Siebenjähriger musste er, der eine englische Mutter hatte, nach Holland emigrieren, mit sechzehn schob ihn sein Vater nach Amerika ab und mit vierundzwanzig feierte er als Schriftsteller seinen ersten Erfolg. Bilbo kämpfte gegen die Nazis in Deutschland und gegen die Faschisten im spanischen Bürgerkrieg. Auf der Isle of Man, wo man ihn während des II. Weltkriegs als Deutschen internierte, gründete er die Volksuniversität und in London die "Modern Art Gallery", die bedeutendste Galerie dieser Zeit. Gegen Lebensende besaß er eine Bar in Berlin: "Käpt'n Bilbos Hafenspelunke". Dort hatte ihn kurz vor seinem Tod 1967 Ludwig Lugmeier besucht. Für den Gangster und Abenteurer, der später selbst Schriftsteller wurde, war Jack Bilbo ein Vorbild gewesen. Vierzig Jahre danach zeichnet er ein Portrait des Mannes, einer Gestalt zwischen Realität und Fiktion.Feature von Ludwig LugmeierMit: Udo Wachtveitl, Hans Teuscher, Katja NottkeProduktion: MDR 2006Verfügbar bis 30. September 2026

  • Ich komme und gehe wieder – das wundersame Leben des Joachim Ringelnatz

    07.08.20261:17:26

    Joachim Ringelnatz, der 1883 als Hans Bötticher in Wurzen geboren wurde, war Sachse, Seemann, Dichter, Maler und Kabarettist. Als Schöpfer des Kuttel-Daddeldu, als Verfasser skurriler Nonsens-Verse und bewegender Gedichte, wird er bis heute geliebt und bei vielen Gelegenheiten zitiert.Kaum der Schule entronnen, von der er schreibt: "Keines der Lehrfächer regte mich an. Ich war in allen schlecht", zieht er nach Hamburg und bald treibt ihn das Fernweh in einem Segelschiff um die Welt. Als der Krieg beginnt, meldet er sich freiwillig, wird Kommandant eines Minensuchbootes und eröffnet in den Gefechtspausen eine Tierschau. Um die Person des Mannes mit dem Vogelgesicht ranken sich zahlreiche Legenden. Erzählt werden sie vom Seemann Hanns H. Schlünz, von Muschelkalks Schwester und von Lilly Uhl, der die Spielnachmittage mit Ringelnatz bis heute unvergessen geblieben sind. Und alles fügt sich zu dem Bild eines ungewöhnlichen Mannes, der sich den Luxus bewahrt hatte, die Welt mit kindlicher Unvoreingenommenheit zu betrachten und dessen scheinbar heitere Verse politisch genug waren, um von den Nationalsozialisten verboten zu werden.Feature von Wolfgang KnapeProduktion: MDR 2002Verfügbar bis 15. November 2026

  • Strawalde oder mach Dich an dein sündiges Leben

    20.07.202653:23

    Der Maler Strawalde heißt eigentlich Böttcher, Jürgen Böttcher und als "Strawalde" hängen seine Bilder inzwischen in vielen bedeutenden Kunstsammlungen dieser Welt. Als Böttcher, Jürgen Böttcher, hat er unvergleichbare Dokumentarfilme gedreht, im DEFA-Studio für Dokumentarfilme, in der DDR. Um Fronarbeit kam Jürgen Böttcher allerdings auch nicht herum. Der Staat dankte sie ihm mit Preisen. Eine Ehrung als bildender Künstler erfuhr er nach "Deutschlands Heirat". Böttcher-Strawalde wuchs in Strawalde, einem Ort in der Oberlausitz auf: Kriegskind, von 1949 bis 1953 Studium an der Akademie für Bildende Künste in Dresden, danach Lehrer für Malerei an der Volkshochschule in Dresden, später Regiestudium an der Filmhochschule in Potsdam-Babelsberg. Der Hörfunkautor Günter Kotte zeichnet ein akustisches Porträt des Künstlers.Feature von Günter KotteMit Klaus ManchenProduktion: MDR 2004Verfügbar bis 20. Juli 2027

  • Max hat es schön – Lotte und Max Pechstein in der Südsee

    29.06.202655:05

    Im Mai 1914 leiht sich der 32-jährige Max Pechstein von seinem Kunsthändler Wolfgang Gurlitt 10.000 Mark und reist mit seiner Frau Lotte zur deutschen Insel-Kolonie Palau. Ihren einjährigen Sohn lassen sie bei den Großeltern in Zwickau zurück. Während sich für den deutschen Expressionisten der Traum vom Malerparadies in der Südsee zu erfüllen scheint, stellt sich bei der Künstlergattin alsbald Heimweh ein. Ihr erst 2016 veröffentlichtes Tagebuch erzählt von der Reise und vom Leben auf der Insel. Anfang August 1914 notiert sie: "Max hat es schön, er kann gehen, wann und wo er will - ich immer allein. Er hat oft schlechte Laune." Der Aufenthalt auf der Insel soll nur wenige Wochen dauern. Am 8. Oktober 1914 besetzt die japanische Armee den Archipel und deportiert die Pechsteins und alle anderen deutschen Kolonisten nach Nagasaki in die Gefangenschaft. Angeregt vom exklusiven Material aus Lottes Reisetagebuch und bisher ebenfalls unveröffentlichten Autographen Max Pechsteins (1881-1955), erzählt das Feature von den Ansichten eines Künstlerpaares auf großer Fahrt.Feature von Jürgen BalitzkiRegie: Nikolai von Koslowski Mit: Erwin Schastok (Erzähler), Lisa Hrdina (Lotte), Stephan Grossmann (Max), Susanne BardProduktion: MDR 2026Verfügbar bis 29. Juni 2027

  • Ich stehe keinem mehr gegenüber – der Schriftsteller Tschingis Aitmatow

    27.04.202652:54

    Im Osten war der Schriftsteller Tschingis Aitmatow der große Hoffnungsträger. Im Westen galt er als Exot. Seine Literatur wurde in über 90 Sprachen übersetzt. Der Autor Günter Kotte lernte Tschingis Aitmatow 1963 bei der Kartoffelernte in Bühlau, bei Dresden, kennen. Jahre später besuchte er ihn in Moskau, dann in Luxemburg. So entstand über die Jahre eine gute Freundschaft. Feature von Günter Kotte Regie: Günter Kotte Produktion: MDR 2002 Verfügbar bis 27. April 2027