MEMENTO MORI - Gespräche über den Tod und das Leben davor
MEMENTO MORI - Gespräche über den Tod und das Leben davor

MEMENTO MORI - Gespräche über den Tod und das Leben davor

Caroline Kerschbaumer


Podcast

Memento Mori - sei dir deiner Sterblichkeit bewusst. In diesem Sinne spricht Menschenrechtsjuristin Caroline Kerschbaumer mit unterschiedlichen Menschen über den Tod, über Vergänglichkeit und über das Sterben - und damit natürlich auch über das Leben. Es geht um persönliche Reflexionen hinter den großen Fragen: Wie prägt Vergänglichkeit unseren Alltag? Wie gehen wir mit unserer eigenen Endlichkeit oder auch mit Angst vor dem Tod um? Und wie verändert die Konfrontation damit den Blick auf unser Leben? Dieser Podcast ist eine Einladung zur Auseinandersetzung mit dem Tod – um das Leben davor bewusster und vielleicht sogar mutiger zu gestalten. Die Gesprächspartner*innen bringen ganz unterschiedliche Perspektiven rund ums Thema Endlichkeit, Sterben und Tod mit - etwa philosophisch, medizinisch, künstlerisch, spirituell, naturwissenschaftlich, literarisch oder sie teilen einfach ihre Lebenserfahrung. Gemeinsam haben sie, dass sie sich mit dem Thema befasst haben und bereit sind, sehr persönlich darüber zu sprechen. Hinweis: Wir sprechen sehr offen, teils auch detailliert über Tod und Sterben. Wenn dich das Thema sehr belastet oder du dich in einer akuten Krise befindest, achte gut auf dich und hole dir Unterstützung z.B. bei der 24h Telefonseelsorge unter 142.

Alle Folgen

  • #12 Erika Pluhar

    #12 Erika Pluhar

    24.09.2026•49:38

    Erika Pluhar wurde 1939 mitten im 2. Weltkrieg geboren und blickt auf ein langes und ereignisreiches Leben zurück. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, Sängerin und heute vor allem auch Schriftstellerin erzählt warum ihr das Thema Tod nicht nur wegen ihres hohen Alters nahe ist, sondern in ihrem ganzen Leben immer wieder schmerzhaft präsent war. Sie spricht über den Tod ihrer Tochter Anna im Jahr 1999 und wie sie es danach geschafft hat, diesen zu überleben. Als sie die Todesnachricht erhielt, stand sie gerade im Studio und sang das Lied "I gib net auf". Wir sprechen auch über ihr Leben als Frau, und was es heißt als Frau zu altern. Erika Pluhar wünscht sich mehr Mut von Frauen auch optisch zu ihrem Alter zu stehen. Sie betont, dass es keine Schande sein darf zu sagen "Ich bin eine alte Frau". Am Tag unseres Gesprächs hält sie erstmals ihr gerade neu erschienenes Buch "Es war einmal: Rückblicke im Hier und Jetzt" in den Händen. In der Rückschau hält sie fest, dass ihr ihre Karriere als gefeierte Schauspielerin sehr gut gelungen ist, in ihrem Privatleben allerdings hätte vieles besser laufen können. https://www.erikapluhar.net Hier gehts zum neuen Buch: https://www.residenzverlag.com/buch/es-war-einmal

  • #11 Kurt Langbein

    #11 Kurt Langbein

    10.09.2026•41:09

    Er ist vielfach ausgezeichneter Filmproduzent, Dokumentarfilmer & Wissenschaftsjournalist, im November ´26 kommt seine aktuelle Doku "Sterben für Anfänger" in die Kinos. Darin thematisiert er unter anderem seine eigene Diagnose: Krebs im Endstadium. Offen, authentisch und ungeschönt spricht Kurt Langbein mit mir darüber, wie diese Diagnose ihn verändert hat und wie er nun - "ohne Zukunft" wie er selbst sagt - lebt. Er erzählt von den unterschiedlichen Phasen, die er nach seiner Erkrankung durchlebt hat, wie er schlussendlich akzeptieren lernen musste, keine Heilung mehr zu finden, und davon, wie ihm intensive Träume, in denen er mehr oder weniger sein ganzes Leben geträumt hat, zu Gelassenheit geholfen haben. Dadurch konnte er sogar seine Angst vor dem Tod verlieren. Wir sprechen außerdem über seine Recherchen zu Nahtoderlebnissen, die er im Film thematisiert, und auch darüber, dass ein assistierter Suizid für ihn eine Option ist, sollten seine Beschwerden unerträglich werden. Kurt Langbein erzählt, was er damit meint, dass man sterben lernen kann. Ein ernstes, einzigartiges und wunderschönes Gespräch. Hier geht's zum Trailer "Sterben für Anfänger": https://youtu.be/diu1DKURzx8 https://langbein-partner.com

  • #10 Martin Prein

    #10 Martin Prein

    27.08.2026•51:50

    Als ehemaliger LKW-Fahrer, Rauchfangkehrer, Rot-Kreuz-Sanitäter, dann 15 Jahre lang Bestatter und heutiger Psychologe und sogenannter Thanatologe bringt Martin Prein eine ganz einzigartige Kombination an Erfahrungen mit. Im Podcast sprechen wir über Angst, Grusel und dem Unheimlichen in Zusammenhang mit dem Leichnam, dem laut ihm "einzig sinnlich wahrnehmbaren Zeugnis des Todes". Martin erzählt außerdem von seinen Panikattacken, bei denen er tatsächlich dachte, sterben zu müssen - und welchen Umgang er damit gelernt hat, nämlich mit der Angst präsent sein. Dieses präsent sein und auch vollkommen sein - im Sinne von alles (also auch das Unangenehme) kommen lassen - übt er auch in Hinblick auf seine eigene Angst vor dem Tod - sowohl für sich selbst, als auch mit jenen Menschen, die seine Praxis als Psychologe aufsuchen. Mit dem Wort Strategie beim Umgang mit Angst vor dem Tod hadert er, und fragt sich, ob der Tod uns nicht vielmehr lehrt, dass wir eben keine Strategien dafür bzw. dagegen haben, sondern lernen müssen, dass wir oftmals einfach gar nichts tun können. https://www.martinprein.at

  • #9 Florian Ploberger

    #9 Florian Ploberger

    13.08.2026•58:11

    Florian Ploberger war sich schon sehr früh in seiner Kindheit seiner Endlichkeit bewusst. Später als Mediziner setzte er seinen Fokus auf traditionelle chinesische bzw. tibetische Medizin, da er dort mehr Antworten für sich finden konnte. Er erlebt den Tod als eine Art Sparring Partner bzw. als hilfreiche Referenz in seinem Alltag und bringt eine Neugierde mit für besondere Bewusstseinszustände und Grenzerfahrungen, wo für ihn auch den Tod inkludiert ist. Florian betreibt auch einen eigenen Podcast, wo es ebenfalls viel um Tod und Sterben geht und er erzählt von Gesprächen - viele davon mit Mediziner*innen, die er in diesem Rahmen geführt hat. Er teilt außerdem seine Sichtweise zum assistierten Suizid und spricht über den Tod bzw. den Sterbeprozess aus tibetischer Sicht, unter anderem etwa über die tibetische Tukdam Praxis, wo Verstorbene auch nach dem eigentlichen Eintritt des Todes noch für einige Tage oder sogar Wochen in Meditationshaltung sitzen bleiben. Florian Ploberger ist TCM-Arzt, Tibetologe, Buchautor, Podcaster, Universitätslektor und Übersetzer eines tibetischen medizinischen Textes. Hier zu seinem Podcast: https://change-inspiration.podigee.io

  • #8 Saskia Jungnikl-Gossy

    #8 Saskia Jungnikl-Gossy

    30.07.2026•59:59

    Buchautorin und Journalistin Saskia Jungnikl-Gossy musste bereits sehr früh und auf besonders tragische Weise den Tod erfahren: In ihren 20ern starb zuerst ihr Bruder, und vier Jahre später ihr Vater durch einen Suizid. Im Podcast spricht sie darüber, welche Gefühle mit diesen sehr unterschiedlichen – und dennoch in beiden Fällen sehr unvorbereiteten Todesfällen – einhergingen, und wie es ihr heute damit geht. Sie erzählt, warum sie mittlerweile - nachdem sie viele Jahren sehr häufig und vor großem Publikum öffentlich über den Tod insbesondere über den Suizid ihres Vaters gesprochen hat - nicht mehr gerne bzw. nur noch sehr ausgewählt und selten über Tod & Sterben spricht. Saskia ist es wichtig zu betonen, wie unterschiedlich Trauer sein kann, welche verschiedenen Gefühle damit einhergehen können, und dass man möglicherweise nie damit "fertig" ist. Sie selbst sagt, sie wird nie wieder die "alte", die sie vor dem Suizid ihres Papas war, aber dennoch kann sie heute ein gutes Leben führen und glücklich sein. Saskia Jungnikl-Gossy verarbeitete ihre Erfahrungen unter anderem in Form von Büchern mit "Papa hat sich erschossen" und "Eine Reise ins Leben". https://www.saskiajungnikl.com Cover-Foto von Pamela Russmann Hinweis: Wir sprechen hier über Suizid, das kann belastend sein. Falls du Suizidgedanken hast, hole dir Unterstützung und wende dich z.B. an die Telefonseelsorge unter 142, www.telefonseelsorge.at .

  • #7 100. Geburtstag David Steindl-Rast

    #7 100. Geburtstag David Steindl-Rast

    12.07.2026•54:36

    Bruder David Steindl‑Rast wird 100. In dieser Sonderfolge lesen wir ausgewählte Textpassagen von ihm — darunter einen bislang unveröffentlichten E‑Mail‑Austausch — zu Memento Mori, Vergänglichkeit und Tod, und ich spreche darüber mit Ö1 Moderator Johannes Kaup. Bruder David ist ein international gefragter spiritueller Lehrer, einer der bekanntesten Benediktinermönche weltweit und Autor zahlreicher Bücher. Besondere Bekanntheit erlange er als Brückenbauer zwischen den Religionen und für seine Lehre der Dankbarkeit. Für ihn war das Memento Mori, also den Tod im allzeit vor Augen zu haben, um dadurch wirkliche Lebendigkeit zu erlangen, seit jeher ein Schlüsselsatz als Benediktinermönch. Johannes Kaup, Theologe, Philosoph und Psychotherapeut, hat gemeinsam mit Bruder David das biografische Buch "Ich bin durch Dich so ich" verfasst und zahlreiche Interviews mit ihm geführt. Im Gespräch teilt er eigene Erfahrungen zu Tod und Sterben und seine Sicht auf das Memento Mori. Die Text-Passagen stammen großteils aus der online Bibliothek David Steindl Rast und wurden von dieser für den Podcast mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt. https://www.bibliothek-david-steindl-rast.ch https://grateful.org https://www.europakloster.com https://www.dankbar-leben-begegnungsraeume.net