Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
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Günter Mahler- PODCAST EINS


Podcast

In einer komplizierten Welt wünschen sich viele einfache Antworten. Die gibt es aber nicht. Wenn man als Christ, die Welt besser machen will, muss man die richtigen Fragen stellen. Das tut Pfarrer, Moderator und Kolumnist Günter Mahler in seinem täglichen KolumnenPodcast! www.podcast-eins.de Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

Alle Folgen

  • Prinzessin sollte man sein

    Heute1:40

    260618PC Prinzessin sollte man sein Mensch Mahler am 18.06.2026 Meine Kollegin und Freundin quält sich jahrelang mit einer Lungenkrankheit, die sie immer schwächer macht. In den letzten Monaten ihres Lebens moderiert sie im Radio und im Gottesdienst mit Sauerstoff, den sie in einem kleinen Gerät am Körper trägt. Ihre letzte Chance: Eine Spenderlunge. Ihre Hoffnung wird nicht erfüllt. Sie stirbt in einer Klinik und hinterlässt ihren Mann und ihren 5jährigen Sohn. Lungentransplantationen sind selten und sehr kompliziert. Ein Spenderorgan ist fast nicht zu bekommen. Das wurde meiner jungen Kollegin zum Verhängnis. Sie hieß Claudia und nicht Mette-Marit. Die 52jährige Kronprinzessin Norwegens bekam 12 Tage nach dem Antrag auf eine Spenderlunge per Transplantation das lebensrettende Organ. Ihr Sohn Marius Borg Høiby, 29, bangte im Gefängnis um das Leben seiner Mutter. Er war am 15. Juni wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen und zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ich möchte bitte nicht falsch verstanden werden: Ich gönne der leidgeprüften Mette-Marit ihre neue Lunge von Herzen. Für sie beginnt ein neues Leben, in dem sie sich ihren Pflichten als Prinzessin und Mutter ihres Sohnes mit aller Kraft widmen kann. Zur Erkrankung meiner jungen Kollegin kann ich nur sagen: Pech gehabt. Prinzessin müsste man sein. Und wieder einmal zeigt sich, das Macht und Geld offensichtlich alles kaufen kann. Sogar ein neues Leben. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Der Fluch der Langsamkeit

    Gestern1:41

    260617PC Der Fluch der Langsamkeit Mensch Mahler am 17.06.2026 Greenpeace-Aktivisten haben unlängst Verkehrsschilder auf Autobahnen mit Tempo-100-Zeichen überklebt, um ihrer Forderung nach einem Tempolimit Nachdruck zu verleihen. Das stößt auf Kritik. Tempo Hundert liegt auf der ADAC-Skala der schlimmsten Zumutungen für den Autofahrer deutlich vor einer verstopften Toilette an der Raststätte Irschenberg, einem vergessenen Ziegenkäse im Handschuhfach oder einem russischen Panzer auf der A12 in Fahrtrichtung Berlin. In Umfragen ängstigten sich vor allem Männer davor, durch zu langsame Fahrt die Kontrolle über ihr Fahrzeug zu verlieren. Wer sich zu sicher wähne, taumle in einen unzumutbaren Zustand der Entspannung. Die konzentrierte Erregung, die sich erst ab Tempo 180 einstelle, gehe verloren. Zudem gelte das alte Diktum, dass nicht die Großen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen schlucken. Erfolgreiche Außendienstler schlucken laut Studien in ihren Dienst-BMWs pro Jahr um die 50 Kleinwagen und andere Verkehrsbehinderer, die sie auf dem Randstreifen wieder ausspeien. Das entsprich einem Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent. Den langsam fahrenden Leistungsverweigerern bleibt schlicht nur die schale Genugtuung, die schnellen in der Ferne explodieren zu sehen. Dieses harmonische Miteinander von Eile und Hast wird durch die Greenpeaceaktion gefährdet. Der ADAC will dem Vernehmen nach die Aufkleber wieder mit Tempo 180-Forderungen überkleben. Aber wer schnell daran vorbeifährt, sieht sie ohnehin nicht. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Der eigentliche Kriegstreiber ist nicht Trump

    Vor 2 Tagen2:01

    260617PC Das Problem ist Israel Mensch Mahler am 17.06.2026 Meine Meinung zum Nahostkonflikt ist bekannt. Ohne 2-Staaten-Lösung kein Frieden in der Region. Nun lässt sich der größenwahnsinnige Trump von Benjamin Netanjahu vor den Karren spannen, zettelt einen völlig unsinnigen Krieg an, der allen Beteiligten nur Nachteile bringt und muss jetzt zähneknirschend die Mullahs in Teheran diktieren lassen, wo es langgeht. Die einzigen, die gestärkt aus dieser Schlacht hervorgehen sind die Kleriker, die das Land seit Jahrzehnten unterjochen. Für die Bevölkerung des Iran wird es noch schlimmer werden. Die einzige Hoffnung ist, dass das Regime implodiert und die demokratischen Kräfte endlich ans Ziel kommen, nach 10.000enden, die im Widerstand getötet wurden. Benjamin Netanjahu spielt weiter mit dem Feuer. Unbeeindruckt von Trump und von den Machthabern im Iran greift er weiter die Hisbollah im Libanon an. Und riskiert damit, dass der Konflikt nicht befriedet wird, sondern weiter eskaliert. Merkels Satz von der historischen Verantwortung Deutschlands für Israel - Angela Merkel „Israels Sicherheit ist Teil deutscher Staatsräson“ hängt uns Deutschen schwer in den Klamotten. Aber vergessen wir nicht: Philosemitismus ist genauso falsch wie Antisemitismus. Man kann die Politik Netanjahus nicht gutheißen, weil es den Holocaust gab. Was die israelischen Siedler machen, die Kompromisslosigkeit Israels, die Verweigerung von Gesprächen über eine 2-Staaten-Lösung – das alles wird dafür sorgen, dass dieser Krieg niemals endet. Evangelikale Christen halten mir gemeinsam mit orthodoxen Juden entgegen, „dass Gott höchstselbst Israel dieses Land gegeben hat“. Entschuldigung: das kann ja wohl kein Argument dafür sein, dass permanent Völkerrecht gebrochen wird. Diese Argumentation, Gott auf ihrer Seite zu haben, ist ein Kennzeichen aller radikalen und intoleranten Religionsvertreter. Das muss endlich mit der Staatsräson vom Verhandlungstisch. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Volksbegehren gescheitert

    Vor 3 Tagen1:51

    260616PC Die Schweiz votiert gegen eine Begrenzung des Zuzugs Mensch Mahler am 16.06.2026 Aus dem Plan der rechtsnationalen Schweizerische Volkspartei für ein Limit bei der Migration wird nichts. Das Nein zu einem solchen Experiment mit unsicherem Ausgang zeugt von Pragmatismus, den sich die Bürger der Eidgenossenschaft gerne zugutehalten. Sie wissen, dass die Schweiz Arbeitskräfte von jenseits der Grenzen braucht. Der Anteil der Erwerbstätigen mit ausländischer Staatsangehörigkeit liegt bei 35 Prozent. Vor allem in Bereichen, in denen die Schweizer selbst nicht arbeiten wollen, packen Ausländer an: auf dem Bau, in der Gastronomie und der Pflege. Auch hoch qualifizierte Ärzte, Manager und Wissenschaftler kommen von jenseits der Grenzen. Ohne die Fremden würden die Schweiz ihr Wohlstandsniveau kaum halten können. Die Stimmberechtigten haben durchschaut, dass die SVP zu simpel argumentiert. Für nahezu alle Probleme machte die Partei Ausländer verantwortlich: von der Wohnungsnot über Jobverlust bis hin zu verstopften Zügen. Zudem löste die starre Zehn-Millionen-Grenze bei vielen Schweizern Kopfschütteln aus. Die Umsetzung erschien unrealistisch. Der Plan hätte Fremde stigmatisiert. Außenpolitisch hätten die Eidgenossen viel Porzellan zerschlagen. Vor allem das ohnehin fragile Verhältnis zur Europäischen Union hätte stark gelitten. Das kleine Land, das fast ausschließlich von EU-Staaten umringt ist, wäre in eine Isolation gerutscht. Die Entscheidung der Schweizer zeigt: Die Bevölkerung kann Populisten in die Schranken weisen. Deutschland sollt sich ein Beispiel nehmen und die Remigrationsbefürworter hierzulande auch deutlich in die Schranken weisen, anstatt ihnen wie in den Bundesländern im Osten der Republik zu befürchten 40% der Stimmen zu geben. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Wie einst gegen Brasilien

    Vor 4 Tagen1:43

    260615PC Deutschland im WM Fieber Mensch Mahler am 15.06.2026 7:1 – ein Auftakt nach Maß für Deutschland. So sieht es die Weltpresse: Daily Mail, England: "Der gnadenlose viermalige Weltmeister erteilt dem Außenseiter in Houston eine brutale Lektion bei der Weltmeisterschaft, die Mannschaft von Julian Nagelsmann sendet ihren Rivalen eine klare Botschaft." The Sun:, ebenfalls UK: "Kai Havertz trifft doppelt, der viermalige Weltmeister übersteht einen frühen Schock und überrollt den Fußball-Zwerg." The Guardian: "Curacao genießt seinen Moment, doch Havertz und das kompromisslose Deutschland kennen keine Gnade. (...) Nagelsmann wird zufrieden sein, dass von allen Teilen des Spielfelds Gefahr ausging - ein halbes Dutzend verschiedener Torschützen zeugt davon -, doch es versteht sich von selbst, dass wesentlich ernsthaftere Prüfsteine noch bevorstehen." BrasilienO Tempo: "Deutschland beschert Curacao einen 'Brasilien-Tag'. Die viermaligen Weltmeister ließen die brasilianischen Zuschauer das Trauma erneut durchleben: Sie wiederholten das gnadenlose 7:1, das uns vor zwölf Jahren Tränen in die Augen getrieben hatte." Folha de Sao Paulo: "Das erneute 7:1 Deutschlands, diesmal gegen Curacao am Sonntag, hat Brasilien einmal mehr getroffen. Mit diesem erneuten Kantersieg ist die deutsche Nationalmannschaft zur torreichsten Mannschaft in der Geschichte der Weltmeisterschaften aufgestiegen, obwohl sie weniger Teilnahmen vorweisen kann als die Selecao." Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Desaster mit Ansage

    12.06.20262:19

    260612PC Die Infantino-Trump-Spiele Mensch Mahler am 12.06.2026 Eigentlich bin ich froh, dass Deutschland in Russland und Katar nicht weit gekommen ist. Ich wäre ohnehin dafür gewesen, die WM zu boykottieren, wenn sie in Ländern durchgeführt wird, die die Menschenrechte mit Füßen treten und wie 1936 Adolf Hitler Sportgrossereigenisse für die Publicity von Diktatoren nutzen. In Russland: Deutschland scheidet blamabel als letzter in der Vorrunde aus. Auch in Katar überstand das DFB-Team die Vorrunde nicht. Proteste im Vorfeld und während des Turniers wurden belächelt, deutsche Spieler, die die Eier hatten, auch während des Turniers ihren Prostest gegen die gekauften Spiele auszudrücken, wurden vom DFB und der FIFA abgemahnt. Dass es seit gestern Abend alles noch viel schlimmer kommt, war vorauszusehen. 11 Milliarden Dollar an Einnahmen erwartet die FIFA, und sie liebäugelt mit einem Reingewinn von 3-4 Milliarden. Die Veranstaltung ist voll amerikanisiert – mit Trinkpausen für die Spieler, die eigentlich Werbepausen für die Sponsoren sind. Die ziemlich besten Freunde Trump und Infantino nutzen die Bühne für ihre widerlichen moralisch verwerflichen Doppelpässe. Nachdem Trump vor Wut schäumte, dass er den Friedensnobelpreis nicht bekommen hat, verlieh ihm Infantino kurzerhand einen sogenannten Fifa-Friedenspreis. Der Rest in Schlagzeilen: - Trump droht Mitausrichter Kanada nach wie vor mit Annexion als 51. Bundesstaat - Die Mauer zu Mexiko – ebenfalls Gastgeberland soll nach wie vor gebaut werden. - Die qualifizierten Kicker des Iran mussten auf Geheiß von Donald Trump von Arizona nach Mexiko umziehen. - Es gibt Einreiseverbote für Funktionäre und Fans aus Somalia, dem Iran, Haiti, Senegal und der Elfenbeinküste. - Anhänger aus lateinamerikanischen Staaten müssen damit rechnen, mit der Abschiebepolizei ICE unliebsame Bekanntschaft zu machen. Die zynische Krönung des Ganzen: Am 14. Juni, dem Tag des ersten deutschen Gruppenspiels finden im Beisein Trumps widerliche Käfigkämpfe direkt vor dem weißen Haus statt. Die FIFA braucht einen Neuanfang. Wenn sie den Fußball nicht vollends kaputtmachen will. Weg mit Infantino und seinen Spießgesellen. Keine WM mehr in Ländern, die massiv gegen Menschenrechte und das Völkerrecht verstoßen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.