Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne
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Günter Mahler- PODCAST EINS


Podcast, Religion & Spiritualität, Wissen & Bildung

In einer komplizierten Welt wünschen sich viele einfache Antworten. Die gibt es aber nicht. Wenn man als Christ, die Welt besser machen will, muss man die richtigen Fragen stellen. Das tut Pfarrer, Moderator und Kolumnist Günter Mahler in seinem täglichen KolumnenPodcast! www.podcast-eins.de Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

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  • Recht haben und Recht bekommen

    Recht haben und Recht bekommen

    Heute•2:55

    261015PC Recht haben und Recht bekommen Mensch Mahler am 15.10.2026 Im Moment kommt es dick. Ich hasse Rechtsstreitigkeiten. Und im Moment bin ich in nicht weniger als dreien drin. Ein ehemaliger Partner im Rundfunkgeschäft hat mich betrogen. Eine Wohnung, in guter Absicht an einen angeblichen syrischen Flüchtling vermietet, wird weder richtig bezahlt noch geräumt. Und dann noch ein Streit, der mir sehr nahe geht, über den ich aber öffentlich nicht sprechen mag. Mein Anwalt arbeitet auf Hochtouren. Nochmal: Ich hasse das. Ich möchte mich immer gerne außergerichtlich und gütlich einigen. Auch wenn ich dabei draufzahle. Aber. Recht haben und Recht bekommen sind eben zwei Paar Stiefel. Es ist jetzt mehr als 20 Jahre her. Ich war mit meinem Auto auf Dienstreise. In Franken auf einer leeren Autobahn habe ich bin ich auf einen Golf getroffen, der mutterseelenallein auf der linken Spur unterwegs war. OK – irgendwann habe ich die Lichthupe eingesetzt und links geblinkt. Vier junge Burschen drehten sich um und lachten mich an. Deuteten auf die rechte Spur – nach dem Motto: du kannst uns ruhig rechts überholen. Irgendwann – ich schätze, es waren 5 Minuten - wechselten sie auf die leere rechte Spur. Ich zog vorbei, Lichthupe aus einem Weihnachtsbaum aus mehreren Halogenscheinwerfern leuchteten mir im Wortsinn heim. Ich tippte kurz die Bremse an – bestimmt schon 200 Meter entfernt, sollte heißen: Ich hab‘s gesehen, ihr könnt gerne wieder abblenden. Wieder zu Hause eine Vorladung der örtlichen Polizei. Ich solle mich zu einer Anzeige äußern. Ich juristisches Greenhorn habe das bereitwillig getan. Erster Stockfehler. Mein Anwalt sagte mir, ich hätte noch nicht einmal zugeben müssen, dass ich zu dieser Zeit dort unterwegs war. Meine Kollegin hätte ich auch nicht in Nürnberg auf den Zug entlassen, sie war neben mir und könne meine Version bezeugen. Zu spät: 4 identische Aussagen. Sie hätten eine LKW-Kolonne überholt. Da kam von hinten ein Audi mit geschätzt 250 angeschossen und hat sie mit dichtem Auffahren, wildem Hupen und Lichthupe massiv genötigt. Als sie ihren Überholvorgang beendet hatten, hätte ich mich vor sie gesetzt und eine Vollbremsung vollzogen. Sie seien alle in die Gurte geflogen, der Wagen sei ins Schlingern gekommen und sie wären nur knapp einem schweren Unfall entgangen. Ich hatte keine Chance. Eine Aussage gegen vier. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr in Tateinheit mit Nötigung. 3 Monate Führerscheinentzug, 3000 D-Mark in die bayrische Staatskasse. Meinem Wunsch, das Geld wenigstens dem Roten Kreuz geben zu wollen, wurde nicht stattgegeben. Ich habe meine Lektion gelernt. Erst mal Klappe halten. Ohne meinen Anwalt sage ich nichts. Und jetzt hänge ich wieder in Rechtsstreitigkeiten. Wie gesagt: Ich hasse das. Aber ich will mich auch nicht veräppeln lassen. Aber ich bin ja noch dankbar, dass wir in einem Rechtsstaat leben, der funktioniert – zumindest weitestgehend. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Was lehrt uns die Causa Bärbel Bas

    Was lehrt uns die Causa Bärbel Bas

    Gestern•2:34

    261014PC Was lehren uns Bärbel Bas und Jens Spahn? Mensch Mahler am 14.10.2026 Einige Jahre habe ich in Berlin Spitzenpolitiker interviewt. Warum ist mir das, der ich einen privaten Rundfunksender vertreten habe, gelungen? Weil es sich herumgesprochen hat, dass ich am Menschen interessiert war und nicht in erster Linie am Politiker, an der Politikerin. Aber: gelingt eine Trennung von Mensch und Mandatsträgerin? Wir hatten in der jüngsten Vergangenheit zwei Beispiele, die gezeigt haben, wie kompliziert das ist. Zum einen Jens Spahn, der mit seiner Leihmutterschaftsaffäre und den Fehlzeiten wegen der Betreuung seines Sohnes Georg in politische Schwierigkeiten geraten ist. Und jetzt Bärbel Bas. Anstatt sich eine Auszeit zu nehmen, um sich von der verstorben Stieftochter würdig zu verabschieden, trat sie als Arbeitsministerin und Vize-Vorsitzende der SPD zurück. Nicht ohne durch Vorwürfe die Regierungskoalition schwer zu beschädigen. Der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft in der CDU, Dennis Radtke, zeigte sich bei ZDF Spezial überrascht vom Bas-Rücktritt. Und: "Es gibt kein gutes Bild ab, wenn man über einen so persönlichen Trauerfall jetzt eine öffentliche Schlammschlacht aufführt. Ich denke, man muss auch ein bisschen differenzieren, was die Kritik angeht." Es müsse aber auch möglich sein, politisch einzufordern, dass "das was verabredet worden ist, auch geliefert wird", sagte Radtke mit Blick auf die geplante Rentenreform. Er wisse nichts von Anwürfen gegen Bas hinter vorgehaltener Hand aus den Reihen der CDU, so Radtke. "Sollte sich das irgendwo zugetragen haben, das wäre ein Vorgang, der unserem Anspruch ganz sicherlich nicht gerecht wird." "Die Leute wollen regiert werden, die Leute wollen, dass bestimmte Themen adressiert werden", sagte Radtke. "Und die Leute haben keine Lust, der Regierung zuzusehen, dass man eher den Eindruck hat, hier kommen Beiträge aus einer Daily Soap, einer Selbsthilfegruppe." Anstelle von Selbstbeschäftigung und Klausuren müssten Probleme gelöst werden mit dem Personal, das da sei. Zuggegeben: es ist schwer, politisches Mandat und Privatleben auseinanderzuhalten. Aber – mit Verlaub – das gehört zum Geschäft und zur Professionalität. Auszeiten aus persönlichen Gründen müssen erlaubt sein. Den Rücktritt dann aber mit einem Rundumschlag zu vollziehen, schadet in jeder Beziehung. Der Person, der Partei, der Regierungskoalition und dem politischen Klima insgesamt. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Mehr Demokratie wagen!

    Mehr Demokratie wagen!

    Vor 2 Tagen•2:15

    261013PC Wir wollen mehr Demokratie wagen! 5 Demokratie feiern Mensch Mahler am 13.10.2026 „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ dieser Satz des neugewählten Bundeskanzlers Willy Brandt in seiner Regierungserklärung am 28. Oktober 1969 in Bonn ist in die Geschichte eingegangen. Man könnte sagen: Nie war er so wertvoll wie heute, dieser Satz. Statt dazusitzen und auf ein Verbot der AfD zu hoffen, kann man auch etwas tun. Nur was? Das will ich in den nächsten Tagen herausfinden. Schön, dass Sie dabei sind. Zu guter Letzt: man kann Demokratie auch mal feiern Sich mit Menschen, die ganz anders denken, wirklich auseinanderzusetzen, kann zäh sein. Diskussionen im Betriebsrat oder der Elternbeiratssitzung sind kleinteilig und mühsam. Bis das Thema einer Bürgerinitiative oder einer Petition auf die politische Ebene durchdringt, ist meist langer Atem nötig. Ganz klar: Demokratie ist oft anstrengend. Deswegen sagen wir, last but not least: Lasst uns Demokratie zwischendurch auch mal feiern! In größerem Rahmen geht das bei Demokratiefestivals, die es in Deutschland in mehreren Regionen gibt. Oder beim Bürgerfest, das der Bundespräsident in Deutschland jedes Jahr rund um den Tag der Demokratie am 15. September veranstaltet, unter anderem mit einem Tag des offenen Schlosses in Bellevue. In Ihrem unmittelbaren Umfeld könnten Sie Demokratie mit einem Nachbarschaftsfest feiern – schließlich geht es bei Demokratie immer auch darum, Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund in den Austausch zu bringen. Und für den Alltag: Machen Sie sich auch die kleinen Schritte und Erfolgsgeschichten bewusst. Am Ende einer zähen Diskussion steht ja mitunter auch eine Annäherung und am Ende der Elternbeiratssitzung oft ein Ergebnis. Wir als Grüne können das ganz gut. In unserem Reutlinger Parteibüro steht immer eine Kiste Bier kalt, und was meinen sie, was los war, als es Cem Özdemir hauchzart geschafft hat, den Ministerpräsidenten für Baden-Württemberg zu stellen? Man muss dabei gewesen sein, um es zu glauben. Also: Demokratie macht nicht nur Arbeit, sondern auch eine Menge Spaß. Ich hoffe, Sie haben Blut geleckt. Würde mich sehr freuen. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Mehr Demokratie wagen!

    Mehr Demokratie wagen!

    Vor 3 Tagen•2:48

    261012PC Wir wollen mehr Demokratie wagen! 4 Sich in einer Partei engagieren Mensch Mahler am 12.10.2026 „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ dieser Satz des neugewählten Bundeskanzlers Willy Brandt in seiner Regierungserklärung am 28. Oktober 1969 in Bonn ist in die Geschichte eingegangen. Man könnte sagen: Nie war er so wertvoll wie heute, dieser Satz. Statt dazusitzen und auf ein Verbot der AfD zu hoffen, kann man auch etwas tun. Nur was? Das will ich in den nächsten Tagen herausfinden. Schön, dass Sie dabei sind. Warum immer „die Anderen“ machen lassen? Jede und jeder kann sich für ein politisches Amt bewerben. Es muss ja nicht gleich das Bundestagsmandat sein. Engagierte Volksvertreterinnen sind auf jeder Ebene gefragt, zum Beispiel im Gemeinderat. Dort kann man das eigene Lebensumfeld unmittelbar mitgestalten. Auch Ortsvereine politischer Parteien greifen die wichtigen Themen in einer Kommune auf und bieten eine Möglichkeit, mitzumachen und Politik selbst in die Hand zu nehmen. Schon mal mit einem solchen Engagement geliebäugelt? Dann wäre jetzt doch eine gute Gelegenheit, aktiv zu werden! Ich muss zugeben, dass ich über weite Strecken meines Lebens nicht parteipolitisch engagiert war. Im Nachhinein halte ich das für einen Fehler. Aber es ist nie zu spät, Fehler zu korrigieren. Ich war einige Jahre Genosse in der SPD. Damals war es auf Landesebene noch eng in Baden-Württemberg. Ich habe Niels Schmidt unterstützt, der 2016 bei den Landtagswahlen Spitzenkandidat der Sozialdemokraten war. Und meine derzeitige Mitgliedschaft hat auch mit Landtagswahlen zu tun. Um zu verhindern, dass Grün-Schwarz in Baden-Württemberg zu Schwarz-Grün unter dem Greenhorn Manuel Hagel, CDU wird, bin ich mit Cem Özdemir in den Wahlkampf gezogen. Es hat dann knapp gereicht, und seitdem bin ich – Bad Uracher wie Özdemir auch – im Kreisverband Reutlingen aktiv. Das kommt mir auch aus dem Grund zugute, dass wir hier eine starke Lobby-Gruppe für Radfahrer haben. Gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC. In den letzten Wochen haben wir sehr viel dafür getan, um als Grüne die absolute Mehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zu verhindern und auch in Berlin weiter mitreden zu können. Fazit: Es macht Spaß, in einer Partei an gemeinsamen Zielen wie soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz zu arbeiten. Ich lerne interessante Leute kennen und erweitere meinen Horizont. Dabei versuche ich, nicht parteipolitisch engstirnig zu denken, sondern das Wohl aller Menschen und auch die Bewahrung der Mitwelt als erstes politisches Ziel zu behalten. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Wir wollen mehr Demokratie wagen!

    Wir wollen mehr Demokratie wagen!

    Vor 4 Tagen•2:03

    261011PC Wir wollen mehr Demokratie wagen! 3 Politische Teilhabe Mensch Mahler am 11.10.2026 „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ dieser Satz des neugewählten Bundeskanzlers Willy Brandt in seiner Regierungserklärung am 28. Oktober 1969 in Bonn ist in die Geschichte eingegangen. Man könnte sagen: Nie war er so wertvoll wie heute, dieser Satz. Statt dazusitzen und auf ein Verbot der AfD zu hoffen, kann man auch etwas tun. Nur was? Das will ich in den nächsten Tagen herausfinden. Schön, dass Sie dabei sind. Heute auch eine äußerst wichtige Geschichte: Zivilgesellschaftliches Engagement Demonstrieren ist ein bisschen in Verruf gekommen. Für manche ist es Freizeitbeschäftigung. Da ist was los, es ist laut und kämpferisch. Fragen sich zwei Jugendliche -selbst erlebt: wogegen demonstrieren wir heute? Antwort: Keine Ahnung. War das jetzt für den Frieden oder gegen die Amis? Egal. Morgen ist auch wieder eine Demo. Ich bin dabei – das macht richtig Bock. Trotz dem Missbrauch von Großveranstaltungen macht man durch die Teilnahme an Kundgebungen und Demonstrationen eigene Überzeugungen und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichtbar. Und jetzt wird’s auch ein bisschen arbeitsintensiv: In Vereinen oder Initiativen mitwirken. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich in Gewerkschaften, Kirchen, NGOs oder lokalen Bürgerinitiativen zu engagieren, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Wir wissen es längst: Alles beginnt mit der Bildung. Es ist schlicht die Grundlage: Demokratische Bildung muss gefördert werden. Und das beginnt bei mit: Mich informieren, Wissen über politische Abläufe weitergeben und Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung nutzen. Wichtig ist dabei, nicht nur seine eigene Meinung bestätigen lassen, sondern sich auf Pro und Contra Argumente einlassen, um eine gut fundierte Meinung und Haltung zu den vielfältigen Themen zu gewinnen. Keiner kann mich daran hindern, jeden Tag ein wenig klüger zu werden. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.

  • Wir wollen mehr Demokratie wagen!

    Wir wollen mehr Demokratie wagen!

    Vor 5 Tagen•2:18

    261010PC Wir wollen mehr Demokratie wagen! 2 Haltung zeigen Mensch Mahler am 10.10.2026 „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ dieser Satz des neugewählten Bundeskanzlers Willy Brandt in seiner Regierungserklärung am 28. Oktober 1969 in Bonn ist in die Geschichte eingegangen. Man könnte sagen: Nie war er so wertvoll wie heute, dieser Satz. Statt dazusitzen und auf ein Verbot der AfD zu hoffen, kann man auch etwas tun. Nur was? Das will ich in den nächsten Tagen herausfinden. Schön, dass Sie dabei sind. Heute auch eine äußerst wichtige Geschichte: Haltung im Alltag zeigen und gegen Desinformation mit guten Argumenten vorgehen. Haltung beginnt mit Widersprechen. Gegen Hass, Hetze und menschenfeindliche Äußerungen im Bekanntenkreis, am Arbeitsplatz oder im Internet klar Stellung beziehen. Das ist oft unbequem, man muss damit rechnen, ausgelacht, bekämpft und angefeindet zu werden, wenn man sich gegen eine Mehrheitsmeinung – wie „alle Migranten sind Sozialschmarotzer“ aussprecht. Am besten ist es, wenn man Beispiele parat hat, dass es auch ganz anders gelagerte Biografien gibt. Das garantiert nicht, dass man seine Haltung durchsetzen kann. Aber man hat nicht geschwiegen – und vielleicht die eine oder den anderen ein wenig zum Nachdenken gebracht. Wir leben in einer Zeit der Fake News. Falschinformationen korrigieren ist das Gebot der Stunde. Kritisch mit Nachrichten in sozialen Medien umgehen, Quellen prüfen und Falschmeldungen sachlich richtigstellen. Wichtig: immer gut und sauber recherchiert aus mehreren zuverlässigen Quellen. Bitte nie die Recherche allein KI überlassen. Und dann: Nicht von oben herab, sondern auf Augenhöhe diskutieren: Den Austausch mit Andersdenkenden suchen, ohne demokratische Grundwerte aufzugeben. Nie die Waffen derer benutzen, die mit Vorurteilen, Hass und Häme unterwegs sind. Ich lebe schon lange mit einem Zitat von Erich Kästner: „So tief dürft ihr nicht sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.“ Das heißt: niemals auf Stammtischniveau sinken – aber bitte ohne Überheblichkeit. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.