Menschen aus 46DREI
Menschen aus 46DREI

Menschen aus 46DREI

Jens Grotstabel


Podcast

In diesem Podcast spricht Jens Grotstabel mit Menschen, die aus Bocholt kommen, hier leben, arbeiten – oder die auf ihre ganz eigene Weise mit dieser schönen Stadt im Münsterland verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten, ehrliche Meinungen und besondere Lebenswege. Abseits von Lärm, Aufregern und schnellen Urteilen entsteht Raum für Gespräche: über Alltag und Träume, über Engagement, Herausforderungen und Ideen für die Zukunft. Ein Podcast für alle, die Bocholt lieben, neu entdecken wollen – oder einfach Lust auf gute Gespräche mit spannenden Menschen aus #46DREI haben.

Alle Folgen

  • Berthold Renzel – Landwirtschaft zwischen Verantwortung, Innovation und regionaler Wertschöpfung

    23.04.20261:01:48

    In dieser Episode sind wir zu Gast in der kleinen Wurstmanufaktur von Berthold Renzel in Rhede. Berthold ist nicht nur Inhaber des Betriebs, sondern auch Vorsitzender des landwirtschaftlichen Stadtverbandes Bocholt (LSB) – und jemand, der Landwirtschaft ganzheitlich denkt. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um die Aufgaben des LSB, um politische Rahmenbedingungen und vor allem um die Frage, wie Landwirtschaft, Energiewende und gesellschaftliche Erwartungen zusammengebracht werden können. Berthold macht deutlich: Die Landwirtschaft ist nicht grundsätzlich gegen Solarstrom oder erneuerbare Energien. Photovoltaik gehört für ihn auf Dächer, Parkplätze oder versiegelte Flächen – nicht auf Böden, auf denen Nahrung produziert wird. Gerade dort, wo Solarstrom entsteht, könnten Elektroautos direkt geladen werden, etwa auf Firmengeländen oder Parkplätzen. Ergänzt wird dieses Bild durch Biogasanlagen, die laut Berthold besonders in der dunklen Jahreszeit eine wichtige Rolle spielen. Biogas ist für ihn die optimale Ergänzung zu Solar-, Wind- und Wasserkraft – vor allem, weil Landwirte seit jeher in Kreisläufen denken. Dazu gehören auch die Ausscheidungen von Nutztieren. Ein weiteres Thema: regionale Wertschöpfung. Berthold erzählt, wie anspruchsvoll der Anbau von Braugerste für das eigene Bier ist – und wie aus einer Idee ein Produkt wurde, das Landwirtschaft, Handwerk und Region verbindet. Es geht um Qualität, Identität und darum, Wertschöpfung in der Region zu halten. Auch Biodiversität spielt dabei eine Rolle: Ackerrandstreifen, Sonnenblumenflächen oder soziale Projekte zeigen, dass Landwirtschaft mehr ist als reine Ertragsmaximierung. Kritisch wird es beim Blick auf internationale Handelsabkommen. Das Mercosur-Abkommen setzt die heimische Landwirtschaft massiv unter Druck – finanziell, aber auch qualitativ. Berthold erklärt, warum Produkte aus Südamerika mit niedrigeren Umwelt- und Tierwohlstandards hierzulande konkurrieren dürfen und weshalb dort Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, die bei uns seit Jahrzehnten verboten sind. Auch gesellschaftliche Debatten kommen zur Sprache: Warum werden Klimaproteste anders wahrgenommen als Proteste zum Agrardiesel? Für Berthold ist klar, dass das Recht auf Demonstration für viele Themen genutzt werden sollte – denn Probleme gibt es genug. Gleichzeitig zeigt er, wie innovativ Landwirtschaft heute bereits ist: kleinere Elektrogeräte, Hackroboter, die Beikraut von Nutzpflanzen unterscheiden können. Bei großen Traktoren stößt Elektromobilität aktuell noch an Grenzen – vor allem wegen der langen Laufzeiten. Ein zentrales Anliegen bleibt der Verbraucher. Wer sich mehr mit der Herkunft von Lebensmitteln beschäftigt, unterstützt automatisch die ansässige Landwirtschaft. Berthold spricht offen über vegane und vegetarische Ernährung als wirtschaftlichen Faktor, über Qualitätsunterschiede bei Lebensmitteln wie Butter und Margarine – und darüber, warum Qualität auch ihren Preis hat. Er selbst setzt auf natürliches Essen statt hochverarbeiteter Produkte. Hofläden sieht Berthold als wichtigen Ort des Austauschs. Hier entstehen Gespräche, Verständnis und Nähe. Das erfolgreichste Produkt in seinem Laden? Der Mittagstisch im Glas – frisch gekocht, schnell warm gemacht, ehrlich und nicht hochverarbeitet. Dazu kommen regionale Besonderheiten wie Lupinenkaffee und ein Sortiment, bei dem jedes Produkt eine Geschichte erzählt. Am Ende wird es persönlich. Für Berthold ist das Wichtigste, abends ruhig einschlafen zu können. Große Klagen liegen ihm fern – in Bocholt habe man eigentlich alles, was man braucht. Oder wie er selbst sagt: „Der Tag hat 24 Stunden – und wenn wir mittags durcharbeiten, auch noch ’ne Stunde mehr.“ Eine Folge über Verantwortung, Haltung und die klare Einladung: Versucht da zu kaufen, wo es produziert wird.

  • Stefan Horak – Schlafgesundheit, Unternehmergeist und CoWorking

    09.04.20261:00:19

    In dieser Episode sind wir in der Etage 3 in Bocholt zu Gast und sprechen mit Stefan Horak, dem Gründer von 1a Zzzleep und Unternehmer mit einer sehr persönlichen Geschichte. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um Schlafgesundheit, Selbstständigkeit und die Frage, wie moderne Arbeitswelten unsere Innenstädte verändern können. Stefan erzählt offen von seinen eigenen Schlafproblemen, die letztlich der Auslöser für die Entwicklung seiner Schlafmaske waren. Dabei wird schnell klar: Schlafgesundheit ist ein riesiges Thema – und viele Menschen wissen gar nicht, wie viele Hilfsmittel und Möglichkeiten es gibt, den eigenen Schlaf nachhaltig zu verbessern. Besonders der Tiefschlaf spielt dabei eine zentrale Rolle, denn er ist nur bei absoluter Dunkelheit möglich. Evolutorisch ist der Mensch darauf programmiert, selbst kleinste Lichtquellen wahrzunehmen – und wird dadurch aus dem Tiefschlaf geholt. Im Gespräch geht es auch um klare Abgrenzungen: Bei Schlafapnoe helfen keine Lifestyle-Tipps mehr, sondern nur Sauerstoffversorgung und der Gang zu spezialisierten Ärztinnen und Ärzten. Stefan zeigt auf, wie groß der Markt inzwischen ist – allein 2024 lag das Volumen der Schlafgesundheitsbranche bei über 50 Milliarden Euro. Neben Technik und Produkten spricht Stefan aber vor allem über einfache, natürliche Wege zu besserem Schlaf: ein warmes Bad, ein Fußbad, bewusste Abendroutinen – und vor allem das Weglassen des Handys vor dem Einschlafen. Eine besondere Geschichte erzählt er rund um eine blubbernde Trinkflasche, die ihn auf die Idee brachte, Duftstoffe in eine Schlafmaske zu integrieren, um das Einschlafen zu erleichtern und den Tiefschlaf zu fördern. Denn genau dieser Tiefschlaf kann dabei helfen, Erkrankungen wie Alzheimer vorzubeugen. Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Stefans unternehmerischer Weg. Er berichtet von einer privaten Veränderung, die so nicht geplant war – und letztlich den Schritt in die Selbstständigkeit ausgelöst hat. Offen spricht er auch über die Schattenseiten: darüber, wie enttäuschend es sein kann, viel Zeit, Herzblut und Geld in Social Media zu investieren, ohne sofort den gewünschten Erfolg zu sehen. Warum er sich bewusst für einen Arbeitsplatz im CoWorking Space der Etage 3 entschieden hat, erklärt Stefan ebenfalls: um unter Menschen zu sein, Netzwerke aufzubauen, neue Impulse zu bekommen – und mitten im Zentrum von Bocholt zu arbeiten. Gerade wenn konzentriertes Arbeiten zuhause aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, bieten CoWorking Spaces eine echte Alternative. Hier arbeiten Menschen aus Bocholt für Unternehmen in anderen Städten und Ländern – eine Entwicklung, die durch Corona grundlegend beschleunigt wurde. Auch im Bereich New Learning spielen CoWorking Spaces eine immer größere Rolle. Netzwerken ist dabei für Stefan essenziell, denn niemand lernt jemals aus – neue Perspektiven und Impulse sind der Schlüssel für persönliches und berufliches Wachstum. Gleichzeitig verändert der Onlinehandel das Verhalten der Menschen massiv. Um Innenstädte als gesellschaftliche Zentren lebendig zu halten, braucht es neue Nutzungen wie CoWorking, Begegnungsräume und moderne Arbeitsmodelle. Eine Folge über Schlaf, Gesundheit und Unternehmertum – und darüber, wie neue Arbeitsformen dazu beitragen können, unsere Innenstädte auch in Zukunft lebendig zu halten.

  • Lif Greta Licht – Haltung zeigen, Vielfalt leben und Demokratie verteidigen

    26.03.202659:25

    In dieser Episode ist Lif Greta Licht zu Gast – Vorsitzende von Bocholt bleibt bunt, engagierte Demokratin und eine Frau, die klare Haltung zeigt, auch wenn es unbequem wird. Jens Grotstabel spricht mit ihr über zivilgesellschaftliches Engagement, über Mut zur Sichtbarkeit und darüber, warum Demokratie kein Selbstläufer ist. Ein Thema des Gesprächs ist die große Demonstration im Januar 2024, bei der rund 8.500 Menschen in Bocholt gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt gesetzt haben. Lif schildert sehr persönlich, wie sie diesen Tag erlebt hat – zwischen Gänsehautmomenten, Verantwortung und der Erkenntnis, wie groß der Wunsch vieler Menschen nach Austausch und Haltung ist. Doch eine Demo allein reicht nicht. Deshalb geht es auch darum, was aktuell geplant ist, um Menschen weiter zu mobilisieren: Stammtische für Gleichgesinnte, offene Gesprächsräume und niedrigschwellige Angebote für all jene, die diese Themen nicht mehr auf Familienfeiern diskutieren können oder wollen. Dabei wird deutlich, wie schwierig es geworden ist, demokratisches Engagement zu zeigen, ohne vorschnell als „linksextrem“ abgestempelt zu werden. Lif spricht offen darüber, was es bedeutet, wenn solche Zuschreibungen Angst machen – bis hin zur Sorge um den eigenen Beruf. Klar wird dabei: Wer sich für die Gesellschaft einsetzt, darf keine Angst um seinen Job haben müssen. Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der erste Bocholter CSD und die Bedeutung des Vereins Bocholt Pride für eine offene Stadtgesellschaft. Es geht um Sichtbarkeit, um Solidarität und um die Überzeugung, dass jeder Mensch leben und lieben darf, wie er oder sie möchte – und dass diese Freiheit immer wieder verteidigt werden muss. Auch Bildung und Nachwuchs kommen zur Sprache: Warum findet eine VHS-Veranstaltung zur Demokratieförderung 2024 nicht statt, obwohl gerade junge Menschen Halt, Orientierung und Räume für Austausch brauchen? Und wie passt das zu dem Anspruch, demokratisches Engagement zu stärken? Neben dem politischen Engagement lernen wir Lif auch beruflich kennen. Sie erklärt ihren Weg zur staatlich anerkannten Erzieherin, erzählt von der Arbeit mit U3-Kindern und davon, wie viel Freude es macht, Kinder für die kleinen Wunder des Alltags zu begeistern – zum Beispiel, wenn ein Schmetterling vorbeifliegt. Gleichzeitig spricht sie über die enormen Belastungen in Kitas während der Corona-Zeit und über den weiterhin massiven Personalmangel in Erziehung und Pflege, trotz spannender und sinnstiftender Berufswege. Abschließend geht es um ihre Motivation, sich als festes Ausschussmitglied im Schulausschuss des Kreises Bocholt einzubringen – und um die große Frage, wie politisches Engagement mit Privat- und Berufsleben vereinbar sein kann. Denn nur wenn das gelingt, können Menschen aus allen Alters- und Lebensbereichen für politische Arbeit gewonnen werden. Eine Folge über Haltung, Verantwortung und die Überzeugung, dass Engagement sich lohnt – gerade jetzt.

  • Daniel Groß-Holtick – Unternehmergeist, moderne Wärme und Padel-Tennis als Ausgleich

    12.03.202652:30

    In dieser Episode ist Daniel Groß-Holtick zu Gast – Geschäftsführer der Bädergalerie in Bocholt. Gemeinsam mit Jens Grotstabel spricht er über seinen Weg in die Selbstständigkeit und darüber, wie aus einer Abteilung der Firma Elsinghorst ein eigenständiges Unternehmen entstanden ist. Ein Schritt, der Mut gebraucht hat – vor allem, weil Daniel zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 24 Jahre alt war. Viel zu verlieren hatte er damals aus seiner Sicht nicht. Heute ist er froh, dass er sich getraut hat. Daniel erzählt von den Anfängen der Bädergalerie, den Herausforderungen beim Aufbau einer eigenen Marke und davon, warum der Name im Zusammenhang mit Heizungen zunächst erklärungsbedürftig war. Schnell wird deutlich, dass es ihm nicht nur um Produkte geht, sondern um ganzheitliche Lösungen, ehrliche Beratung und langfristiges Denken – gerade in einem Handwerk, das sich stark im Wandel befindet. Ein zentrales Thema der Folge ist der Umzug auf die Industriestraße während der Corona-Pandemie. Ein riesiger Kraftakt für das gesamte Team, geprägt von Unsicherheit, organisatorischen Herausforderungen und gleichzeitig dem festen Willen, weiter nach vorne zu gehen. Rückblickend ein mutiger Schritt, der die Bädergalerie nachhaltig geprägt hat. Inhaltlich geht es auch um Energie, Effizienz und viele Vorurteile. Daniel spricht offen darüber, warum die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen – besonders in Altbauten – häufig unterschätzt und schlecht geredet wird. Er erklärt, ab wann eine Wärmepumpe wirklich effizient arbeitet, welche Voraussetzungen wichtig sind und warum differenzierte Betrachtung wichtiger ist als pauschale Aussagen. Ein weiterer spannender Aspekt des Gesprächs führt ins Badezimmer – genauer gesagt zu modernen WC- und Sanitärlösungen. Daniel erklärt die Unterschiede zwischen japanischen und deutschen Toilettenkonzepten und warum diese nicht nur ein Komfort- oder Wellness-Thema sind, sondern auch im Bereich Pflege, Selbstständigkeit und Lebensqualität eine immer größere Rolle spielen. Abseits des Berufs findet Daniel seinen Ausgleich beim Padel-Tennis. Er spricht darüber, wo der Sport aktuell steht, warum die Digitalisierung ein echter Game-Changer ist und weshalb Padel Tennis in den Niederlanden deutlich weiter verbreitet ist als bei uns in Deutschland. Und ganz nebenbei stellt sich die Frage, wann es endlich eine öffentliche Padel-Halle in Bocholt gibt – damit auch die Bocholter im Online-Ranking weiter nach oben klettern können. Eine Folge über mutige Entscheidungen, unternehmerisches Denken und moderne Handwerksbetriebe – und darüber, wie wichtig es ist, neue Wege zu gehen, auch wenn der Zeitpunkt herausfordernd erscheint.

  • Christian Mangen – Bürgermeister von Bocholt zwischen Rathaus und Familie

    26.02.202646:53

    In dieser Episode ist Christian Mangen zu Gast – amtierender Bürgermeister der Stadt Bocholt. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um moderne Führung, politische Zusammenarbeit und die Frage, wie man Verantwortung trägt, ohne dabei die eigene Familie aus dem Blick zu verlieren. Christian Mangen spricht offen über seine Arbeit im Rathaus und darüber, warum Vertrauen für ihn ein zentraler Führungswert ist: "Der Verwaltungsvorstand arbeitet effizienter, wenn er Gestaltungsfreiheit hat – und genau diese Freiheit gebe ich diesem." Die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat beschreibt er als konstruktiv und lösungsorientiert. Viele Projekte seien bereits angestoßen, andere gut vorbereitet – jetzt gehe es darum, sie gemeinsam für Bocholt umzusetzen. Ein wichtiges Thema der Folge ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – auch im Amt des Bürgermeisters. Christian Mangen macht deutlich, dass er Vater für seine Tochter sein möchte und fest davon überzeugt ist, dass ihn das nicht zu einem schlechteren Bürgermeister macht. Auch seine Frau hat einen eigenen Beruf und feste Termine – Verantwortung bedeutet für ihn daher auch, Prioritäten fair zu teilen und nicht automatisch die eigenen Termine über alles zu stellen. Der Blick auf Bocholt selbst spielt eine große Rolle: Ob beim Spaziergang entlang der Aa, durch die Innenstadt oder im täglichen Unterwegssein zu Fuß – so nimmt er die Stadt bewusst wahr. Dabei geht es auch um Themen wie Hochwasserschutz: Sowohl der Aa-See als auch die Bocholter Aa erfüllen eine wichtige Funktion für die Sicherheit der Stadt. Politische Teilhabe ist ihm ein echtes Anliegen. Jede Bürgerin und jeder Bürger, den man politisch mitnimmt, sei ein Wert für sich – deshalb plädiert er dafür, Ratssitzungen auch online zugänglich zu machen. Transparenz und Zugänglichkeit stärken das Vertrauen in die Kommunalpolitik. Mit Respekt blickt Christian Mangen auf seinen Vorgänger Thomas Kerkhoff zurück. Ein fleißiger Bürgermeister, der viel Zeit und Energie – oft auf Kosten der eigenen Familie – in das Amt investiert hat. Vieles, was heute umgesetzt wird, sei von ihm vorbereitet worden und bringe Bocholt nachhaltig nach vorne. Abseits des Rathauses zeigt sich der Bürgermeister nahbar: Er kocht gerne, isst gerne und ist sportlich unterwegs. Beim Bocholter Citylauf 2026 geht er über die 10-Kilometer-Distanz an den Start – mit dem klaren Ziel, unter 60 Minuten zu bleiben. Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorne: Bocholt müsse grenzüberschreitend stärker als Marke sichtbar werden. Ein Spaziergang an der Aa und durch die Innenstadt – genau diese Mischung mache Bocholt aus und zeige, wofür die Stadt steht. Eine Folge über Führung mit Haltung, politische Verantwortung und darüber, wie man eine Stadt nicht nur verwaltet, sondern wirklich lebt.

  • Birgit Unland – Zwischen Digitalisierung, Sicherheit und der Frage, wie menschlich IT sein muss

    12.02.20261:02:15

    In dieser Episode ist Birgit Unland zu Gast – und diesmal wird es bewusst etwas technischer. Gemeinsam mit Jens Grotstabel spricht sie über die Digitalisierung von Unternehmen und Kommunen und darüber, warum dieser Wandel weit mehr ist als ein reines IT-Projekt. Denn Veränderung in der IT ist immer auch ein menschliches und finanzielles Thema: Es geht um Menschen, um Arbeitsweisen, um Vertrauen – und natürlich um Investitionen, die gut durchdacht sein wollen. Ein zentrales Fokusthema dabei ist die Informationssicherheit, also der Schutz der eigenen Daten und Informationen. Digitale Angriffe auf Unternehmen finden mittlerweile täglich statt, und genau deshalb wird Sicherheit zur Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Digitalisierung. Birgit macht in der Folge klar: Einen schlechten analogen Prozess einfach zu digitalisieren, macht ihn nicht besser – sondern nur digitalisiert schlecht. Prozesse müssen an der Wurzel hinterfragt und verändert werden, bevor man sie digital abbildet. Gleichzeitig ist Digitalisierung etwas Positives: Unternehmen und Kommunen wollen sich selbst challengen, effizienter werden und besser arbeiten. Voraussetzung dafür ist jedoch ein solider Sicherheitsstandard, der Schutz vor Angriffen von außen bietet. Gerade hier sieht Birgit einen echten Wettbewerbsvorteil für Deutschland, denn kaum irgendwo ist Informationssicherheit so umfassend verankert. Außerdem sprechen die beiden über Teamarbeit in der IT – ohne Trennung in männlich oder weiblich, sondern mit Fokus auf Qualifikation und Leistung. Ein weiterer Blick geht auf Social Media: Während der Umsatz in Europa generiert wird, wird er in den USA gebündelt. Was das für gesellschaftliche und politische Entwicklungen bedeutet, insbesondere mit Blick auf die USA, Russland und die Ukraine, wird ebenso diskutiert wie die Frage, wie wir mit Online-Schlagzeilen umgehen sollten. Birgits Appell zum Schluss: wieder mehr persönliche Begegnungen, mehr kritisches Hinterfragen und ein bewussterer Umgang mit dem, was uns digital täglich begegnet.