Annette Grümer-Weyers & Gisbert Bresser – Zusammenarbeit, Vertrauen und Politik zwischen GRÜNEN und CDU in Bocholt
04.06.2026•1:10:01
In dieser Episode von „Menschen aus #46DREI“ sitzen Annette Grümer-Weyers und Gisbert Bresser gemeinsam am Tisch – die Fraktionsvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU in Bocholt. Im Mittelpunkt steht diesmal weniger die reine Politik, sondern die Menschen dahinter. Ihre Wege, ihre Erfahrungen und die Frage, wie viel persönliches Engagement es braucht, um Kommunalpolitik auf diesem Niveau neben dem Privatleben bzw. dem Beruf zu stemmen. Annette Grümer-Weyers ist eher zufällig in die Rolle der Fraktionsvorsitzenden hineingewachsen, nachdem Michael Jansen die Position aus beruflichen Gründen abgeben musste. Ihr eigener Lebensweg ist geprägt von vielen Stationen. Sie hat als Lehrerin in unterschiedlichen Ländern gearbeitet und ihre Kinder in Finnland großgezogen. Besonders wichtig ist ihr die Arbeit mit jungen Menschen, auch dann, wenn es dabei mal zu Reibung oder klaren Differenzen kommt. Gisbert Bresser war bereits in der vergangenen Legislatur Fraktionsvorsitzender. Sein beruflicher Hintergrund liegt in der Betriebswirtschaft und im Handel. Mit unternehmerischem Denken und persönlichem Risiko hat er selbst ein Unternehmen aktiv umgestaltet und kennt daher sowohl wirtschaftliche als auch organisatorische Herausforderungen aus der Praxis. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sehr sich Kommunalpolitik und Privatleben gegenseitig beeinflussen. In einem ruhigem Gespräch lassen sich komplexe Themen, wie die Sanierung des Rathauses, oft ganz anders erklären als zwischen Tür und Angel im politischen Alltag. Ein besonderer Schwerpunkt der Folge ist die Zusammenarbeit zwischen CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bocholt. Der Weg zu einer gemeinsamen Linie war nicht selbstverständlich und hat auch privat Spuren hinterlassen. Gleichzeitig zeigt sich, der menschliche Faktor spielt eine entscheidende Rolle. Aus gegenseitigem Respekt ist eine Arbeitsatmosphäre entstanden, die konstruktive Politik möglich macht. Gerade bei den jüngeren Parteimitgliedern war der Annäherungsprozess nicht immer einfach. Und doch bleibt genau das eine der zentralen Aufgaben, unterschiedliche Positionen zusammenzubringen, Konflikte auszuhalten und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Als gelebte Demokratie in Bocholt. Anhand konkreter Themen wie dem Nordring oder der Diskussion um eine mögliche zweite Gesamtschule wird deutlich, wie unterschiedlich politische Ansätze sein können und wie wichtig es ist, trotzdem gemeinsame Wege zu finden. Heute gilt, keine Partei erreicht mehr allein eine absolute Mehrheit. Kompromisse sind daher keine Ausnahme, sondern Alltag. Entscheidend ist dabei das gemeinsame Ziel, den besten Weg für die Stadt zu finden, getragen von Vertrauen. Zu den großen gemeinsamen Vorhaben zählt sowohl die Beseitigung des Sanierungsstaus an Bocholter Schulen als auch die Weiterentwicklung der Innenstadt hin zu einem echten Lebensmittelpunkt, den sich viele Bürgerinnen und Bürger wünschen. Auch das Rathaus spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Hauptgebäude soll und wird bis Ende 2027 fertiggestellt werden.