Jule Wanders – Kultur, Bildung und kreative Räume für Bocholt
Jule Wanders – Kultur, Bildung und kreative Räume für Bocholt

Jule Wanders – Kultur, Bildung und kreative Räume für Bocholt

Menschen aus 46DREI


Vor 4 Tagen • 49 Min.

In dieser Episode ist Jule Wanders zu Gast, Fachbereichsleitung Kultur und Bildung bei der Stadt Bocholt. Sie ist für mehr als 100 Kolleg*innen verantwortlich und spricht mit Jens Grotstabel über Kultur, Bildung und die vielen Veränderungen, die Bocholt gerade bewegen. Jule liebt ihren Job. Und ihre eigene Geschichte passt dazu: „Ich hatte genetisch fast keine Chance, etwas anderes zu studieren als Musik.“ Im Gespräch erzählt sie, warum Kultur für sie vor allem Begegnung bedeutet und warum es manchmal auch darum geht, einfach etwas auszuprobieren: „Der Künstler, der ist cool. Ob der im Kubaai stehen könnte? Mal gucken, wie teuer der ist.“ Ein großer Teil des Gesprächs dreht sich um das Lernwerk. Ein riesiges Projekt, das ein Mehrwert für die gesamte Bocholter Bevölkerung sein soll. Rund 1.000 Menschen sind an einem Donnerstag im Haus. „Wenn man hier durch das Haus geht ist niemand, der guckt, als müsste er zum Zahnarzt gehen.“ Der Weg dorthin war fordernd und anstrengend, aber für Jule jede Mühe wert. Auch auf dem Kubaai Areal ist immer etwas los. Mit dem Appendix ist ein neuer Raum entstanden, in dem Künstler*innen ihre Arbeiten zeigen können. Gleichzeitig soll Kultur nicht nur an zentralen Orten stattfinden. Auch die Stadtteile und Quartiere gehören für Jule ganz selbstverständlich dazu. Eine mobile Bühne soll künftig zusätzliche Möglichkeiten schaffen, Musik und Theater direkt zu den Menschen zu bringen. Es geht außerdem um die Zukunft des Stadttheaters, den geplanten Neustart mit neuer Technik und Bühne im Jahr 2028 und um die Frage, was mit Stadtmuseum und Stadtarchiv im Herzen Bocholts entstehen soll. Für Jule ist klar: „Das Stadtarchiv ist das Gedächtnis der Stadt Bocholt.“ Eine Folge über Kultur, neue Räume und eine Stadt im Wandel. Und über eine Frau, die nach 30 Jahren bei der Stadt vor allem eines gelernt hat: „Was man lernt ist Geduld in Prozessen.“