#11 Warum es 2026 echte Männer braucht
Niko und David
Gestern • 56 Min.
David spritzt sich als kleiner Junge Wasser ins Gesicht, damit nach der Schultoilette niemand die zwei Urin-Tropfen auf der Hose sieht. Über dreißig Jahre später sitzen wir am Tisch und verstehen zum 1. Mal, wovor er damals eigentlich Angst hatte. Diese Folge war so nicht geplant, also so gar nicht. Die Idee zu dieser Folge hatten wir schon vor Monate aufgeschrieben und dann gemeinsam an einem Abend so viel erlebt, dass wir uns am nächsten Morgen einfach hingesetzt, reflektiert und aufgenommen haben. Es geht um Männlichkeit, um weibliche und männliche Energien im Raum und um die Frage, warum so viele von uns irgendwann in den Kopf geflüchtet sind und da hängengeblieben. Ja, auch wir beiden! Wir reden über Kindheiten, in denen kaum Männer da waren. Über das Bedürfnis nach Nähe, das immer größer wird, je öfter man es an der falschen Stelle stillt. Über Rollen, die wir spielen, bis echte Begegnung gar nicht mehr möglich ist. Und über die Momente, in denen die "männliche Maschine" stockt und genau das ein Geschenk sein kann. Das ist keine Abrechnung mit irgendeinem Geschlecht! Es ist der Versuch von uns zwei als Männer, ehrlich über sich selbst zu reden, mit allem, was daran unangenehm ist. Was wäre, wenn das Mutigste, was du diese Woche tun kannst, nicht ein Sprung von einer Klippe ist, sondern vielleicht ein Anruf, den du seit Tagen aufschiebst? Hinweis: In dieser Folge geht es unter anderem um körperliche und seelische Gewalt in der Kindheit und um sexuellen Missbrauch. Wenn dich das gerade zu sehr trifft, mach einfach Pause. Alles was du hier hörst sind Erfahrungen, Perspektiven und Meinungen – keine Therapie, keine Heilversprechen, keine Anleitung. Manche Themen berühren intensive Lebensbereiche. Wenn es zu viel wird, mach einfach Pause. Wirklich einfach abschalten.