Hormuz-Blockade: Warum der grosse Ölschock ausgeblieben ist
NZZ Akzent
Heute • 13 Min.
Über hundert Tage lang war die Strasse von Hormuz blockiert. Doch während Analysten einen dramatischen Preissprung befürchteten, blieb die globale Wirtschaft verschont. In dieser Podcast-Folge erklärt NZZ-Pro-Redaktorin Catherine Bosley die Hintergründe. Anfang März griffen die USA und Israel Iran an. Als Reaktion blockierte Iran die Meerenge bei Hormuz - der Ölpreis stieg an, Analysten rechneten mit dem Schlimmsten. Drei Monate später lässt sich feststellen: Länder wie Indien und die Philippinen haben mit Knappheiten bei Brennstoff zu kämpfen. In den Industrieländern in Europa und Nordeuropa ist ein unkontrollierbarer Ölschock aber ausgeblieben. Einerseits habe es China geschafft, die Öl-Importe drastisch herunterzufahren, sagt Bosley. Andererseits hätten die USA in den letzten Wochen mehr Erdöl exportiert, als vor dem Krieg. Auch die strategischen Notreserven der internationalen Energieagentur halfen, die Notlage zu überbrücken. Heutiger Gast: Catherine Bosley, Redaktorin NZZ Pro Host: Alice Grosjean Redaktion: David Vogel Die Analyse von Catherine könnt ihr auch in der NZZ nachlesen: https://www.nzz.ch/pro/dank-china-und-den-usa-ist-die-ganz-grosse-energiekrise-ausgeblieben-doch-fuer-entwarnung-ist-es-noch-zu-frueh-ld.10011338 Hier findet ihr weitere Artikel von Catherine zum Thema Geoökonomie: https://www.nzz.ch/impressum/catherine-bosley-ld.1918458