NZZ Weekend
NZZ Weekend

NZZ Weekend

NZZ am Sonntag


Podcast

NZZ Weekend ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Chefredaktor und Host Beat Balzli spricht mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur darüber, wie und warum sie wurden, wer sie heute sind. Es geht um ihre Herkunft, Weltbilder, Leidenschaften, Niederlagen, Erfolge und aktuelle Herausforderungen. Es geht um das Menschsein im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Mit dabei im Host-Team sind Autorin Nicole Althaus und Feuilletonchef Peer Teuwsen.

Alle Folgen

  • Ambivalenz und Architektur: Jacques Herzog über eine lebenslange Freundschaft und die Frage, was Räume mit uns machen

    12.06.202653:02

    Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen trifft Jacques Herzog, den weltberühmten Basler Architekten und Mitbegründer von Herzog & de Meuron, dem Büro hinter der Elbphilharmonie, der Tate Modern und dem Olympiastadion in Peking. Herzog erzählt, wie er mit sechs Jahren in der Primarschule Pierre de Meuron traf und nie wieder losliess, warum er Chemie studierte, bevor er zufällig zur Architektur kam und weshalb er sich bis heute schwertut, sich schlicht als Architekt zu bezeichnen. Es geht um das erste Projekt, das blaue Haus in Oberwil mit seinen schielenden Bullaugen, um die Frage, wie eine Tür mehr als nur ein auf- und zugehen sein kann, und um den Unterschied zwischen Ambivalenz und Ideologie. Dazu: Servietten-Skizzen als Glücksmomente, Le Corbusier als warnendes Beispiel, und warum das Zeitalter des Stararchitekten vorbei ist. Und: Jacques Herzog verrät seinen bescheidenen letzten Wunsch. Gast: Jacques Herzog, Architekt und Mitgründer von Herzog & de Meuron Host: Peer Teuwsen Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast

  • Robo-Mobbing und Medienpanik: EPFL-Professor Marcel Salathé über die Frage, ob uns die KI dumm und arbeitslos macht

    05.06.20261:03:16

    In der Corona-Zeit war er das Gesicht der digitalen Pandemiebekämpfung, jetzt gilt er als der KI-Versteher der Schweiz: Professor Marcel Salathé ist Epidemiologe und Co-Leiter des AI Centers an der EPFL in Lausanne. Salathé wollte ursprünglich Rockstar werden: Er spielte Keyboard in der Band Phébus und war Vorgruppe von Lenny Kravitz, ehe er eine wissenschaftliche Karriere einschlug. In der Corona-Zeit wurde er als Mitentwickler der SwissCovidApp zum Gesicht der digitalen Pandemiebekämpfung – und als «aktivistische Diva» beschimpft, weil ihm alles zu langsam ging. Im Gespräch mit Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli geht es um Medienpanik bezüglich der Künstlichen Intelligenz und Horrorszenarien als Geschäftsmodell, um Robo-Mobbing als attraktives Narrativ oder auch um Geoffrey Hintons Fehlprognose über Radiologen, die in Zukunft angeblich nicht mehr gebraucht würden. Salathé spricht über die Schuldenbremse als «Version 1.0 einer Software», die Schweiz als drohende digitale Kolonie und weshalb er ihr als KI-Standort nur die Note 4,5 gibt. Ausserdem: Warum seine Frau und er den gemeinsamen Kindern Social Media erst ab 16 erlauben, wie seine Frau als Winzerin KI-Tools nutzt, weshalb er täglich mindestens eine Stunde Baby Grand spielt – und was sein grösster Traum ist, den er unbedingt noch verwirklichen will. Gast: Marcel Salathé, Epidemiologie-Professor, Co-Leiter AI-Center an der EPF in Lausanne Host: Beat Balzli Produktion: Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast

  • FDP-Co-Präsidentin Vincenz-Stauffacher über Liberalismus, Netzstrümpfe, Baukräne und Debatten mit Schwiegersöhnen

    29.05.20261:09:43

    FDP-Co-Präsidentin Susanne Vincenz-Stauffacher spricht mit Host und Chefredaktor der NZZ am Sonntag über den schwierigen Stand des Liberalismus, die Spaltung der FDP in der EU-Frage, den Umgang mit der 10-Millionen-Initiative, und warum die Schweizerinnen und Schweizer vergessen haben, was sie reich gemacht hat. Es geht um den Zeitgeist, der die Vollkaskogesellschaft zunehmend stärker zu gewichten scheint als die Eigenverantwortung. Vincenz-Stauffacher erzählt vom Hellebarden-Klamauk am Familientisch mit SVP-Schwiegersohn Mike Egger, über frauenfeindlich beschmierte Wahlplakate, Karin Keller-Sutters Strafanzeige und den heftigen Streit um die UBS-Kapitalanforderungen. Und was sie auch verrät: Warum sie einst Pudelfriseuse werden wollte, mitunter schrille Outfits trägt und was ihre grössten Träume sind. Spoiler: Eine Einladung zum Zürcher Sechseläuten gehört auch dazu.

  • Scham, Skripte und Schlafzimmertüren: Sexualtherapeutin Karoline Bischof über das, worüber wir nicht reden

    22.05.20261:01:56

    «NZZ Weekend» ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Host und NZZaS-Autorin Nicole Althaus trifft Karoline Bischof, Gynäkologin, klinische Sexologin und Mitbegründerin des Zentrums für Interdisziplinäre Sexologie und Medizin in Zürich. Bischof erzählt, wie ein feministischer Funken im Triemli Spital und ein Studienjahr in San Francisco sie zur profiliertesten Sexualtherapeutin der Schweiz gemacht haben – inklusive Pflichtprogramm: hundert Stunden Porno schauen für die Ausbildung. Es geht um sexuelle Skripte, die schon auf dem Wickeltisch beginnen, um Schmerzen, die junge Frauen für normal halten, und warum der Mythos vom natürlichen Sex einer der schädlichsten überhaupt ist. Dazu: Orgasmus-Gap, Rough-Sex-Trend, Genitaloperationen aus dem Pornokanal – und warum Verführung eigentlich mit Empathie beginnt, nicht im Schlafzimmer. Und: Karoline Bischof erklärt, warum sie mit 90-Jährigen lieber arbeitet als mit Gynäkologie-Patientinnen – und was Beckenbewegungen beim Gehen verraten. Gast: Karoline Bischof, Sexologin, Sexualtherapeutin und Gynäkologin Host: Nicole Althaus Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast

  • SBB-Chef Vincent Ducrot über Morddrohungen, laute Sitzungen, starke Mütter und wie KI „2000 Stellen transformieren“ wird

    15.05.202655:17

    «NZZ Weekend» ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Vincent Ducrot, seit 2020 Konzernchef der SBB, aufgewachsen im Freiburger Dorf Châtel-Saint-Denis als Sohn einer Nationalrätin und eines Tierarztes. Ducrot erzählt, wie er über den Fussball zu den Pfadfindern gekommen ist, was er von seinen Eltern abgeschaut hat, von seiner Strategie in Sitzungen und warum Lügen für ihn eine rote Linie sind. Es geht um den umstrittenen Siemens-Auftrag und die Morddrohungen, die er dafür kassierte, um das Dosto-Debakel und was die SBB daraus gelernt hat, um einen gefährlichen Investitionsstau, um Schwarzfahrer, Bodycams und den gesellschaftlichen Anstandsverlust. Dazu: Algorithmen, die man nicht durchschaut, Arbeitsplätze, die wegen des Einsatzes von KI verschwinden werden – und warum ein kostenloses Halbtax-Abo eine schlechte Idee ist. Vincent Ducrot verrät zudem seinen grössten Traum – der erstaunlich bescheiden ausfällt für einen Mann, der 35'000 Mitarbeitende führt. Gast: Vincent Ducrot, Konzernchef SBB Host: Beat Balzli Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast

  • House of Cards im Engadin: Christian Jott Jenny über Dorfkönige, Intrigen und Superreiche im Welttheater St. Moritz

    08.05.20261:14:06

    «NZZ Weekend» ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Christian Jott Jenny – Sänger, Jazzfestival-Gründer, Theaterproduzent und bis Ende Jahr Gemeindepräsident der alpinen Nobelgemeinde St. Moritz. Jenny erzählt von Intrigen in der Gemeinde, von gescheiterten Amtsenthebungsverfahren gegen ihn und der schwierigen Liebesbeziehung zu seinem Dorf, dem es jetzt noch besser geht, seit die Welt aus den Fugen ist. Das Gespräch dreht sich um einsame Superreiche, einen glücklichen indischen Milliardär im Coop, russische Oligarchen, Wohnungsnot und die Frage, warum die Einheimischen selbst schuld sind, wenn sie alles an den Meistbietenden verkaufen. Dazu: ADHS als Karrierevorteil, Satire in Zeiten wo die Realität jeden Witz überholt – und was die Brandkatastrophe in Crans-Montana mit Führungsversagen zu tun hat. Und: Christian Jott Jenny verrät seinen grössten Traum, der ihn wohl für immer nach Pjöngjang führen würde. Gast: Christian Jott Jenny, Gemeindepräsident von St. Moritz, Sänger, Entertainer und Produzent Host: Beat Balzli Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast