NZZ Weekend
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NZZ am Sonntag


Podcast

NZZ Weekend ist der wöchentliche Podcast der NZZ am Sonntag. Chefredaktor und Host Beat Balzli spricht mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur darüber, wie und warum sie wurden, wer sie heute sind. Es geht um ihre Herkunft, Weltbilder, Leidenschaften, Niederlagen, Erfolge und aktuelle Herausforderungen. Es geht um das Menschsein im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Mit dabei im Host-Team sind Autorin Nicole Althaus und Feuilletonchef Peer Teuwsen.

Alle Folgen

  • Oligarchen, Ostdeutschland und Adenauer: Roger de Weck über den Aufstieg der Rechtspopulisten und Europas letzte Chance

    Gestern1:08:05

    Er stammt aus einer Freiburger Familie, hat jahrelang als Chefredaktor mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt diskutiert, war Generaldirektor beim SRF – und bezeichnet sich selbst als «linken liberalen Konservativen» im Sinne von Ex-Bundespräsident Joachim Gauck. Roger de Weck, Autor, Sohn eines Bankiers, Journalist und einer der profiliertesten Intellektuellen der Schweiz, ist zu Gast bei Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli. De Weck erklärt, warum er die CDU nicht für das Grundproblem des AfD-Aufstiegs hält – und warum eine härtere Migrationspolitik die Rechtspopulisten nicht schwächt, sondern stärkt. Er seziert, weshalb der Wirtschaftsliberalismus «dringend über die Bücher müsste»: von Wohneigentum, das für junge Menschen unerschwinglich wird, über KI-Konzerne als «Plagiatsmaschinen», bis zur UBS-Rettungsgarantie auf Kosten der Bevölkerung. Zum Thema Europa zeichnet der Gast ein düsteres Bild: drei autoritäre Grossmächte, ein Chaosbogen rund um den Kontinent – und eine Schweiz, die sich als «Trittbrettfahrer der Trittbrettfahrer» aufführe. Persönlich wird es, wenn de Weck von seinem Vorbild Konrad Adenauer schwärmt, die Linken für den Verlust der kleinen Leute kritisiert – und verrät, warum er mit bald dreiundsiebzig Jahren bereits seinen grössten Traum lebt. Gast: Roger de Weck, Autor und Journalist Host: Beat Balzli Produktion: Danielle Basler, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast

  • Mobbing, Militär und Megawatt: Grünen-Chefin Lisa Mazzone über Bundesrat Rösti, Wettrüsten, Drohbriefe und FDP-Wurzeln

    11.09.20261:03:36

    Sie verbringt ihre Ferien am liebsten am Walensee, hat einen italienischen Pass, wuchs als Tochter von Naturwissenschaftlern auf, studierte trotzdem Literatur und findet, dass die Reichen stärker zur Kasse gebeten und Waffenexporte gestoppt werden sollten. Die ehemalige Genfer Ständerätin Lisa Mazzone ist seit 2024 Präsidentin der Grünen Partei der Schweiz und zu Gast bei Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli. Mazzone erzählt, wie sie mit Hasskommentaren und stinkenden Botschaften in ihrem Briefkasten umgeht und weshalb sie überzeugt ist, dass Frauen in der Politik härter angegriffen werden als Männer. Mazzone wirft Bundesrat Albert Rösti Lobbypolitik vor, verteidigt ihre Forderung nach einem Ausstieg aus fossilen und nuklearen Energien und erklärt, warum sie trotz aller Widerstände am Ziel von hundert Prozent erneuerbarer Energie festhält. Balzli hält ihr entgegen, dass ihre Forderungen nach einem gratis Halbtax-Abo oder einem Staatssekretariat für Klimapolitik selbst im linken Lager auf Ablehnung stossen. Zum Thema Sicherheitspolitik erklärt Mazzone, warum sie die Aufrüstung der Schweizer Armee kritisch sieht, gleichzeitig aber die Ukraine unterstützt wissen will, und wieso sie in Rohstoffhandel und Diplomatie unterschätzte Hebel sieht. Persönlich wird es, wenn Mazzone vom frühen Tod ihrer Mutter erzählt, von ihrem verstorbenen Bruder und wie diese Erlebnisse sie nach eigener Aussage « stärker» gemacht haben. Zum Schluss verrät sie ihren grössten privaten Traum: möglichst viele Sprachen zu sprechen. Gast: Lisa Mazzone, Präsidentin Grüne Partei Schweiz Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast

  • Tripadvisor fürs Spital: Ex-CSS-CEO Philomena Colatrella über Bedeutungsverlust und die Feigheit der Politik

    04.09.202658:43

    Fünf Sprachen, eine Leidenschaft fürs Klavier, aber nicht unbedingt für das Bundesamt für Gesundheit. Host und NZZaS-Chefredaktor Beat Balzli trifft Philomena Colatrella, die bis vor wenigen Monaten CEO der CSS Gruppe war und damit eine der mächtigsten Krankenkassenmanagerinnen des Landes. Heute sitzt sie unter anderem im Verwaltungsrat des französischen Versicherungsgiganten AXA. Ausgangspunkt des Gesprächs ist ein beinahe schon naturgesetzhaftes Phänomen: die stetig steigenden Gesundheitskosten in der Schweiz. Laut ETH-Prognosen wird bereits kommendes Jahr die 110-Milliarden-Grenze geknackt, was die Krankenkassenprämien weiter nach oben treiben dürfte. Verantwortlich dafür ist ein Mix aus Überalterung, technologischem Fortschritt, einer mächtigen Ärzte- und Pharmalobby und einer wachsenden Anspruchsinflation der Patienten. Sind wir einfach alle zu wehleidig geworden? Gast: Philomena Colatrella Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast

  • Hitzewallungen, Hormone und Hochleistung: Gynäkologin Tanja Volm über Menopause, Mythen und den Druck zu funktionieren

    28.08.20261:06:15

    Host Nicole Althaus, Autorin und Kolumnistin der «NZZ am Sonntag», spricht mit der Gynäkologin und Gendermedizinerin Tanja Volm über die Menopause – eine Lebensphase, die Millionen Frauen betrifft und trotzdem lange ein blinder Fleck der Medizin war. Volm erklärt, warum der männliche Körper jahrzehntelang als Norm galt und weshalb Beschwerden von Frauen bis heute häufig unterschätzt werden. Sie spricht darüber, was in den Wechseljahren hormonell passiert, woher Schlafstörungen, Brain Fog, Gelenkschmerzen oder Gewichtszunahme kommen und wann eine Hormonersatztherapie sinnvoll sein kann. Ausserdem geht es um Krafttraining, Ernährung und die Frage, wie Arbeitsplätze besser mit dieser Lebensphase umgehen können. Volm erzählt auch, warum sie selbst lange versucht hat, unverändert leistungsfähig zu bleiben – und weshalb sie die Wechseljahre heute als Chance sieht, neu zu überlegen, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist. Gast: Tanja Volm, Gynäkologin und Expertin für Gendermedizin Host: Nicole Althaus Produktion: Andreas Wullschleger und Tanja Luchsinger, Ellie Media Lust auf mehr Inhalte von NZZ am Sonntag? Jetzt «NZZaS Print» im Jahresabo mit 30 % Rabatt sichern: http://go.nzz.ch/podcast

  • Fleiss, Fehler und Familie: Ringier-CEO Marc Walder über Hundevideos, die KI-Könige und die Zukunft des Sonntagblicks

    21.08.20261:23:28

    Host und «NZZ am Sonntag»-Chefredaktor Beat Balzli trifft Marc Walder, seit 2012 CEO des Ringier-Konzerns, zum Gespräch über Longevity, künstliche Intelligenz und die Zukunft der Medienbranche. Walder erzählt von seinem strengen Morgenritual, seinen Supplements gegen das Altern und wie ihn sein 60. Geburtstag zur Reflexion über die eigene Endlichkeit brachte. Im Zentrum steht die Disruption der Medienökonomie durch KI: Walder rechnet vor, wie stark der Traffic durch Large Language Models bereits eingebrochen ist, nennt das Training der KI-Modelle mit fremden Inhalten den «grössten Diebstahl der Geschichte» und erklärt, warum eine Kooperation mit Google trotzdem «alternativlos» ist. Ausserdem spricht er über seine Sorge vor dem branchenweiten Stellenabbau durch KI, seine umstrittene Rolle während der Corona-Pandemie und die «Corona-Leaks» um seinen Kontakt zum Sprecher von Alain Berset. Sehr persönlich wird es, wenn Walder über seinen Vater, den Architekten, seinen Schulabbruch zugunsten der Tenniskarriere und sein enges Verhältnis zu Verleger Michael Ringier spricht. Zum Schluss verrät er, warum der Sonntagsblick in seiner heutigen Form verschwindet – aber nicht eingestellt wird – und was er beruflich und privat noch erreichen will. Gast: Marc Walder, CEO Ringier Host: Beat Balzli Produktion: Tonya Rupp Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast

  • «Ich vertraue der Kunst mehr als jeder andere Mensch, der je gelebt hat», sagt Jonathan Meese

    14.08.20261:36:47

    Jonathan Meese gilt vielen als Provokateur, Schwätzer oder Wahnsinniger. Im Gespräch mit Host und NZZaS-Kulturredaktor Peer Teuwsen zeigt sich ein anderer Jonathan Meese: verletzlich, kindlich, fast schon zärtlich. Der Künstler spricht über seine schwierige Kindheit als schüchternstes Wesen aller Zeiten, seinen Zufallsweg an die Hamburger Kunsthochschule und seine Mission, die «Diktatur der Kunst» an die Macht zu bringen – als Gegenentwurf zu Politik, Ideologie und Religion. Sehr persönlich wird es, wenn Meese von der Pflege seiner schwerkranken, 96-jährigen Mutter erzählt, der er sein Leben und sein Werk verdankt. Ausserdem spricht Meese auch über seine Haltung zu Alice Weidel, Donald Trump und zur AfD und über sein Verhältnis zu Hitler-Darstellungen in der Kunst und sein selbstgeschriebenes «Erz-Totalitätsmanifest», das er live verliest. Gast: Jonathan Meese Host: Peer Teuwsen Produktion: Simon Berginz, Ellie Media Lust auf mehr? Jetzt NZZ am Sonntag abonnieren: go.nzz.ch/podcast