[SOUL TALK] Das Geheimnis hinter Lügen, die sich wie Wachstum anfühlen | mit Steffen Kirchner
Oldest Soul - Für bewusstere Momente in schnelllebigen Zeiten
Vor 4 Tagen • 23 Min.
Es gibt diesen Moment, in dem eine Geschichte, die Du Dir lange genug erzählst, plötzlich keine Geschichte mehr ist. Sondern Deine Wahrheit. Genau da setzt dieser Soul Talk an. Steffen bringt eine Beobachtung mit, die ihm fast hautnah begegnet ist. Ein Mensch mit einem tiefen Selbstwert-Loch, das nicht von innen gefüllt wird, sondern über Status, schöne Dinge und fremdes Geld. Und dann kommt der Punkt, an dem sich das schlechte Gewissen einfach umdeutet. Aus „ich kaufe mir da etwas, das ich gar nicht selbst verdient habe" wird plötzlich „ich muss eben lernen, mehr anzunehmen, um meinen Selbstwert zu heilen". Der Sekundärgewinn ist perfekt getarnt. Und irgendwo dazwischen liegt die feine Grenze, an der Selbstliebe zur Selbstlüge kippt. Adrian steigt sofort mit ein, weil er das nur zu gut von sich selbst kennt. Auch er hat seine eigene Lebenslüge im Gepäck. Denn darum geht es heute: um den Unterschied zwischen nicht die Wahrheit sagen und lügen. Klingt nach Wortklauberei, ist aber ein Riesenunterschied. Bei dem einen glaubst Du wirklich, was Du sagst, es stimmt nur nicht. Bei dem anderen kennst Du die Wahrheit und sagst trotzdem was anderes. Und das Tückische: Manchmal fängt es als Lüge an. Und irgendwann hast Du sie so oft erzählt, dass Du sie selbst glaubst. 70.000 bis 80.000 Wörter tauschen wir jeden Tag mit uns selbst aus. Die Frage ist nur, wie viele davon eigentlich wahr sind. Adrian erzählt in dieser Folge auch von seiner eigenen Lebenslüge. Der, die er drei Jahrzehnte lang erzählt hat, bis er sie selbst geglaubt hat. Diese Folge ist der erste Teil des Gesprächs. Wenn Dich das hier packt, dann hüpf danach rüber in Steffens Podcast „Die Kunst zu leben" und hör Dir das ganze Gespräch zu Ende an. Den Link findest Du wie immer in den Shownotes.