DGSI – Frankreich im Fadenkreuz
Operationen im Schatten – die Welt der Geheimdienste
22.07.2026 • 27 Min.
Toulouse, 19. März 2012. Vor einer jüdischen Grundschule hält ein Motorroller. Der Fahrer zieht eine Waffe. Als die Schüsse verstummen, sind vier Menschen tot – darunter drei Kinder. Der Täter war dem französischen Geheimdienst bekannt. Die Überwachung war kurz zuvor eingestellt worden. Der DGSI ist der französische Inlandsgeheimdienst. Er wurde 2014 gegründet, direkt nach dem Versagen beim Täter von Toulouse. Seitdem hat Frankreich mehr Terroranschläge erlitten als jedes andere westeuropäische Land – und der DGSI ist nach jeder Katastrophe gewachsen. In dieser Folge: ● Mohamed Merah: Wie das Versagen bei den Anschlägen in Toulouse und Montauban 2012 die Gründung des DGSI auslöste ● Von der DST zur DGSI: Zwei jahrzehntelang rivalisierende Behörden, eine problematische Fusion – und ein Neuanfang ● Charlie Hebdo, Januar 2015: Drei Tage, siebzehn Tote – und die Frage, warum die Brüder Kouachi nicht überwacht wurden ● Der 13. November 2015: Das Bataclan, neun Täter, 130 Tote – und Salah Abdeslam, der entkam und erst 2016 gefasst wurde ● Nizza, 14. Juli 2016: Der Attentäter, der in keiner Datenbank stand – und warum das das grundlegende Problem eines jeden Geheimdienstes zeigt ● Ein verhindeter Anschlag auf einen Militärstützpunkt ● Wirtschaftsgegenspionage: Der Renault-Betrug, der Airbus-Verdacht ● Gegenspionage: Zwei ehemalige DGSE-Agenten, die für China spioniert haben, und ein Offizier mit Verbindungen zum russischen GRU ● Der DGSI heute: Mehr als 5.500 Mitarbeiter, enge Zusammenarbeit mit der Justiz – und das unlösbare Problem des Einzeltäters Schlagworte: DGSI, Direction Générale de la Sécurité Intérieure, Inlandsgeheimdienst, Geheimdienst, Merah, Toulouse, DST, RG, DCRI, CharlieHebdo, islamistischer Terror, PNAT, Wirtschaftsspionage, Gegenspionage, True Crime, Geschichte Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.