4. Advent - Herr Müller und der Geist der Weihnachtswerkstatt
OT 3D® Werkstatt Podcast - 3D-Druck und Innovation in der Orthopädietechnik
22.12.2024 • 12 Min.
Kapitel 4: Der Geist der zukünftigen Weihnacht Die Wärme des Geistes der gegenwärtigen Weihnacht verblasste, und eine bedrückende Kälte zog in den Raum, während Herr Müller zitternd dastand. Der Geist hatte ihn mit einer unmissverständlichen Wahrheit konfrontiert: Er hatte sich von den Menschen, die ihm nahestanden, isoliert und die Freude an seiner Arbeit verloren. Doch es war die Frage nach der Zukunft, die ihn jetzt quälte. „Es ist noch nicht zu spät“, hatte der Geist der gegenwärtigen Weihnacht gesagt – doch Müller konnte nicht verhindern, dass eine finstere Vorahnung ihn ergriff. Bevor er den Gedanken zu Ende führen konnte, spürte er erneut eine Veränderung in der Luft. Der Raum wurde dunkler, und die Stille war so erdrückend, dass Müller kaum zu atmen wagte. Die Dunkelheit um ihn herum begann sich zu verdichten, und aus den Schatten trat eine große Gestalt. Im Gegensatz zu den vorherigen Geistern war diese Gestalt unheimlich und stumm. Der Geist der zukünftigen Weihnacht war ganz in ein schwarzes Gewand gehüllt, und sein Gesicht war hinter einem schweren Schleier verborgen. Keine Augen waren zu sehen, kein Mund – nur die bedrohliche, lautlose Präsenz, die auf Müller lastete. Der Geist sagte kein Wort, sondern deutete nur mit einem knochigen Finger in die Ferne. Müller folgte der Geste zögernd, und die Umgebung um sie herum begann sich zu verändern. Der dunkle Nebel wich, und Müller fand sich plötzlich an einem vertrauten Ort wieder – in seiner eigenen Werkstatt. Doch es war nicht die lebendige Werkstatt, die er kannte. Der Raum war leer, kalt und verstaubt. Die Maschinen standen still, die Werkbank war unbenutzt, und der Boden war bedeckt mit Gipsresten und abgebrochenen Kunststoffteilen. Ein unangenehmer Geruch von thermisch verformtem Polypropylen und alten Materialien lag in der Luft, doch alles schien verwahrlost und verlassen. Müller trat langsam durch den Raum, sein Herz schwer vor Entsetzen. „Das… das ist meine Werkstatt“, flüsterte er, obwohl er kaum seine eigene Stimme hören konnte. „Aber warum ist hier niemand?“