#10 Ich Tarzan, du Jane
#10 Ich Tarzan, du Jane

#10 Ich Tarzan, du Jane

Pension Alcatraz


05.07.2026 • 59 Min.

In der zehnten Sitzung der Pension Alcatraz wagen Tina Voß und Dietmar Wischmeyer das vielleicht heikelste aller Themen: was ist eigentlich besser, Mann oder Frau? Wohlgemerkt nicht der bessere Mensch, das wäre ja schon Moral. Sondern einfach das Geschlecht als Konstruktion, mit allen anatomischen, evolutionären und gesellschaftlichen Vorzügen. Antworten, Belege, Studien fragwürdiger Herkunft und ein Gedicht vom Hörer Olaf. Die Themen dieser Episode im Überblick: • Olafs Gedicht und der Hanomag nach Island: Hörer Olaf schickt ein Goethe-Pastiche zur Versöhnung mit der Pension, Dietmar trägt es mit gebührender Gravitas vor. Außerdem geklärt: Island heißt nicht „auf“, sondern „in“ Island, weil oben kaum jemand wohnt. • Kobi-Pilz und Apfelmark-Beton: Heute gibt es Kombucha, den Tina fast umgebracht hätte, weil sie bei der Fermentation den Zucker vergaß, und einen veganen Zitronenkuchen mit Dietmars Apfelmark, der so wenig Luftlöcher hat, dass er an der Decke kleben bleibt. • Albright-Studie und die 13 Prozent: In den 100 umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen sitzen 462 Männer und 60 Frauen in den Geschäftsführungen. Das ist weniger Frauenanteil als in jeder Imbissbude. Tina hat zur Frauenquote damals den Kriminologen Pfeiffer angerufen, statt eine eigene Meinung zu haben. Dietmars Position: er fährt auf der Right Lane, ob er Geisterfahrer ist oder nicht. • Eva aus der Rippe und der Hirsch im Brunftrudel: Warum gibt es überhaupt Mann und Frau? Dietmar erklärt Polygamie als evolutionäre Strategie zur Genvervielfältigung, Tina kontert mit selbstbefruchtenden Schildkröten und Schnecken. • Vorteile, eine Frau zu sein: Eco-Gender-Gap, Mülltrennungs-Nazi, der „Women are wonderful“-Effekt. Tina verkauft Hula-Hoop-Reifen bei eBay für 4 statt 18 Euro an ein 14-jähriges Mädchen. Männer schätzen sich nur effektiver ein, Frauen sind es tatsächlich. • Frauen sind Giraffen: Dietmar versteht Frauen so, wie ein Zoologe Giraffen versteht, also durchaus, aber innerhalb klarer Spezies-Grenzen. Geklärt wird außerdem das Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz und warum Frauen nicht aus Flaschen trinken können (sie wissen nicht, dass gleichzeitig Luft rein muss). • Big-Brother-Vogelhaus und Männergesangverein: Das traumatische Ende der Live-Übertragung aus dem Nistkasten, und warum sich Männer geschlechtsspezifisch nicht solidarisieren, was Dietmar einen der ganz großen Vorteile des Männerseins findet. • Trinkerbell und Schutzfolie: Vier Mütter mittleren Alters fahren als Malle-Ultras zum Ballermann, mit Adiletten („Hokus Pokus Malle-Modus“), Bauchtaschen am Karabiner und einer Schutzfolie übers Glas. Tina sagt, sie habe geheiratet, sich der modernen Anbahnungs-Diskussion zu entziehen. • Childrens Immogap und Wachtel-Studie: 2025 wurden so wenig Kinder geboren wie nie seit 1946. Tina hatte Angst vor den eigenen Genen, Dietmar vor dem Elternrat. Außerdem: japanische Wachteln, die kleine Eier legen, leben länger. • Männerjahre und die Brillenschlange: Ein Männerjahr sind angeblich 1,5 Frauenjahre. Tinas Altersformel: dividiert durch zwei plus sieben. Dazu die kleine Etymologie von „Frau am Steuer, Ungeheuer“ und der Brillenschlange. • Vorbilder im anderen Geschlecht: Wäre er eine Frau, hätte Dietmar Golda Meir, Margaret Thatcher oder Madeleine Albright als Vorbild. Tina als Mann: Chuck Norris (wegen der Witze), Barack Obama (diese Lusche), Bono, Chris Martin, Dalai Lama und Keanu Reeves. Dietmar verheddert sich anschließend in der eigenen Musikgeschichte. • Vorsprung durch Anatomie und Abschluss: Dietmar erklärt, warum die männliche Bauweise in der Praxis ihre Vorzüge hat, und gibt zu, in Geselligkeit lieber mit Männern, beruflich aber häufiger mit Frauen unterwegs gewesen zu sein. Den letzten Satz spricht er sich zur eigenen Sicherheit ins Stammbuch. Eine Folge zwischen Anatomie, Albright-Stiftung und Adiletten. Am Ende sind wir alle Giraffen.