Depression ist eines der meistgenannten Schlagworte unserer Zeit und gleichzeitig eines der am häufigsten missverstandenen. Dr. Ulrich Seidl erklärt in dieser Folge, warum eine Depression im klinischen Sinn eine ernsthafte, phasenhaft auftretende Erkrankung ist und warum sie nicht mit nachvollziehbarem seelischem Leid, Trauer oder „schlechten Tagen“ gleichgesetzt werden sollte. Im Fokus stehen vier zentrale Fragen: Woran erkennt man eine Depression? Wie sollte das Umfeld reagieren und was ist gut gemeint, aber kontraproduktiv? Warum können viele Betroffene trotz schwerer Symptomatik lange „funktionieren“? Und welche Rolle spielt Scham, wenn es darum geht, Hilfe anzunehmen? Eine Folge für Betroffene, Angehörige und alle, die mehr Klarheit in einen Begriff bringen möchten, der oft zu schnell verwendet wird.
