Tatort Musik - Sex, Crime & Rock 'n' Roll
Tatort Musik - Sex, Crime & Rock 'n' Roll

Tatort Musik - Sex, Crime & Rock 'n' Roll

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Podcast

Musik macht Menschen unsterblich – doch hinter dem Glanz der Bühne beginnt die Dunkelheit. Stars, die Millionen in Ekstase versetzten, endeten nicht selten selbst im Abgrund. Denn hinter der Fassade des Musikbusiness regieren Machtmissbrauch, Gier und Gewalt – und Verbrechen aller Art: von Betrug und Intrigen bis hin zu Mord. Dort, wo Musikgeschichte geschrieben wurde, spielten sich Dramen ab, die bis heute Fragen aufwerfen. In Tatort Musik – Sex, Crime und Rock’n’Roll decken wir die wahren Skandale der Musikindustrie auf: toxische Beziehungen, zerstörerische Karrieren, korrupte Systeme.

Alle Folgen

  • Brian Jones: Die Wahrheit versinkt im Pool

    Heute•32:04

    Am 2. Juli 1969 geht Brian Jones auf seinem Anwesen Cotchford Farm schwimmen. Wenige Stunden später ist der Gründer der Rolling Stones tot. Er wird nur 27 Jahre alt. Der offizielle Befund lautet: Tod durch Unglücksfall. Doch was geschah in den letzten Minuten im Swimmingpool? Jahrzehnte später tauchen neue Aussagen auf. Zwei Bücher erklären Brian Jones’ Tod zum Mord. Ein Bauunternehmer gerät unter Verdacht. Es gibt ein angebliches Geständnis. Zeuginnen erinnern sich später an neue Details. Und auch die Polizei beschäftigt sich erneut mit dem Fall. In dieser Folge von Tatort Musik rekonstruiert Malte Asmus die letzte Nacht von Brian Jones – und verfolgt eine Geschichte, die mit jedem Jahrzehnt genauer zu werden scheint, obwohl die Beweislage kaum eindeutiger wird. Welche Aussagen stammen tatsächlich aus dem Jahr 1969? Was verrät die Obduktion? Was hat Frank Thorogood wirklich gesagt? Und was passiert, wenn aus Vermutungen Details, aus Erinnerungen Gewissheiten und aus einem angeblichen Geständnis irgendwann einfach nur noch „das Geständnis“ wird? Ein Fall über die wenigen Minuten, die niemand mehr rekonstruieren kann – und über die Frage, wie aus einer ungeklärten Geschichte mit der Zeit eine scheinbar geklärte wird. Quellen und O-Töne Bill Wyman über Brian Jones als Gründer und frühen Anführer der Rolling Stones: https://www.youtube.com/watch?v=OayVZMyNjOk Über Brian Jones als Multiinstrumentalisten und seine musikalische Rolle bei den Rolling Stones: https://www.youtube.com/watch?v=XjE4DgFVwQU Mick Jagger und Keith Richards über Brian Jones, Ruhm, Drogen und seine zunehmende Selbstzerstörung: https://www.youtube.com/watch?v=bJnC8JSIcfQ Keith Richards über die Trennung von Brian Jones und die Situation der Rolling Stones 1969: https://www.youtube.com/watch?v=D-55XOdSFJo Alexis Korner über Brian Jones’ Pläne für eine neue Band kurz vor seinem Tod: https://www.youtube.com/watch?v=5iroVg0xf9I Lewis Jones über seinen Sohn Brian und dessen Begeisterung für Cotchford Farm wenige Wochen vor seinem Tod: https://www.youtube.com/watch?v=3tFfzTzOwQ8&list=PLGP6FBvf5tT45mpBRgzorMhGyeZkq4X6l&index=72 Zeitgenössische Nachricht über den Tod von Brian Jones: https://www.youtube.com/watch?v=1dVGMNMuoy8 Crimewatch 1994 – Frank Thorogood, Tom Keylock, Neubewertung des Obduktionsberichts und Aussagen der damaligen Ermittler: https://www.youtube.com/watch?v=r8qaKtAu8HA Einordnung Der offizielle Befund von 1969 lautet „death by misadventure“ – Tod durch Unglücksfall. Auch nach der späteren Prüfung neuen Materials eröffnete Sussex Police 2009 keine neuen Ermittlungen. Ein Mord an Brian Jones ist bis heute nicht bewiesen. Zugleich lässt sich der genaue Ablauf der entscheidenden Minuten im Swimmingpool nicht mehr sicher rekonstruieren. Hinweis zum Einsatz von KI Bei der Recherche und redaktionellen Aufbereitung dieser Folge kamen auch KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Quellen, Aussagen und historische Zusammenhänge wurden redaktionell geprüft und eingeordnet. Sprechertexte und journalistische Verantwortung liegen bei der Redaktion.

  • Marvin Gaye: Tödliche Vaterliebe

    15.09.2026•30:09

    Am 1. April 1984 fallen im Haus der Familie Gaye in Los Angeles zwei Schüsse. Marvin Gaye, einer der größten Soulstars aller Zeiten, wird von seinem eigenen Vater erschossen – mit einem Revolver, den Marvin ihm wenige Monate zuvor selbst gegeben hatte. Was zunächst wie die tödliche Eskalation eines Familienstreits aussieht, führt tief in eine Vater-Sohn-Beziehung, die Marvin Gaye sein ganzes Leben begleitet. Sein Vater ist strenger Prediger, gewalttätiger Erzieher und zugleich der Mann, dessen Anerkennung Marvin schon als Kind unbedingt gewinnen will. Malte Asmus rekonstruiert Marvins Weg vom Elternhaus in Washington über Motown und What’s Going On bis zu seinem Comeback mit Sexual Healing – und zu seiner Rückkehr ins Haus seiner Eltern. Dort treffen 1983 zwei Männer wieder aufeinander, deren Verhältnis seit Jahrzehnten von Liebe, Angst, Anerkennung und Macht geprägt ist. Was geschah in den letzten Minuten vor den tödlichen Schüssen? Warum musste Marvin Gay Senior für die Tötung seines Sohnes nicht ins Gefängnis? Und was ist von der späteren Überzeugung einiger Menschen aus Marvins engstem Umfeld zu halten, Marvin könnte die tödliche Eskalation selbst provoziert haben? Am Ende führt der Fall zu einer größeren Frage: Warum können wir uns manchmal gerade von den Menschen nicht lösen, die uns am meisten verletzt haben? Quellen und weiterführende Links Verwendete Video- und O-Ton-Quellen: Marvin Gaye – Dokumentation / Interviews und Zeitzeugen: https://www.youtube.com/watch?v=-cRu_JngL-g Marvin Gaye – Final 24 / Zeitzeugen und Familie: https://www.youtube.com/watch?v=5fKwVrcbpVw Marvin Gaye – Interviews, Zeitzeugen und Aussagen zu seinen letzten Lebensjahren: https://www.youtube.com/watch?v=dEgT208dKAo Journalistische und biografische Quellen: Los Angeles Times: https://www.latimes.com/local/obituaries/archives/la-me-marvin-gaye-19840402-story.html UPI – Bericht vom 1. April 1984: https://www.upi.com/Archives/1984/04/01/Singer-Marvin-Gaye-whose-rhythm-and-blues-hits-over/1645449643600/ Washington Post – Bericht unmittelbar nach der Tat: https://www.washingtonpost.com/archive/politics/1984/04/02/marvin-gaye-shot-to-death-in-los-angeles/a4d9a3ab-4775-4465-bfd2-a26b62c8d6ea/ Washington Post – Marvin Gay Senior über die tödlichen Schüsse: https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/1984/04/09/i-pulled-the-trigger/7bce7bb7-5fbc-48e2-a006-a241447a09c8/ Washington Post – Aussage von Alberta Gaye: https://www.washingtonpost.com/archive/style/1984/06/22/5342aaa5-0689-414d-8b9b-99b4b0afb90d/ Washington Post – über Marvin Gaye und das Verhältnis zu seinem Vater: https://www.washingtonpost.com/archive/opinions/1984/04/08/the-war-for-one-mans-soul/edc29430-6de3-4408-8ba6-fc0e25e44f34/ Washington Post – Rückblick auf den Marvin Gaye Day 1972: https://www.washingtonpost.com/archive/lifestyle/2001/05/11/remembering-marvin-gaye-day/3377b1c9-4ab8-47a4-b16f-57e94a4e6c9e/ PBS American Masters – Marvin Gaye: Career Timeline: https://www.pbs.org/wnet/americanmasters/marvin-gaye-career-timeline/74/ David Ritz: Divided Soul: The Life of Marvin Gaye – biografische Grundlage und überlieferte Aussagen Marvin Gayes. Psychologische Hintergründe / Bindungsforschung: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5600694/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42365499/ https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5600283/ Hinweis: Die in dieser Folge dargestellten psychologischen Forschungsergebnisse dienen der Einordnung allgemeiner Bindungsmechanismen. Sie erlauben keine nachträgliche psychologische oder psychiatrische Diagnose Marvin Gayes. Aussagen über seine möglichen Absichten am 1. April 1984 werden als Aussagen beziehungsweise spätere Interpretationen von Familienmitgliedern und Weggefährten kenntlich gemacht. KI-Hinweis: Bei Recherche, Strukturierung und redaktioneller Bearbeitung dieser Episode kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die redaktionelle Verantwortung für Auswahl, Einordnung und Darstellung der Inhalte liegt beim Autor.

  • Stefan Mross: Hör' mal, wer da bläst

    01.09.2026•20:15

    Mit 13 Jahren gewinnt Stefan Mross mit seiner „Heimwehmelodie“ den Grand Prix der Volksmusik. Die goldene Trompete wird zu seinem Markenzeichen, Karl Moik zu seinem Förderer und Mross zu einem der bekanntesten Gesichter der Volksmusik. Doch Jahre später bekommt das perfekte Bild Risse. Andere Trompeter behaupten, bei Fernsehauftritten und sogar auf Platten von Stefan Mross seien in Wahrheit sie zu hören. Aus Zweifeln wird ein öffentlicher „Trompeterkrieg“, aus dem Streit schließlich ein Fall für Anwälte, Gutachter und Gerichte. Ein Gutachten fällt ein vernichtendes Urteil über Mross' Fähigkeiten. Ein Gegengutachten widerspricht. Mross selbst tritt vor einem Millionenpublikum im Musikantenstadl zum Live-Beweis an. Und trotzdem bleibt die entscheidende Frage am Ende ungeklärt: Wer spielte auf den umstrittenen Aufnahmen tatsächlich welche Trompetenpassagen? Tatort Musik rekonstruiert den bizarren Trompeterkrieg um Stefan Mross – und stößt dabei auf eine viel größere Frage: Was braucht es eigentlich, um ein Star zu werden? Denn vielleicht hat Karl Moik das Geheimnis von Stefan Mross schon sehr früh auf den Punkt gebracht: „Es war nicht einmal das Spiel. Es war die Ausstrahlung.“ In dieser Folge Der Aufstieg des 13-jährigen Trompeten-Wunderkinds, die Rolle von Karl Moik und Musikmanager Hans R. Beierlein, die Vorwürfe von Walter Scholz und Alexandre Malempré, der jahrelange Rechtsstreit, das vernichtende Gutachten über Mross' Trompetenspiel, der Live-Auftritt mit „Granada“ und eine bemerkenswerte Versöhnung im Vollplayback. Ein sehr lesenswerter Artikel von Christian Richter zum Thema Stefan Mross ist bei DWDL.de erschienen. “Showdown im Stadl: Wie Stefan Mross um seine Karriere spielte”: https://www.dwdl.de/telegeschichten/107275/showdown_im_stadl_wie_stefan_mross_um_seine_karriere_spielte/ Tatort Musik – wahre Geschichten über Musik, Stars und die Mechanismen hinter ihren Mythen. Ton-Quellen: Musikantenstadl – 20 Jahre Musikantenstadl, Wien, 24. März 2001Enthält den Jubiläums-Musikantenstadl und den für die Folge zentralen Auftritt von Stefan Mross. YouTube: Musikantenstadl – Jubiläum 2001 Grand Prix der Volksmusik 1989 – Stefan Mross / „Heimwehmelodie“Enthält den Auftritt und Sieg des 13-jährigen Stefan Mross sowie Karl Moiks emotionale Erzählung über die Entdeckung von Mross. Im Skript verwendeter O-Ton von Moik ab ca. 1:36:10. YouTube: Grand Prix der Volksmusik 1989 KI-Hinweis: Bei Recherche und redaktioneller Vorbereitung dieser Folge kamen auch KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Auswahl, Prüfung und Verantwortung für die Inhalte liegen bei der Redaktion.

  • Kanye West: Wenn einem Genie der Erfolg zu Kopf steigt

    18.08.2026•31:58

    Kanye West wird belächelt, als er Rapperwerden will. Die Musikindustrie sieht in ihm vor allem einen Produzenten. Kanyeglaubt trotzdem an sich – und behält recht. Er wird zum Weltstar, verändert denSound des Hip-Hop und beweist später mit Yeezy, dass seine Ideen auch außerhalbder Musik Milliarden wert sein können. Immer wieder macht Kanye dieselbeErfahrung: Andere zweifeln, Kanye hört nicht auf sie – und setzt sich durch. Doch was passiert, wenn ausSelbstvertrauen irgendwann Selbstgewissheit wird? Wenn ein musikalisches Geniebeginnt zu glauben, auch außerhalb seiner Kunst mehr zu erkennen als andere? Bei Tatort Musik rekonstruieren wir denAufstieg von Kanye West und die Entstehung des Mythos Kanye: vom unterschätztenProduzenten über „The College Dropout“, den Tod seiner Mutter Donda, TaylorSwift und Yeezy bis zu Donald Trump, seiner Präsidentschaftskandidatur und denantisemitischen Äußerungen, die ihn 2022 einen großen Teil seineswirtschaftlichen Imperiums kosten. Und trotzdem ist auch dieser Absturznicht das Ende. 2024 steht Ye mit „Vultures 1“ und „Carnival“ wieder an derSpitze der US-Charts. Anfang 2026 entschuldigt er sich für seineantisemitischen Äußerungen und führt sein Verhalten auf eine bipolare Störungzurück. Der Fall Kanye West zeigt, wie leichtaußergewöhnlicher Erfolg mit außergewöhnlicher Urteilskraft verwechselt werdenkann – von anderen und irgendwann vielleicht auch von einem selbst. Denn Erfolg kann beweisen, dass eine Ideefunktioniert. Aber niemals, dass ein Mensch immer recht hat. Quellen und weiterführende Videos • Kanye West https://www.youtube.com/watch?v=5Z-x5m1r4WE • Kanye West / Hurricane Katrina: „GeorgeBush doesn't care about black people“https://www.youtube.com/watch?v=9pVTrnxCZaQ • Kanye West bei den MTV Video MusicAwards 2009https://www.youtube.com/watch?v=PwTx1VuMlqo • Kanye West bei Jay Leno:https://www.youtube.com/watch?v=A6bgSITBrVQ • Kanye West bei Jimmy Kimmel https://www.youtube.com/watch?v=PmZjaYdS3fA • Kanye West bei TMZ 2018https://www.youtube.com/watch?v=s_M4LkYra5k • Kanye West hält sich für Warhol https://www.youtube.com/watch?v=kTco4tLgB2o• Ye bei Alex Jones / Infowars 2022 https://www.youtube.com/watch?v=OOf6EsAcM-g Hinweis zur Produktion:Bei Recherche, Strukturierung und redaktionellerBearbeitung dieser Folge wurde KI unterstützend eingesetzt. Die journalistische Auswahl, Bewertung und Endredaktion erfolgten durch die Redaktion von Tatort Musik. Episoden-Cover: KI-Symbolbild

  • Allen Klein: Das Geschäft mit dem Vertrauen

    21.07.2026•21:31

    Allen Klein gilt bis heute als einer der umstrittensten Musikmanager aller Zeiten. Für die einen war er der Mann, der Künstler endlich fair bezahlte. Für die anderen ein geschickter Strippenzieher, der aus Vertrauen Macht machte. Er verhalf Bobby Darin zu einer sechsstelligen Nachzahlung, verschaffte Sam Cooke mehr Kontrolle über seine Musik, handelte für die Rolling Stones bessere Verträge aus als für die Beatles – und wurde schließlich zum Manager von John Lennon, George Harrison und Ringo Starr. Nur einer traute ihm nie: Paul McCartney. Doch Malte Asmus fragt in dieser Folge nicht, ob Allen Klein gut oder böse war. Sie rekonstruiert, wie er immer wieder das Vertrauen der größten Musiker seiner Zeit gewann – und warum daraus oft genau die Abhängigkeit entstand, die seine Klienten eigentlich überwinden wollten. Ein Fall über Geld, Macht und Verträge. Vor allem aber über die vielleicht wertvollste Währung überhaupt: Vertrauen. Quellen (YouTube)Tatort Musik Paul McCartney – "When the game changed to a money game…" https://www.youtube.com/shorts/27tllOdzOFA John Lennon – "Brian died and that left us hanging in the air…" https://www.youtube.com/shorts/TSjHUBrPRSo Paul McCartney – "I thought he was robbing us…" https://www.youtube.com/shorts/fZZjfMbkIoU Paul McCartney – Warum er die Beatles verklagen musste https://www.youtube.com/shorts/KUQe1KMt1qY John Lennon – "Perhaps Paul's suspicions were right…" https://www.youtube.com/shorts/__PbJCfF-r0 Jede Folge rekonstruiert einen der spektakulärsten Fälle der Musikgeschichte – auf Basis von Quellen, Interviews und Zeitdokumenten. Dabei geht es nicht nur um die Frage, was passiert ist, sondern vor allem darum, warum. ? Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert Tatort Musik, bewertet den Podcast und empfehlt ihn weiter.

  • Altamont: Die Rolling Stones, ein Konzert, ein Tatort

    07.07.2026•22:56

    Am 6. Dezember 1969 wollen die Rolling Stones Musikgeschichte schreiben. Ein kostenloses Festival soll das Woodstock der Westküste werden – ein Fest für Frieden, Gemeinschaft und Rock’n’Roll. Doch am Ende des Tages ist ein junger Mann tot. Direkt vor der Bühne. Vor laufenden Kameras. Bis heute gilt Altamont als der Tag, an dem die Hippie-Bewegung stirbt. Doch stimmt das wirklich? Oder wird dieses Konzert erst im Nachhinein zum Symbol für das Ende einer ganzen Epoche? In dieser Folge von Tatort Musik rekonstruiert Malte Asmus die Ereignisse des Altamont Free Concerts: Warum übernehmen ausgerechnet die Hells Angels die Sicherheit? Weshalb gerät das Festival schon Stunden vor dem Auftritt der Rolling Stones außer Kontrolle? Was geschieht in den entscheidenden Sekunden vor der Bühne? Und warum spricht ein Gericht den Hells Angel Alan Passaro später frei? Die Folge erzählt aber nicht nur die Geschichte eines tödlichen Tages. Sie fragt auch, warum wir historische Wendepunkte so oft an einem einzigen Ereignis festmachen – und weshalb hinter der großen Erzählung vom "Ende von Peace and Love" leicht in Vergessenheit gerät, dass Altamont vor allem der Schauplatz ist, an dem ein 18-jähriger Mann namens Meredith Hunter sein Leben verliert. Quellen und weiterführende Links: Gimme Shelter – Ausschnitte und O-Töne zum Altamont Free Concert:https://www.youtube.com/watch?v=abN92Kyj3TcDays of Rage: The Rolling Stones’ Road to Altamont – Doku mit Einordnungen von Anthony DeCurtis, Nigel Williamson, Sam Cutler u. a.:https://www.youtube.com/watch?v=vKOnMZ2cm80Gimme Shelter / Altamont-Originalmaterial mit Sam Cutler, Sonny Barger, Mick Jagger und Konzertszenen:https://www.youtube.com/watch?v=6Kqsb9_XOZ0