
Manchmal braucht es nur einen Moment – und plötzlich ist alles anders. Ein Unfall. Eine Nachricht. Eine Diagnose. Wenn das Leben kippt, stehen Menschen bereit, die helfen. In „Und plötzlich: Krise“ spricht Florian D. Weber, Moderator, Entertainer und seit über 15 Jahren ehrenamtlich in der Krisenintervention tätig, mit denen, die Krisen hautnah erleben: mit Helfenden, Betroffenen und Fachleuten. Es geht um Schicksale, Hoffnung, Hilflosigkeit – und darum, wie wir lernen können, mit Krisen umzugehen. Echte Stimmen, echte Emotionen, echte Menschlichkeit. 🎧 Neue Folgen alle zwei Wochen, freitags um 7 Uhr. ➡️ Abonniere den Podcast und begleite Florian in Gespräche, die unter die Haut gehen.
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Den Tod zum Beruf
Was passiert eigentlich, nachdem ein Mensch plötzlich gestorben ist – und die ersten Fragen bleiben? In dieser Folge geht es um genau den Bereich, den viele nur aus Krimis kennen und mit dem doch so viele Hinterbliebene indirekt in Berührung kommen: die Rechtsmedizin. Zu Gast ist Heiko Besenfelder, rechtsmedizinischer Präparator am Institut für Rechtsmedizin in Freiburg. Er erzählt von seiner Arbeit, von Abschied, Obduktionen und von der Frage, die Angehörige nach plötzlichen Todesfällen immer wieder stellen: Warum? Eine Folge über die Suche nach Klarheit, über das Begreifen von Tod – und darüber, warum manche Antworten helfen können, auch wenn sie den Verlust nicht ungeschehen machen.

Als die Diagnose kam
Ein Arztbesuch, wie man ihn schon oft erlebt hat – und plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Carsten Witte ist Anfang 20, hat gerade seinen Weg gefunden, Pläne geschmiedet, Sicherheit aufgebaut. Und dann kommt eine Diagnose, die all das infrage stellt. Von einem Moment auf den anderen wird klar: Das Leben ist nicht so planbar, wie es vielleicht einmal schien. Was folgt, ist ein Zustand zwischen Schock und Orientierungslosigkeit. Ein Funktionieren im Alltag – und gleichzeitig die permanente Unsicherheit, wie es weitergeht. Eine Folge über den Moment, in dem das Leben kippt – und über den langen Weg, damit umzugehen.

Gefangen im Paradies
Eigentlich sollte es nur ein Auslandsaufenthalt werden: Sonne, Reisen und Zeit, um die Bachelorarbeit zu schreiben. Doch während Mona im australischen Outback unterwegs ist – ohne Internet, ohne Nachrichten – verändert sich die Welt plötzlich drastisch. Als sie wieder in die Zivilisation zurückkehrt, ist nichts mehr so wie zuvor: Grenzen schließen, Flüge werden gestrichen und weltweit breitet sich eine Krise aus, deren Ausmaß zu diesem Zeitpunkt kaum abzusehen ist. Eine Folge über das Gefühl, plötzlich festzustecken – weit weg von zu Hause – und darüber, wie schnell sich Sicherheit in Unsicherheit verwandeln kann.

Q&A: Eure Fragen, meine Antworten
Zum Jubiläum der zehnten Folge wird der Podcast für eine Episode zum Frageformat: Host Flo beantwortet Fragen, die Hörer:innen über Instagram, Nachrichten und aus dem persönlichen Umfeld geschickt haben. Es geht um Einsätze, Zweifel, persönliche Grenzen und darum, was Krisenintervention mit einem Menschen macht. Manche Fragen sind leicht, andere sehr persönlich – und einige auch bewusst unbequem. Eine Folge über Erfahrungen aus vielen Jahren Krisenintervention, über Unsicherheiten im Einsatz und über die Frage, warum es wichtig ist, offen über Krisen zu sprechen.

An der Seite der Beschuldigten
Wie kann man Menschen verteidigen, denen schwere Straftaten vorgeworfen werden? In dieser Folge spricht Strafverteidiger Manuel Singler darüber, was wirklich hinter seinen Mandaten steckt: persönliche Krisen, Trennungen, Sucht, Überforderung – und manchmal echte Wendepunkte. Es geht um Verantwortung, Wiedergutmachung und darum, warum Strafverteidigung oft mehr mit Menschlichkeit zu tun hat als mit Paragraphen.

Wenn das Telefon klingelt
Es ist 23:15 Uhr an einem regnerischen Abend. Ein Telefon klingelt – und niemand weiß, wer am anderen Ende der Leitung sein wird. In dieser Folge geht es um die Arbeit bei der Telefonseelsorge: um Nächte voller Gespräche, um Stimmen, die Halt suchen, und um die besondere Nähe, die entsteht, obwohl man sich nie sieht. Es geht um schwere Anrufe, um Wut, Ohnmacht und Verzweiflung – aber auch um Humor, Menschlichkeit und kleine Momente der Entlastung. Eine Folge über das Zuhören, über Grenzen und darüber, warum es manchmal reicht, einfach da zu sein.

Da sein auf Augenhöhe
Was bewegt junge Menschen dazu, andere durch schwere Krisen zu begleiten? In dieser Folge sprechen drei junge Beraterinnen darüber, warum sie sich bei einem Online-Beratungsangebot für Jugendliche und junge Erwachsene engagieren. Sie erzählen, wie sie selbst zu dieser Aufgabe gekommen sind, was sie im Kontakt mit Menschen in akuten Krisen erleben – und warum Zuhören auf Augenhöhe oft entscheidend ist. Eine Folge über Verantwortung, Grenzen und darüber, wie sehr diese Arbeit auch den eigenen Blick auf das Leben verändert.

Wenn es brennt
Ein Brandeinsatz ist nicht vorbei, wenn das Feuer aus ist. In dieser Folge berichtet Feuerwehrmann Gotthard Benitz von einem Einsatz, der sich eingebrannt hat – fachlich, menschlich und körperlich. Es geht um Sekunden, in denen aus Routine plötzlich Ernst wird, um Entscheidungen unter Zeitdruck, um die Arbeit im Trupp – und um das, was danach kommt: Nachsorge, Medien, Ermittlungen und die Frage, wie Einsatzkräfte mit Bildern umgehen, die bleiben.

Schließen einer Lücke
Wie entsteht Krisenintervention eigentlich – und warum brauchte es sie überhaupt? In dieser Folge geht es zurück ins Jahr 1998, zu den Anfängen der psychosozialen Notfallversorgung in Freiburg. Gemeinsam mit einer der maßgeblichen Initiatorinnen wird deutlich, welche Lücke es damals im Rettungssystem gab – und warum genau diese Lücke bis heute relevant ist. Eine Folge über Verantwortung, Ehrenamt, gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, was passiert, wenn Hilfe eigentlich schon gegangen ist.

Mehr als ein Einsatz
Krisenintervention ist heute fester Bestandteil von Polizei- und Rettungseinsätzen – doch das war nicht immer so. Diese Folge erzählt, wie Krisenintervention entstanden ist, warum sie gebraucht wurde und welche Lücken sie ursprünglich schließen sollte. Es geht um historische Wendepunkte, um Einsätze, die deutlich gemacht haben, dass medizinische Hilfe allein nicht ausreicht – und um die Frage, warum menschliche Begleitung in akuten Ausnahmesituationen unverzichtbar ist. Eine Folge über Strukturen, Haltung und darüber, was passiert, wenn Hilfe weiter gedacht wird.

Mitten in der Nacht
Mitten in der Nacht beginnt ein Einsatz, der alles verändert: Eine Todesnachricht muss überbracht werden – an Eltern, die wenige Stunden zuvor noch mit ihrem Sohn gesprochen haben. Die Episode zeigt, wie unterschiedlich Menschen auf eine solch existenzielle Nachricht reagieren, welche Rolle Skepsis, Schutzmechanismen und Stille spielen – und warum diese Gespräche oft sofort stattfinden müssen. Eine eindrückliche Folge über Schockmomente, die Suche nach Halt und die ersten Schritte in einer völlig veränderten Wirklichkeit.

Auf einmal alles anders
Was passiert, wenn das Leben innerhalb weniger Sekunden aus der Bahn geworfen wird? In dieser Folge spricht Judith darüber, wie es ist, wenn plötzlich die Polizei und das Kriseninterventionsteam vor der Tür stehen – mit einer Nachricht, die alles verändert. Sie erzählt, wie sie den Moment erlebt hat, in dem sie erfuhr, dass ihr Partner bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt ist. Judith gewährt Einblicke in die ersten Minuten nach der Nachricht, die Stunden danach und die Wochen, die folgten. Sie spricht darüber, was geholfen hat, was überfordernd war und welche Rolle ihre Kinder in dieser Ausnahmesituation gespielt haben. Zum ersten Mal hören wir in diesem Podcast die Perspektive einer Betroffenen – roh, ehrlich und nah. Und am Ende der Folge gibt es sogar noch eine überraschende Ergänzung: Judiths Sohn hat heute eine ganz andere Erinnerung an jene Nacht. Eine Perspektive, die berührt und zeigt, wie unterschiedlich Menschen traumatische Momente erleben. Eine intensive Folge über Schock, Erinnerungen, den Wert von Unterstützung – und darüber, wie man beginnt, weiterzuleben, wenn die Welt stillsteht.

Plötzlich mittendrin
Was passiert, wenn man plötzlich selbst in einer Krise steht – oder mitten in der eines anderen? In dieser ersten inhaltlichen Folge erzählt Host Florian D. Weber von seinem eigenen ersten Einsatz in der Krisenintervention. Er nimmt uns mit in einen Moment, der alles verändert hat – leise, intensiv und ehrlich. Eine Folge über Hilflosigkeit, Nähe und den Mut, dazubleiben, wenn Worte fehlen.

Intro
Manchmal reicht ein einziger Moment – und plötzlich ist alles anders. In dieser Intro-Folge von „Und plötzlich: Krise“ spricht Host Florian D. Weber darüber, was eine Krise eigentlich ist, warum sie uns alle treffen kann und was euch in den kommenden Folgen erwartet. Ein persönlicher, ehrlicher Einstieg in die Welt der Krisenintervention.
