Aus einem kurzen Radiobeitrag wird ein bewegendes Zeitzeugengespräch. Alles beginnt mit einem Berliner Schnipsel bei FluxFM: Redakteur Matti Geyer erzählt vom letzten Deportationszug, der am 27. März 1945 Berlin in Richtung Theresienstadt verlässt. Mit an Bord: eine junge Mutter und ihr wenige Tage altes Baby. Eine Geschichte, die fast vergessen war. Bis sich 80 Jahre später ein Mann meldet. Michael Meisels hört den Beitrag und erkennt sich selbst darin wieder. Er ist dieses Baby. Vermutlich der jüngste Überlebende des Konzentrationslagers Theresienstadt. In dieser ersten Folge von „Was für ein Leben“ erzählt er seine unglaubliche Geschichte: von seiner Mutter, die während des Holocausts untertaucht, ihn im Versteck zur Welt bringt und nur wenige Tage später mit ihm deportiert wird. Es ist eine Geschichte über Mut, Zufall und das Überleben in einer der dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte. Trotz eines Schlaganfalls reist Michael Meisels extra aus Hamburg an, um im Studio bei FluxFM davon zu berichten. Diese Folge ist der Ausgangspunkt für die ganze Podcastreihe. Buchtipp zur Folge Im Gespräch geht es auch um das Buch „Heimat, deine Sterne …“ (unter dem Pseudonym Michael Mandel erschienen). Ein ungewöhnlich erzählter Doku-Roman: Der Autor tritt darin in einen Dialog mit Gott, der die Lücken füllt, wo Erinnerungen fehlen. Gerade dieser besondere Zugang macht das Buch so eindringlich und persönlich. Habt ihr eine Geschichte für uns? Kennt ihr jemanden, der oder die ein außergewöhnliches Leben geführt hat? Eine Geschichte, die man einfach hören muss? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de – vielleicht wird genau daraus eine der nächsten Folgen von "Was für ein Leben".
