Was für ein Leben - Außergewöhnliche Biografien

FluxFM

Wir kennen das alle: Wenn wir jung sind, hören wir oft nur halb zu, wenn Mama, Papa, Oma oder Opa anfangen zu erzählen. Und irgendwann merken wir, dass wir vieles nie richtig gefragt haben. Dass Geschichten verloren gehen. Mit "Was für ein Leben" holen wir genau diese Geschichten zurück – die, bei denen man irgendwann nur noch denkt: Wie bitte? Das ist wirklich passiert? Wir vom Berliner Radiosender FluxFM sprechen mit Menschen, die Dinge erlebt haben, die man sich kaum ausdenken kann. Lebenswege mit Brüchen, Wendungen und Momenten, die alles verändern. Geschichten von Zufällen, Entscheidungen und Schicksalsschlägen – aber auch von Mut, Überleben und manchmal unglaublichem Glück. Das sind keine kleinen Anekdoten für zwischendurch. Das sind Leben, die nachhallen. Wir hören zu, fragen nach und halten fest, was sonst vielleicht verloren gehen würde – für euch, für uns und für die, die nach uns kommen. Ihr kennt jemanden, dessen Geschichte man unbedingt hören muss? Jemanden, bei dem ihr jedes Mal denkt: Das glaubt mir keiner? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de. Vielleicht ist genau das die nächste Geschichte in "Was für ein Leben".

Alle Folgen

Als Martin Luther King in Ostberlin predigte – und ein Berliner hautnah dabei war | Was für ein Leben - Folge 5

Anfang der 1960er Jahre ist er Lehramtsstudent in Ost-Berlin – und singt im Chor der Marienkirche Berlin. Religion ist in der Deutsche Demokratische Republik offiziell unerwünscht. Gerade deshalb wird die Kirche für viele zu einem Ort der Freiheit. Dann passiert etwas völlig Unerwartetes: Martin Luther King Jr. kommt nach Berlin – und überquert 1964 spontan die Grenze nach Ost-Berlin. Ohne Pass. Mit einer American-Express-Karte. Wenig später steht er auf der Kanzel der Marienkirche – und predigt vor hunderten Menschen. Später auch in der Sophienkirche Berlin. Ekkehardt Brewing ist mittendrin. Er erzählt, wie sich dieser Moment angefühlt hat, welche Bedeutung Kirche in der DDR hatte – und ob sein Glaube für ihn zum Problem wurde. Eine Geschichte über Mut, Zufall – und einen Moment, der zeigt, dass selbst im Kalten Krieg Grenzen manchmal einfach überschritten wurden.

Als Martin Luther King in Ostberlin predigte – und ein Berliner hautnah dabei war | Was für ein Leben - Folge 5

94 Jahre Berlin | Was für ein Leben - Folge 4

Ein Jahrhundertleben zwischen Krieg, Mut und Freiheit In dieser Folge von „Was für ein Leben“ spricht FluxFM-Redakteur Matti Geyer mit Eva Tetz – 94 Jahre alt, Ur-Berlinerin, voller Energie und mit einer Geschichte, die sich über fast ein ganzes Jahrhundert spannt. Geboren am Ende der Weimarer Republik, wächst sie im Nationalsozialismus auf und erlebt den Zweiten Weltkrieg als Kind mitten in Berlin. Bombennächte, Angst, Zerstörung – und eine Zeit, die ihr Leben prägt. Zwischendurch wird sie aufs Land verschickt, fern von ihren Eltern, während die Angriffe auf die Hauptstadt immer heftiger werden. Nach dem Krieg folgt ein Leben in der DDR: als Lehrerin, als Zeitzeugin – und als jemand, der sich auch mit der Stasi auseinandersetzen muss. Und dann, Jahrzehnte später, steht sie plötzlich wieder an einem historischen Wendepunkt: Am 9. November 1989 gehört Eva Tetz zu den ersten Ost-Berlinerinnen, die über die Bornholmer Straße in den Westen gehen. Eine Geschichte über ein Leben zwischen Systemen, Zeiten und Extremen – erzählt mit einer Leichtigkeit und Wärme, die beeindruckt.

94 Jahre Berlin | Was für ein Leben - Folge 4

Sieben Jahre Straße | Was für ein Leben - Folge 3

Ein Gespräch über Freiheit, Sucht – und den langen Weg zurück Was passiert, wenn Freiheit plötzlich keine Richtung hat? In dieser Folge von „Was für ein Leben“ spricht FluxFM-Redakteur Matti Geyer mit Uwe Tobias – einem Mann, der sich nie angepasst hat. In der DDR landet er mehrfach im Zuchthaus, weil er sich gegen das System stellt. Nach der Wende will er eigentlich nur kurz raus – ein paar Tage auf der Straße, die neue Freiheit spüren. Doch aus Tagen werden Jahre. Sieben Jahre lebt Uwe Tobias ohne festen Wohnsitz in Berlin. Er schläft unter Brücken, in Hauseingängen, kämpft mit Alkohol und hält sich irgendwie über Wasser. Und erzählt heute offen davon: von den Tiefpunkten, den Routinen auf der Straße – und dem Moment, in dem er entscheidet, dass es so nicht weitergehen kann. Heute steht er wieder auf beiden Beinen. Er arbeitet als Stadtführer bei querstadtein e.V. und führt Menschen durch die Orte, an denen er selbst gelebt hat. Eine ehrliche, direkte und beeindruckende Geschichte über Absturz, Überleben – und den Weg zurück. Mehr zu Uwes Touren: querstadtein.org

Sieben Jahre Straße | Was für ein Leben - Folge 3

Die 21-Jährige, die der DDR entkam | Was für ein Leben - Folge 2

Ständige Vertretung, ständiger Nervenkitzel: Die Geschichte der Inge Albrecht Manche Entscheidungen verändern alles. In dieser Folge von „Was für ein Leben“ spricht FluxFM-Redakteur Matti Geyer mit Inge Albrecht – die 1984 mit gerade einmal 21 Jahren einen mutigen Schritt wagt: Sie flieht aus der DDR. Nach mehreren gescheiterten Versuchen landet sie schließlich in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik in Ost-Berlin – einem Ort zwischen Hoffnung und politischem Ausnahmezustand. Wochenlang wartet sie dort, zusammen mit anderen, auf eine Entscheidung, die über ihre Zukunft bestimmt. Inge erzählt, wie sie ihre Flucht geplant hat, was in der Vertretung wirklich passiert ist – und wie es sich anfühlt, alles hinter sich zu lassen, ohne zu wissen, ob es ein Zurück gibt. Eine Geschichte über Mut, Risiko und den Moment, in dem man einfach losgeht.

Die 21-Jährige, die der DDR entkam | Was für ein Leben - Folge 2

Der Sohn aus dem letzten Deportationszug | Was für ein Leben - Folge 1

Aus einem kurzen Radiobeitrag wird ein bewegendes Zeitzeugengespräch. Alles beginnt mit einem Berliner Schnipsel bei FluxFM: Redakteur Matti Geyer erzählt vom letzten Deportationszug, der am 27. März 1945 Berlin in Richtung Theresienstadt verlässt. Mit an Bord: eine junge Mutter und ihr wenige Tage altes Baby. Eine Geschichte, die fast vergessen war. Bis sich 80 Jahre später ein Mann meldet. Michael Meisels hört den Beitrag und erkennt sich selbst darin wieder. Er ist dieses Baby. Vermutlich der jüngste Überlebende des Konzentrationslagers Theresienstadt. In dieser ersten Folge von „Was für ein Leben“ erzählt er seine unglaubliche Geschichte: von seiner Mutter, die während des Holocausts untertaucht, ihn im Versteck zur Welt bringt und nur wenige Tage später mit ihm deportiert wird. Es ist eine Geschichte über Mut, Zufall und das Überleben in einer der dunkelsten Zeiten deutscher Geschichte. Trotz eines Schlaganfalls reist Michael Meisels extra aus Hamburg an, um im Studio bei FluxFM davon zu berichten. Diese Folge ist der Ausgangspunkt für die ganze Podcastreihe. Buchtipp zur Folge Im Gespräch geht es auch um das Buch „Heimat, deine Sterne …“ (unter dem Pseudonym Michael Mandel erschienen). Ein ungewöhnlich erzählter Doku-Roman: Der Autor tritt darin in einen Dialog mit Gott, der die Lücken füllt, wo Erinnerungen fehlen. Gerade dieser besondere Zugang macht das Buch so eindringlich und persönlich. Habt ihr eine Geschichte für uns? Kennt ihr jemanden, der oder die ein außergewöhnliches Leben geführt hat? Eine Geschichte, die man einfach hören muss? Dann schreibt uns an matti.geyer@fluxfm.de – vielleicht wird genau daraus eine der nächsten Folgen von "Was für ein Leben".

Der Sohn aus dem letzten Deportationszug | Was für ein Leben - Folge 1