Als Martin Luther King in Ostberlin predigte – und ein Berliner hautnah dabei war | Was für ein Leben - Folge 5

Anfang der 1960er Jahre ist er Lehramtsstudent in Ost-Berlin – und singt im Chor der Marienkirche Berlin. Religion ist in der Deutsche Demokratische Republik offiziell unerwünscht. Gerade deshalb wird die Kirche für viele zu einem Ort der Freiheit. Dann passiert etwas völlig Unerwartetes: Martin Luther King Jr. kommt nach Berlin – und überquert 1964 spontan die Grenze nach Ost-Berlin. Ohne Pass. Mit einer American-Express-Karte. Wenig später steht er auf der Kanzel der Marienkirche – und predigt vor hunderten Menschen. Später auch in der Sophienkirche Berlin. Ekkehardt Brewing ist mittendrin. Er erzählt, wie sich dieser Moment angefühlt hat, welche Bedeutung Kirche in der DDR hatte – und ob sein Glaube für ihn zum Problem wurde. Eine Geschichte über Mut, Zufall – und einen Moment, der zeigt, dass selbst im Kalten Krieg Grenzen manchmal einfach überschritten wurden.