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WerteInitiative - jüdisch-deutsche Positionen e.V.


Podcast

Was bewegt Jüdinnen und Juden in Deutschland? Freiheit, Sicherheit, Gesellschaft, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Bildung und der Widerstand gegen Hass - darüber und weitere Themen der freiheitlichen Demokratie sprechen wir im WI-Talk aus jüdischer Perspektive mit unseren Gästen.

Alle Folgen

  • Ingo Elbe: Antisemitismus in der postkolonialen Theorie. Wenn Juden zu weißen Unterdrückern gemacht werden

    Vor 3 Tagen40:30

    Wie kann es sein, dass Menschen, die für Vielfalt, Menschenrechte und Gleichberechtigung eintreten, mit Terrororganisationen wie der Hamas sympathisieren? Warum wird etwa das islamische Regime im Iran oder Gruppen wie die Hamas oder Hisbollah von Teilen der progressiven Szene zu einem antikolonialen Widerstand verklärt – und das obwohl sie Frauen unterdrücken, Homosexuelle verfolgen und politische Gegner verfolgen, foltern und hinrichten? Zufall ist das nicht. Dahinter steckt ein Weltbild, das die Welt in Unterdrücker und Unterdrückte einteilt – und Israel dabei auf der Täterseite verortet. Bei uns ist der Philosoph und Antisemitismusforscher Ingo Elbe. Er arbeitet seit Jahren zu Antisemitismus, Marxismus und den ideologischen Grundlagen des gegenwärtigen Israelhasses. Wir tauchen ein in die theoretische ideologische Basis dieser Weltbilder und sprechen über postkoloniale Theorien. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de

  • Tuvia Tenenbom: Werden jüdische Stimmen gecancelt? Über den Preis des Dialogs

    20.07.202643:17

    Zwei Berliner Buchvorstellungen mit Tuvia Tenenbom wurden gecandelt. Dabei tut der israelisch-amerikanische Autor in seinen Büchern genau das, was Kulturinstitutionen ständig fordern und immer seltener selbst praktizieren: Er spricht mit Menschen, auch wenn ihre Ansichten unbequem, widersprüchlich oder abstoßend sind. Gerade erschien sein neues Buch „Wie nennt ihr dieses Land hier? Unter Siedlern“. Dafür lebte er mit seiner Frau Isi im sogenannte Westjordanland, Judäa und Samaria – oder, wie er es nennt, „BI“, das biblische Israel. Er begegnete Siedlern und Palästinensern, Friedensaktivisten und Radikalen, Politikern und Journalisten. Mit ihm sprechen wir über das Canceln jüdischer Stimmen, über die ideologische Aufladung des Kulturbetriebs und über eine Frage, die heute fast provokant wirkt: Was erfahren wir, wenn wir Menschen zuhören, bevor wir über sie urteilen? Zum Buch: https://www.suhrkamp.de/buch/tuvia-tenenbom-wie-nennt-ihr-dieses-land-hiero-t-9783518475331 Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de

  • Luai Ahmed: Vom Islamisten zum Brückenbauer. Ein Aussteiger erklärt blinde Flecken des Westens

    29.04.202648:32

    Islamismus tritt im Westen selten mit offenem Machtanspruch auf. Häufig wirkt er über Narrative, Milieus, Organisationen und digitale Öffentlichkeiten – und nutzt dabei genau jene Freiheiten aus, die demokratische Gesellschaften ausmachen. Gleichzeitig beobachten wir eine Normalisierung von Judenhass und Israelhass, die sich mit islamistischen Weltbildern verbindet und in unterschiedlichen Milieus anschlussfähig wird. Das führt zu falschen Begriffen, falschen Abgrenzungen – und zu einer Unterschätzung einer Ideologie, die auf Unfreiheit, Einschüchterung und Feindbilder angewiesen ist. Was genau unterscheidet Islam von Islamismus – und woran erkennt man den politischen Anspruch, bevor er offen zutage tritt? Welche Missverständnisse, Tabus und Verklärungen prägen westliche Debatten über den Islam und über “kulturelle Sensibilität”? Warum sind Juden und Israel so zentrale Feindbilder islamistischer Bewegungen – und wie wird dieser Antisemitismus sprachlich getarnt, moralisch aufgeladen oder politisch legitimiert? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Politik, Medien, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft in Deutschland? Diese und weitere Fragen besprechen wir mit Luai Ahmed. Ahmed wurde 1993 in Sana’a, der Hauptstadt des Jemen, geboren, ist Journalist, Kolumnist und Content Creator, der heute in Schweden lebt. Aufgewachsen mit Judenhass und dem Glauben an die Vernichtung Israels hat er sich in einem langjährigen Prozess davon gelöst. Heute nutzt er seine Reichweite, um islamistischen Extremismus, Antisemitismus und Hassideologien zu bekämpfen. Er ist Teil der Online-Bewegung „Builders of the Middle East“, in der arabische und jüdische Teammitglieder gemeinsam Inhalte produzieren, um Online-Extremismus entgegenzutreten und ein „drittes Narrativ“ sichtbar zu machen: Geschichten von Menschlichkeit, Koexistenz und einem Ausstieg aus Feindbildern. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de

  • Ali Ertan Toprak: Gemeinsame Werte – gemeinsame Bedrohungen. Was Juden und Kurden in Deutschland verbindet

    22.04.202630:29

    Minderheiten in Deutschland haben manchmal mehr gemeinsam als es den Anschein haben mag – das trifft in jedem Fall auf die kurdische und die jüdische Community zu. Sie sind nicht nur durch Werte verbunden, sondern auch durch gemeinsame Bedrohungen wie etwa den politischen Islam. Den Vorsitzenden der Kurdischen Gemeinde Deutschland haben wir in dieser Folge im WI-Talk zu Gast: Ali Ertan Toprak ist eine bekannte Stimme gegen den politischen Islam, Mitglied im Beraterkreis der Bundesregierung und ein „natürlicher Verbündeter“ seiner jüdischen Freunde, wie er selbst sagt. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V.

  • Sascha Adamek: Politischer Islam in Deutschland. Wie Islamisten Demokratie und jüdisches Leben bedrohen

    15.04.20260:01

    In dieser Folge sprechen wir mit dem Investigativjournalisten und Buchautor Sascha Adamek über den politischen Islam, islamistische Strukturen in Deutschland und die Frage, warum die Gefahr für Demokratie und offene Gesellschaft noch immer unterschätzt wird. Ausgangspunkt des Gesprächs ist die Debatte um den Begriff „Islamophobie“: Was beschreibt er tatsächlich – und wo wird er politisch genutzt, um Kritik an islamistischen Ideologien und Akteuren moralisch unter Verdacht zu stellen? Von dort aus geht es um die Muslimbruderschaft, ihre langfristigen Strategien der Einflussnahme und die Frage, wie weit Teile dieser Entwicklung in Deutschland bereits sichtbar geworden sind. Außerdem geht es um die Verbindung zwischen politischem Islam und Antisemitismus, um die Folgen dieser Blindstelle für Juden in Deutschland und um die Frage, was ein demokratischer Staat tun muss, um sich zu wehren, ohne seine liberalen Prinzipien aufzugeben. Von Sascha Adamek ist kürzlich erschienen: "Unterwanderung. Der Politische Islam weiter auf dem Vormarsch." https://www.sascha-adamek.de/buecher/unterwanderung/ Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de

  • Andreas Büttner: Antisemitismus in der Linken: Warum ich ausgetreten bin. Ein Bericht

    17.03.202621:20

    Er zieht die Reißleine und verlässt die Partei Die Linke. Im WI-Talk spricht Andreas Büttner, Antisemitismusbeauftragter des Landes Brandenburg, über die vordergründigen — und über die tieferliegenden Gründe für diesen Schritt. Er beschreibt ein strukturelles Problem der Partei mit Antisemitismus: die Weigerung, bestimmte Formen von Judenhass klar zu benennen, die Relativierung jüdischer Perspektiven und einen politischen Umgang mit Zionismus, der jüdische Selbstbestimmung infrage stellt. Wir sprechen darüber, was Büttners Bruch mit der Partei über den Zustand der Linken sagt und ob sie überhaupt noch ein politischer Ort für Demokraten ist. Ein Gespräch über Antisemitismus, politische Verdrängung und das politische Wegdefinieren von realem Judenhass. Moderation: Nelly Eliasberg, WerteInitiative e.V. www.werteinitiative.de