Zu viel! – der Mental-Health-Podcast
Zu viel! – der Mental-Health-Podcast

Zu viel! – der Mental-Health-Podcast

Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler, Simone Hoffmann


Podcast, Mentale Gesundheit

Dieser Podcast gibt Menschen eine Stimme, die sonst oft überhört werden: Betroffene psychischer Erkrankungen und Menschen, die von ihrem ganz persönlichen „Zu viel“ erzählen. Ob Depression, Angst oder Burnout – oder einfach der Alltagsstress, der uns überrollt, die Erwartungen anderer, Social Media oder das permanente Funktionieren: Hier geht es um das, was uns überfordert, aber selten offen besprochen wird. Lars Tönsfeuerborn spricht ehrlich mit Betroffenen und bekannten Persönlichkeiten – und lässt regelmäßig die Expert:innen Dr. Christian Utler (Psychotherapeut, Arzt) und Simone Hoffmann (Coach, Yoga-Lehrerin) zu Wort kommen. Sie ordnen Erfahrungen ein und geben Impulse, wie wir mit dem eigenen „Zu viel“ besser umgehen können. Lars bringt dabei auch seine persönliche Erfahrung als Betroffener und Angehöriger ein und macht deutlich: Niemand muss allein durch die Überforderung gehen. „Zu viel!“ will Mut machen, Hoffnung schenken und die Stigmatisierung von psychischer Belastung brechen – egal ob Krankheit oder Alltag. Jeden Sonntag überall wo es Podcast gibt.

Alle Folgen

  • Maike über ADHS, die späte Diagnose und den Alltag zwischen Chaos, Energie und Verantwortung

    Gestern39:42

    In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn gemeinsam mit Dr. Christian Utler mit Maike über ihren Weg zur ADHS-Diagnose – und warum sie so lange unentdeckt geblieben ist. Schon als Kind bekam sie Rückmeldungen wie „zu viel“, „zu schnell“, „zu impulsiv“. Doch erst nach der Geburt ihres Sohnes wurde die Belastung so groß, dass sie sich Hilfe suchte. Der Alltag als alleinerziehende Mutter brachte sie an ihre Grenzen – und führte schließlich zur Diagnose ADHS im Erwachsenenalter. Maike erzählt offen von innerem Chaos, hoher Energie, Überforderung und dem Versuch, Struktur in ein Leben zu bringen, das sich lange schwer greifen ließ.

  • Welches Märchen erzählst du gerade?

    10.05.202642:25

    Was haben Märchen mit unserem echten Leben zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick denkt. In dieser Folge tauchen Lars, Simone und Dr. Christian Utler in die Welt der Märchen ein – allerdings nicht, um Geschichten nachzuerzählen, sondern um zu verstehen, welche inneren Bilder und Gefühle sich darin widerspiegeln. Gemeinsam erkunden sie bekannte Motive wie den „Auszug, das Fürchten zu lernen“ oder das „tapfere Schneiderlein“ und übertragen diese auf reale Erfahrungen: Was passiert, wenn Angst fehlt – oder früher zu viel da war? Wie entstehen Mut, Selbstvertrauen und der Wunsch, sich zu zeigen? Und welche „Zaubermagie“ tragen wir selbst in uns, um unseren Weg zu gehen? Die Folge zeigt eindrucksvoll, wie hilfreich es sein kann, Abstand zur eigenen Geschichte zu gewinnen – indem man sie durch die Linse eines Märchens betrachtet. So werden Gefühle greifbarer, Muster verständlicher und neue Perspektiven möglich.

  • Louisa über Essstörung, Zwangsgedanken und den langen Weg in ein stabiles Leben

    03.05.202648:29

    In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn gemeinsam mit Dr. Christian Utler mit Louisa (27) über ihren Weg durch eine Essstörung, die bereits im Jugendalter begann und sie über viele Jahre begleitet hat. Ohne ins Detail zu gehen, erzählt sie, wie sich der Druck entwickelt hat, die Kontrolle immer größer wurde – und wie schwer es ist, daraus wieder herauszufinden. Im Mittelpunkt stehen nicht Symptome, sondern das Erleben dahinter: Zwangsgedanken, der Wunsch nach Kontrolle und die Herausforderung, wieder ein gesundes Verhältnis zu sich selbst zu entwickeln. Louisa spricht auch darüber, warum sie das Gefühl hat, dass gesellschaftlicher Druck heute wieder zunimmt. Dr. Christian Utler ordnet ein, warum Essstörungen entstehen, warum sie so hartnäckig sein können und wie ein stabiler Umgang langfristig möglich wird.

  • Wenn die Welt zu viel wird

    26.04.202627:18

    In dieser Folge sprechen Lars Tönsfeuerborn, Dr. Christian Utler und Simone Hoffmann über ein Gefühl, das viele Menschen aktuell begleitet: Die Welt scheint immer lauter, schneller und belastender zu werden. Nachrichten, Krisen und ständige Verfügbarkeit von Informationen führen dazu, dass viele sich überfordert, ohnmächtig oder innerlich erschöpft fühlen. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was dieses „Zu viel Welt“ mit unserer Psyche macht, warum wir gleichzeitig alles wissen wollen – und doch daran erschöpfen – und wie ein gesunder Umgang mit Nachrichten aussehen kann.

  • Katti über die letzte Zeit mit ihrem Vater und das Leben danach

    19.04.202641:01

    In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn gemeinsam mit Christian Utler mit Katti über eine der intensivsten Erfahrungen ihres Lebens: die letzten Wochen mit ihrem schwer kranken Vater. Über acht Wochen hinweg begleitete sie ihn gemeinsam mit ihrer Mutter täglich im Krankenhaus – zwischen Hoffnung, Realität und dem langsamen Abschied. Katti erzählt, wie sich diese Zeit angefühlt hat, warum sie versucht hat, die Situation klarer zu sehen als ihre Eltern und wie sich in dieser Phase eine neue, tiefere Verbindung zu ihrem Vater entwickelt hat. Es geht um das Warten auf den richtigen Moment, um den Tod als Erlösung – und um die Frage, die viele Angehörige kennen: War es richtig, dabei zu sein?

  • Jamy über Trauma, Trigger, Sucht und den Weg zurück in Sicherheit

    12.04.202649:48

    In dieser Folge spricht Lars Tönsfeuerborn mit Jamy Neureuter offen über das Leben mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) – ausgelöst durch häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe. Jamy erzählt von ihrem Weg zur Diagnose, von Depression, ADHS, Suizidalität in der Jugend und von Drogen als früher Überlebensstrategie. Heute ist sie seit fast zwei Jahren clean und geht ihren Weg in Therapie Schritt für Schritt weiter. Es geht um Trigger, Flashbacks, Panikattacken und die Angst vor Nähe – aber auch um Hoffnung: um Traumatherapie, Exposition, Routinen und darum, dem eigenen Körper wieder Sicherheit beizubringen. Im zweiten Teil ordnet Dr. Christian Utler das Gesagte fachlich ein und erklärt, warum Trauma keine Schwäche ist, sondern eine normale Reaktion auf extreme Erfahrungen.