Spezial: Jutta Meise, Pionierin im Männer-Fußball
PottCAS - Der News-Podcast für Castrop-Rauxel
Vor 6 Tagen • 23 Min.
Marie-Louise Eta war vor einer Woche in aller Munde: Sie ist die erste Frau, die eine Bundesligamannschaft als Cheftrainerin in ein Erstliga-Spiel führte. Beide bisherigen Begegnungen des 1. FC Union Berlin gingen seither verloren. Bis Saisonende soll sie aber bleiben. So ungewöhnlich dieses Engagement an der Seitenlinie ist: Frauen als Chefs von Männermannschaften gab es schon früher. Jutta Meise (70) aus Herne ist ebenso wie Eta eine echte Pionierin. Sie coachte schon in den 80er-Jahren die SG Castrop in der Kreisliga B des Fußballkreises Herne. Amateurfußballer zwar, aber das war zu einer Zeit, als Frauen im Fußball noch ungewöhnlicher waren als heutzutage. In der vergangenen Woche kam Jutta Meise im TV ganz groß raus: In der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ wurde ein Beitrag aus dem Sportschau-Archiv gefischt, der Jutta Meise bei der Arbeit mit den Männern auf dem Ascheplatz in Castrop-Rauxel zeigt. Denn schon damals war ein Fernsehteam vor Ort, um diese Pioniersleistung bundesweit bekannt zu machen. „Ich wurde selbst davon überrascht“, sagte Jutta Meise jetzt beim Besuch in unserer Redaktion. „Ich habe den Film selbst noch gar nicht gesehen“, so die fröhliche 70-Jährige, die bis heute in der Trainerausbildung für den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen arbeitet. Wir luden die B-Lizenz-Inhaberin in unseren Podcast ein: 20 Minuten PottCAS-Spezial über Frauen im Fußball früher und heute. Darin verrät Jutta Meise nicht nur, wie es damals zu ihrem Engagement bei der SG Castrop kam, sondern auch, warum sie lieber Männer- als Frauenfußball schaut und welchem Proficlub sie am meisten die Daumen drückt.