HILFE: Die digitale Gesellschaft verlernt das Denken
HILFE: Die digitale Gesellschaft verlernt das Denken

HILFE: Die digitale Gesellschaft verlernt das Denken

PROFCAST – Die Digitalitäts-Werkstatt


24.07.2026 • 41 Min.

In dieser Folge geht es um eine provokante Buchidee über den schleichenden Verlust von Lesekompetenz, Konzentration und echter Bildung. Zwischen Hörsaal, TikTok-Feed und Sparzwängen stellt sich eine unbequeme Frage: Wird persönliche Bildung bald zum Luxus für wenige – während der Rest allein mit Algorithmen lernen muss? Ausgehend von persönlichen Erfahrungen aus Hochschule, Medien und digitalem Management zeichnet diese Folge ein kritisches Bild der aktuellen Bildungsrealität: Junge Menschen kommen zunehmend mit grundlegenden Lernlücken an die Hochschulen, anspruchsvolle Texte verlieren an Reichweite, individuelle Betreuung wird aus Kostengründen abgebaut – während digitale Selbstlernangebote, Kurzvideos und standardisierte Prüfungsformate weiter wachsen. Die zentrale These: Wir steuern auf eine Zweiklassengesellschaft der Bildung zu. Auf der einen Seite individuelle, intensive und persönliche Begleitung als Premium-Angebot. Auf der anderen Seite ein Massenmodell aus autodidaktischem Lernen über YouTube, TikTok, KI und Multiple Choice. Doch die Krise betrifft nicht nur Schulen und Hochschulen. Auch der Buchmarkt gerät unter Druck – insbesondere dort, wo längeres Lesen, Reflexion und vertieftes Denken gefragt sind. Diese Episode ist deshalb mehr als ein Rückblick auf frühere Warnungen zur digitalen Bildung. Sie ist ein Aufruf zur Debatte: Wie viel menschliche Begleitung braucht Bildung? Was verlieren wir, wenn wir Lesen und Denken durch Wischen und Scrollen ersetzen? Und lohnt es sich, darüber ein neues Buch zu schreiben?