Der Dialog mit dem Augenblick – Wie man ein Hexagramm erstellt
Qigong und eine Tasse Tee
30.08.2026 • 29 Min.
Wie wird aus einer Frage ein Hexagramm? Und was können sechs Linien über den Augenblick erzählen, in dem wir uns gerade befinden? In dieser Folge verlassen wir die reine Theorie des I-Ging und werden praktisch. Wir schauen uns an, wie mit drei Münzen ein Hexagramm entsteht, wie aus den Zahlen 6, 7, 8 und 9 Yin-, Yang- und wandelnde Linien werden und warum das Hexagramm von unten nach oben aufgebaut wird. Doch die eigentliche Kunst beginnt nicht beim Werfen der Münzen. Sie beginnt mit der richtigen Frage und der inneren Haltung. Das I-Ging soll nicht einfach Ja oder Nein sagen. Es geht darum, die Qualität einer Situation sichtbar zu machen und einen anderen Blick auf das eigene Leben zu ermöglichen. Wir schauen, wie aus den ersten drei Linien das innere Trigramm entsteht und wie die weiteren drei Linien die äußere Welt beschreiben. So wird aus sechs einfachen Linien ein Bild für das Zusammenspiel von Innenwelt und Außenwelt. Und dann kommt der vielleicht wichtigste Schritt: Nicht sofort analysieren. Erst einmal schauen. Denn ein Hexagramm ist kein fertiges Rezept und keine einfache Vorhersage. Es ist ein Spiegel des Augenblicks – eine Einladung, die eigene Situation mit anderen Augen wahrzunehmen. Eine Folge über Münzen, Linien, Yin und Yang – und über die Kunst, eine Frage wirklich zu stellen.