Episode 35: Von Drahdiwaberl bis Falco mit Helmut Bibl
Episode 35: Von Drahdiwaberl bis Falco mit Helmut Bibl

Episode 35: Von Drahdiwaberl bis Falco mit Helmut Bibl

Reading Rock


16.04.2026 • 0 Min.

Manche Karrieren lassen sich nicht in einer Bio-Zeile fassen. Helmut Bibl, Jahrgang 1955, ist Gitarrist, Studiomusiker, Produzent – und eine der zentralen, aber oft unsichtbaren Figuren der österreichischen Rockgeschichte. Mit 15 Jahren reiste er nach England und kam als ein anderer zurück. Was genau dort passiert ist, erzählt er Gordon McMichael und Wolfgang in dieser Folge. Die Stationen klingen wie ein Who's who der Wiener Szene: Schoitl AG (Pop-O-Drom-Sieger 1976), Hallucination Company, Andy Baum & The Trix, schließlich Falco – als Lead-Gitarrist – und Drahdiwaberl, dem chaotisch-politischen Kunstprojekt rund um Stefan Weber, das zwischen Kabarett und Krawall schwer zu kategorisieren war. Hinzu kommen Studioaufnahmen u.a. für Supermax und Boris Bukowski sowie Produktionsarbeiten, die seinen Weg vom Sideman zum Klanggestalter im Hintergrund dokumentieren. Genau darum geht es in dieser Folge: Was bedeutet es, ein Musiker zu sein – und kein Popstar? Bibl hat extrem viel erlebt, stand selten im Rampenlicht und war trotzdem fast überall dabei. Zwischen Deep Purple, Hendrix und Ritchie Blackmore, zwischen Wiener Szene-Chaos und Studioarbeit, zwischen dem, was er hätte sein können, und dem, was er geworden ist – entfaltet sich ein Gespräch über Leidenschaft, Handwerk und die Frage, wie viel ein guter Gitarrist eigentlich wert ist, wenn er immer die zweite Zeile kriegt. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie der Sound einer Ära gebaut wird – von denen, die man selten sieht.