Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit
Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit

Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit

Marcel Verhoff, Vanessa Nischik


Podcast, Gesundheit

In Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit klären Prof. Marcel Verhoff vom Universitätsklinikum Frankfurt und Vanessa Nischik zum einen die Klischees auf, die der Rechtsmedizin als solche und dem Beruf Rechtsmediziner anhaften und geben zum anderen einen realen Einblick in den Alltag eines Rechtsmediziners. Sie sprechen über Erfahrungen, Emotionen, Gerichtsprozesse und natürlich über wahre Fälle.

Alle Folgen

  • Fragen an die Rechtsmedizin - Spezial

    03.06.20221:08:17

  • Don't drink and drive! - Die forensische Toxikologie - Teil 2

    18.03.202254:19

  • Achtung, giftig! - Einblicke in die Forensische Toxikologie

    04.03.202256:07

    In unserer neuen Folge wird es toxisch! Wir begeben uns ins Labor und in die Asservatenkammer des Rechtsmedizinischen Instituts in Frankfurt und schauen Dr. Silvana Petzel-Witt über die Schulter. Sie arbeitet in der Forensischen Toxikologie. Hier werden Proben von Organen, Urin, Blut und Haaren auf giftige Substanzen in Bezug auf strafrechtliche Fragestellungen untersucht, und tatverdächtige Personen be- oder auch entlastet. Dabei kann ein kleines Haarbüschel mehr über die Konsumgewohnheiten einer Person aussagen, als es in der Vergangenheit dem ein oder anderen bekannten Fußballtrainer lieb war. Mit Silvana sprechen wir über Nachweismethoden, und wie lang sich verschiedene Substanzen überhaupt nachweisen lassen. Zusammen klären wir, ob der perfekte Mord durch Insulin oder Kalium möglich ist, ob Frauen wirklich meist Giftmörderinnen sind und sprechen über den bekannten Fall des „Blaubeermariechens“.

  • Vom Blutzspritzer zum Täter - Blutspurenmuster-Verteilungsanalyse mit Mattias Kettner

    18.02.20221:24:48

    Blut - Für einige ist der Anblick von nur wenigen Tropfen gar so schlimm, dass sie ohnmächtig werden. Andere wiederum schauen genauestens hin und interpretieren Spurenmuster an Tatorten. Ob als Tropfen, Spritzer, Backspatter, Schuhabdruck oder in Form von Schmier- oder Wischspuren - Blutspuren gelten als wichtige Puzzlestücke bei der Rekonstruktion einer Tat und spielen häufig vor Gericht eine entscheidende Rolle. Mit Hilfe der Blutspurenmuster-Verteilungsanalyse kann ein Tathergang oftmals besser rekonstruiert werden als durch manch einen Zeugen. In welcher Position hat sich das Opfer bei der Tat befunden? Was könnte die Tatwaffe oder das Tatwerkzeug sein? Handelt es sich bei dem Kopfschuss um einen Suizid oder doch um eine Tötung? Das und vieles mehr kann anhand der Interpretation von Blutspurenmustern herausgefunden werden. Ein Spezialist auf diesem Gebiet ist Mattias Kettner. Er ist Stellvertretender Direktor des rechtsmedizinischen Instituts in Frankfurt und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Blutspurenmuster-Verteilungsanalyse. Mit ihm sprechen wir über Blutuntersuchungen in der Rechtsmedizin, was Blutspuren etwas über einen Tathergang, den Täter selbst und sein Tatwerkzeug verraten, und wie sogar unsichtbare Spuren wieder sichtbar gemacht werden können. Wir schauen uns Blutspurenmuster bei stumpfer und scharfer Gewalt an, und inwiefern Blutspuren zur Beantwortung der häufig relevanten Frage, ob es sich um einen Suizid oder Fremdverschulden handelt, beitragen können.

  • Gefahren der Unterwasserwelt - Tauchunfälle

    14.01.202251:11

    In Episode 44 steigen wir hinab in die Tiefen der Meere. Wir sprechen über die Gefahren des Tauchsports und die Ursachen von Tauchunfällen.Neben dem Barotrauma gilt die Dekompressionskrankheit als größte Kategorie der Tauchunfälle. Entdeckt wurde diese im 19. Jahrhundert beim Bau eines der Wahrzeichen der Stadt New York: Die Brooklyn Bridge. Ihr Bau gilt als ausschlaggebendes Ereignis für die Entdeckung der Dekompressionskrankheit („Taucherkrankheit“). Die Fundamente für die beiden Brückenpfeiler wurden damals im Caissongründungsverfahren errichtet (Caisson = Senkkasten für Unterwasserarbeiten). Ganz abgesehen von den katastrophalen und riskanten Arbeitsbedingungen in einem solchen Caisson, litten die Arbeiter unter Atemnot, Bewusstlosigkeit, geplatzten Trommelfellen bis hin zu Lähmungen. Damals wusste noch niemand, dass nach der Arbeit ein Druckausgleich erforderlich gewesen wäre.Daneben sprechen wir über internistische Ursachen, die Obduktionen von verstorbenen Tauchern, worauf hierbei besonders zu achten ist, und ob das Tauchen eigentlich die perfekte Gelegenheit ist, um einen Mord zu begehen.

  • Auf Identitätssuche - Die Identifizierung der Tsunami-Opfer

    31.12.20211:26:38

    Weihnachten unter Palmen - Ein Traum, der vielen Touristen im Jahr 2004 zum Verhängnis wurde: Ein außergewöhnlich starkes Beben vor Indonesien löste im Indischen Ozean bis zu zehn Meter hohe Wellen aus. Rund 230 000 Menschen riss der Tsunami in den Tod, darunter 543 Deutsche. Die Zahl der Vermissten bleibt bis heute ungeklärt. Inzwischen sind 17 Jahre vergangen. In unserer (aus technischen Gründen verspäteten) Weihnachtsfolge geht es um die Identifikation Verstorbener bei großen Schadensereignissen bzw. Naturkatastrophen wie der des Tsunamis und grundsätzliche Identifikationsmethoden. Damals reisten 630 Spezialisten des BKA im Rahmen der Identifizierungskommission in die vom Tsunami verwüsteten Gebiete. Bei ihrem Einsatz dort ging es jedoch weniger darum, die individuellen Todesursachen herauszufinden, sondern die große Anzahl Verstorbener zu identifizieren. Wir sprechen darüber, wie die interdisziplinären Teams der IDKO zusammengestellt sind, bei welchen Ereignissen die IDKO ausrückt, und welches Katastrophenszenarium die größte Herausforderung in Bezug auf die Identifikation darstellt. Wir klären, ob Ertrinken tatsächlich todesursächlich bei Opfern einer Flutkatastrophe ist, wie man stark fäulnisveränderten oder mumifizierten Leichen Fingerabdrücke abnehmen kann, und welche die wirklich sicherste Identifikationsmethode ist. Zudem beschäftigen wir uns mit der Situation der Rechtsmedizin in Thailand, ob es ein Leichtes ist, dort den „perfekten Mord“ zu begehen und wie Obduktionen in einem Land durchgeführt können, an dem für gewöhnlich gar keine solchen vorgesehen sind.

"Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit"

Der Tod kann viele Ursachen haben. Zu klären, wie jemand gestorben ist und inwiefern dies gegebenenfalls strafrechtlich relevant ist, ist Aufgabe der Rechtsmedizin. Professor Marcel Verhoff und Vanessa Nischik räumen mit Klischees auf und berichten über die spannendsten realen Fälle aus der Rechtsmedizin.

Worum geht es in "Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit"?

Bei der letzten Loveparade in Duisburg 2010 kam es zu einer folgenschweren Katastrophe mit 21 Toten und über 650 Verletzten. Die Podcaster diskutieren die juristische Aufarbeitung einer solchen Katastrophe und beleuchten mögliche Todesursachen bei einer solchen Massenpanik mit dem Strafverteidiger Ingo Bott, der einen der insgesamt zehn Angeklagten im Prozess vertreten hat. In einer weiteren Folge des Podcasts, den du jederzeit hier auf RTL+ streamen kannst, geht es um technische Aspekte der postmortalen Bildgebung in der Leichendiagnostik.

Wie ergänzt die moderne Computertomographie (CT) die klassische Obduktion und wie kann eine postmortale CT bei alten Verbrechen auch nach Jahren noch neue Erkenntnisse bringen? Der Tsunami im Indischen Ozean vor Indonesien im Jahr 2004 ist eine katastrophale Tragödie, die für die Rechtsmedizin aber vor allem fachlich interessant ist. Bei rund 230.000 Toten (darunter 543 Deutsche) ist es nicht immer einfach, die Identität der Toten festzustellen. Eine Folge dieses Podcasts beleuchtet daher die grundlegenden Methoden der Identifizierung bei solchen Naturkatastrophen und erklärt auch, warum 630 Spezialisten des Bundeskriminalamtes (BKA) in die verwüsteten Gebiete reisten, um bei der Aufklärung zu helfen.

Wer sind die Hosts von "Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit"?

Marcel Verhoff ist deutscher Rechtsmediziner und seit 2013 Direktor des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt am Main. Er wurde 1970 in Gießen geboren, wo er auch Humanmedizin studierte. Ab 1998 absolvierte er Weiterbildungszeiten am Institut für Pathologie der BG-Kliniken Bergmannsheil in Bochum und arbeitete anschließend am Westfälischen Zentrum für Psychiatrie. Im August 2003 erlangte er die Facharztanerkennung für Rechtsmedizin und arbeitete von 2000 bis 2013 am Institut für Rechtsmedizin der Universität Gießen. Im Jahr 2007 erhielt er den "Konrad-Händel-Stiftungspreis für Rechtsmedizin", der als einer der bedeutendsten rechtsmedizinischen Preise im deutschsprachigen Raum gilt.

Vanessa Nischik wurde 1993 geboren und absolvierte nach dem Abitur 2013 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg und der Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Dabei erwarb sie die Zusatzqualifikation "Rechtsmedizin für Juristen". 2022 begann sie ein Volontariat bei der "WELT", Ressort Nachrichten & Gesellschaft, gefördert von der Axel Springer Academy of Journalism and Technology. Zuvor war sie von 2020 bis 2022 als Market Research Assistant bei einer internationalen Unternehmensberatung für den Bereich Healthcare & Life Sciences zuständig. Seit 2020 produziert und hostet sie den Podcast "Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit", der hier bequem auf RTL+ gestreamt werden kann.

Weitere Informationen zum "Rechtsmedizin" Podcast

Erstveröffentlichung

  • 08.05.2020

Erscheinungsweise

  • Vierzehntägig

Länge der Episoden

  • 60 Minuten

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