robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus
robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

robust glücklich - Resilienz durch Stoizismus

Dietmar Gumprecht


Podcast

Grübeln, Überreaktionen, emotionale Abhängigkeit – keine Charakterfehler, sondern Gewohnheiten. Und Gewohnheiten lassen sich ändern. robust glücklich ist der Podcast für innere Stabilität und Widerstandskraft – ohne Selbstoptimierungshype. Grundlage ist die Stoa: eine Philosophie, die sich als erstaunlich brauchbar für den Alltag erweist. Themen: Ärger, Kontrollverlust, innere Unruhe, Grübeln, Gelassenheit. Von Dietmar Gumprecht, Autor, psychologischer Berater und Coach.

Alle Folgen

  • Echte Liebe kennt keine Eifersucht? Nachdenken über ein Gefühl

    Vor 5 Tagen38:22

    „Echte Liebe kennt keine Eifersucht" — diesen Satz hört man heute oft, in Beziehungsratgebern, in kurzen Videos, in der Reife-Liebe-Rhetorik. Daneben hält sich das alte Lied hartnäckig: ein bisschen Eifersucht beweise eben, dass man wirklich liebt. Zwei Auskünfte über dasselbe Gefühl, die sich nicht vertragen — die eine tröstet, die andere warnt, und beide reden im Grunde nur über die Dosis. Diese Folge stellt eine andere Frage. Sie fragt nicht, wie viel Eifersucht erlaubt ist. Sie fragt, was unter ihr eigentlich geschieht. Welche Bewegung der kleine Stich am Frühstückstisch mit der durchwühlten Handytasche um drei Uhr morgens teilt. Und warum die schnelle Lösung — das gefühllose Drüberstehen, der Neunzig-Sekunden-Hack — möglicherweise gerade dort am gefährlichsten wird, wo sie am verlockendsten klingt. Mit Epiktet, mit Nestroy, mit einem ehrlichen Blick auf die Grenzen der eigenen Praxis. Die Folge erhebt nicht den Anspruch, das ganze Feld zu vermessen. Sie stellt ein paar Perspektiven neben das Gefühl, damit es sich länger betrachten lässt, bevor es wie üblich sofort einsortiert wird — als süß, als toxisch, als Beweis, als Warnsignal. Falls du gerade an dem anderen Punkt stehst — dort, wo aus Verdacht Gewissheit geworden ist —, findest du zwei eigene Folgen zum Thema Untreue: einmal aus der Sicht dessen, der betrogen wurde, einmal aus der Sicht dessen, der betrogen hat. Die Links dazu in den Shownotes. Untreue – Wenn jemand uns betrogen hat: https://spotifycreators-web.app.link/e/TiPi1kD4u3b Wenn du untreu warst – Die zweite Perspektive: https://spotifycreators-web.app.link/e/fnRnAmD4u3b Coaching & psychologische Beratung: https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Wöchentliche Meditationen im Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Website: https://www.stoicmind.at/ Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • Du bist nicht schuld an ihrer Laune. – Nähe ohne Selbstverlust.

    07.06.202635:27

    Du kommst nach Hause, die Stimmung am Tisch ist kühl, und noch bevor ein Wort gefallen ist, läuft in dir eine Inventur ab: Was habe ich falsch gemacht? Diese Frage kommt schneller als jede andere, und sie hat einen Namen. Hinter dem dauernden Gefallen-Wollen sitzt oft eine Schuld – das Gefühl, dafür geradestehen zu müssen, wie es einem anderen Menschen geht. Eine gedrückte Miene im Raum, und schon übernimmst du die Verantwortung für eine Stimmung, die dir gar nicht gehört. Diese Folge geht dieser Schuld auf den Grund. Woher sie kommt, warum sie so tief im Nervensystem sitzt, dass kein gutes Argument sie auflöst, und warum die Stoiker hier eine Unterscheidung anbieten, die vieles verändert: zwischen dem, was dir gehört, und dem, was nicht. Mit Epiktet als Wegmarke kommen wir zu einer unbequemen Wendung – dass die Schuld, die sich wie reine Demut anfühlt, eine versteckte Selbstüberhöhung ist. Wer glaubt, er sei schuld an der Laune eines anderen, schreibt sich eine Macht über fremdes Innenleben zu, die er nicht besitzt. Es geht dabei nicht um Rückzug und nicht um Kälte. Über die vier Kardinaltugenden als zusammenhängendes Gefüge schauen wir uns an, wie Fürsorge und Klarheit zusammenspielen, und wo der Unterschied liegt zwischen für jemanden da sein und für jemanden verantwortlich sein. Und wir gehen einer Frage nach, die mir in der Beratung immer wieder begegnet: ob man einen Menschen, der einen chronisch leerräumt, eigentlich meiden darf. Seneca hat darauf in seiner Schrift über die Gemütsruhe eine erstaunlich klare Antwort gegeben. Wer merkt, dass ihn dieses ständige Tragen fremder Lasten auszehrt, findet vertiefende Werkzeuge in der Audio-Masterclass „Mehr bei dir – stoische Abgrenzung und innere Freiheit“: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Mehr über meine Arbeit und die Möglichkeit einer Begleitung: https://www.stoicmind.at/ und https://www.stoicmind.at/coaching-beratung Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • Mach das weg! Gib mir das! – Die stoische Disziplin des Begehrens

    31.05.202647:40

    Was sich gut anfühlt, gilt heute als richtig. Was sich schlecht anfühlt, gilt als reparaturbedürftig. Trauer rückt in die Nähe einer Diagnose, Anerkennungssucht in die Nähe einer Berufung, Konsumlust in die Nähe von Selbstfürsorge. Wir behandeln, was zu uns gehört, und feiern, was uns zerreibt. Die Stoiker hatten einen anderen Maßstab. Ein Affekt war für sie zu prüfen an dem Urteil, auf dem er ruht. Ob er sich gut oder schlecht anfühlt, war zweitrangig; entscheidend war, ob die Annahme dahinter wahr oder falsch ist. Diese Verschiebung der Achse, vom Gefühl zum Urteil, verschiebt fast alles, was wir uns über uns selbst zu sagen gewöhnt haben. Die Antwort der Stoa liegt in einer Übung, die sie die Disziplin des Begehrens genannt haben. Sie arbeitet mit einer einzigen Frage: Liegt das, wonach ich gerade verlange, in meiner Hand? Diese Frage öffnet einen Raum, den die andere – die nach dem Angenehmen und Unangenehmen – nicht öffnet. Es ist der Raum, in dem die Stoa beheimatet ist. Links: Website: https://www.stoicmind.at/Coaching: https://www.stoicmind.at/coaching-beratungAudio-Masterclass „Mehr bei dir": https://www.stoicmind.at/audiomasterclassMeditations-Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • „Wie ungerecht!" – Wenn Empörung zur Gewohnheit wird

    24.05.202635:16

    Die Natur kennt keine Gerechtigkeit. Sie kennt Schwerkraft, Thermodynamik und Zerfall — aber kein Verdienst und keinen Anspruch. Gerechtigkeit ist eine menschliche Erfindung, fragil und unvollständig. Die Stoiker wussten das. Sie erhoben Gerechtigkeit trotzdem zur Kardinaltugend — gerade weil sie von alleine nirgendwohin tendiert. In dieser Folge geht es um den Unterschied zwischen echtem Gerechtigkeitssinn und Anspruchsdenken, das sich als moralische Sensibilität verkleidet. Warum der Gerechtigkeitsradar vor allem dann anspringt, wenn wir selbst betroffen sind. Was Seneca über den Zorn als Werkzeug der Gerechtigkeit schrieb. Warum öffentliche Empörung oft mehr mit Selbstpositionierung zu tun hat als mit Haltung. Und warum Gerechtigkeit im stoischen Sinn erst dort beginnt, wo sie etwas kostet. Die geführte Meditation zu dieser Folge erscheint wie jede Woche am Mittwoch im robust-glücklich-Meditations-Abo auf Spotify — diesmal eine Übung, die sich der inneren Buchführung widmet: den stillen Rechnungen, die wir führen, ohne es zu bemerken. Wer das Thema Abgrenzung und innere Freiheit vertiefen will: Die Audio-Masterclass „Mehr bei dir" arbeitet in sechs Modulen an der Fähigkeit, bei sich zu bleiben, ohne sich zu verschließen. Website: stoicmind.at Masterclass : „Mehr bei dir": Meditations-Abo: Spotify Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • Warum dem Universum deine Bestellungen egal sind - Die Manifestations-Industrie

    17.05.202640:06

    Das Universum, 93 Milliarden Lichtjahre groß und 13,8 Milliarden Jahre alt, soll auf deine Bestellungen reagieren. So verspricht es eine Industrie, die seit fast hundert Jahren gut davon lebt — in den Dreißigern hieß es „denke nach und werde reich", in den Fünfzigern „die Macht des positiven Denkens", heute heißt es: manifestiere und sende die richtige Frequenz. Die Verpackung wechselt, der Kern bleibt identisch. Diese Folge fragt, was passiert, wenn die Bestellung nicht eintrifft. Warum der Confirmation Bias das Erleben von Manifestation produziert, auch wenn da niemand liefert. Wie eine bewusst dehnbare Definition ein System baut, das nie scheitern kann. Und wie aus dem Versprechen einer Ermächtigung ein Geschäftsmodell der Selbstverurteilung wird — gerade bei jenen, die in einer Krise nach Halt suchen. Erzählt wird auch die Geschichte einer Klientin, die zwei Jahre lang visualisiert hat, wie sich berufliche Erfüllung anfühlen soll — warm, leicht, frei — ohne je zu fragen, was sie konkret sein könnte. Eine fiktionalisierte Zusammenfassung dessen, was sich seit einigen Jahren in der Beratungspraxis häufiger zeigt. Dem stellt die Folge die stoische Position gegenüber. Du richtest das Universum nicht aus, du bist ein Teil davon. Mit Marc Aurels Blick von oben, Epiktets Dichotomie der Kontrolle und Senecas Brief an die trauernde Marcia entfaltet sich, was tatsächlich in deiner Hand liegt — Urteil, Handlung, Haltung — und warum das eine Entlastung ist, keine Resignation. Den Schlusspunkt setzt Carl Sagan mit jenem Foto, das die Voyager 1 im Jahr 1990 aus sechs Milliarden Kilometern Entfernung von der Erde gemacht hat. Ein blasser blauer Punkt im Sonnenstrahl. Und sein Satz: „In all dieser Weite gibt es keinen Hinweis darauf, dass Hilfe von anderswo kommen wird." Wenn die nüchterne Frage „Was liegt in meiner Hand?" beruflich oder persönlich nicht von selbst Antworten produziert, beginnt dort die psychologische Beratung — online, im gesamten DACH-Raum: stoicmind.at/coaching-beratung Wer eine Praxis sucht, die den Kontakt zu dem schult, was tatsächlich ist — Erleben vor Benennen — findet das im wöchentlichen Meditations-Abo. Jeden Mittwoch eine neue Meditation, die sich über die Wochen zu einem wachsenden Repertoire summiert: creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe — Mehr zu stoic mind: stoicmind.atCoaching und Beratung: stoicmind.at/coaching-beratungAudio-Masterclass „Mehr bei dir": stoicmind.at/audiomasterclass Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.

  • Glaub mir nicht. – Prüfen statt folgen.

    10.05.202640:42

    Die Kālāma-Sutta ist 2.500 Jahre alt und trotzdem eine der unbequemsten Gebrauchsanweisungen der antiken Literatur. Ein Lehrer, der sagt: Auch mir gegenüber bleibt skeptisch. Diese Folge nimmt Buddhas Antwort an erschöpfte Dorfbewohner als Ausgangspunkt und zeigt, warum dieselbe Haltung auch im Zentrum der Stoa steht – bei Epiktet, in der Prosoche als innerem Wachdienst, in Marc Aurels Zumutung, den Einbildungen ein Ende zu machen. Am Beispiel zweier Gedankenexperimente wird sichtbar, wie aus Werkzeugen stille Identitäten werden, wie Überzeugungen über die eigene Belastungsgrenze oder Beziehungsfähigkeit zu geschlossenen Kreisläufen werden, die sich selbst bestätigen. Die zentrale Verschiebung, die beide Traditionen teilen: Das Prüfkriterium für eine Überzeugung ist nicht ihre Wahrheit, sondern ihre Wirkung. Macht sie dich beweglicher, klarer, handlungsfähiger – oder enger? Dazu eine Typologie geschlossener Systeme: woran man sie im Alltag erkennt, warum sie intellektuell wasserdicht und gerade deshalb gefährlich sind, und was passiert, wenn Verstehen zum komfortablen Ersatz für Veränderung wird. Audio-Masterclass „Mehr bei dir – Stoische Abgrenzung und innere Freiheit"Die Folge endet mit einem Hinweis, den sie selbst unterläuft: Glaub's vorher nicht. Sechs Module, die dort ansetzen, wo das Prüfen konkret wird – dort, wo man sich nicht mehr automatisch verfügbar macht, sondern entscheidet, bevor man reagiert. Infos und Zugang: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass Meditations-AboIm Abo entsteht mit der Zeit ein wachsendes Repertoire an geführten Meditationen und Autosuggestionen – manche vertiefen das Thema der jeweiligen Folge, andere üben grundlegende stoische Haltungen ein. Jeden Mittwoch erscheint eine neue. Zum Abo: https://creators.spotify.com/pod/profile/stoic-mind/subscribe https://www.stoicmind.at Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.