Der nicht-spezifische Kreuzschmerz und der Ironman
Rückenschmerzen verstehen – Rückenschmerzen beheben. Neurochirurg und Rückenexperte Prof. Dr. Christian Woiciechowsky erklärt wie und warum
09.06.2025 • 21 Min.
Nicht-spezifischer Rückenschmerz ist die mit Abstand häufigste Form von Rückenschmerzen. Etwa 85–90 % aller Rückenschmerzpatienten leiden darunter. „Nicht-spezifisch“ bedeutet, dass keine eindeutig erkennbare strukturelle Ursache wie ein Bandscheibenvorfall, eine Entzündung oder ein Bruch vorliegt. Vielmehr handelt es sich meist um funktionelle Beschwerden, die durch eine Kombination aus Muskelverspannungen, Bewegungsmangel, Fehlbelastung oder Stress entstehen. Die gute Nachricht: Auch wenn die Schmerzen akut und belastend sein können, sind sie in der Regel harmlos und verschwinden bei den meisten Menschen innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst wieder. Der wichtigste Ansatz in der Behandlung ist Aktivität. Bewegung, gezielte Physiotherapie und Übungen zur Stabilisierung und Kräftigung der Rumpfmuskulatur helfen oft besser als Medikamente oder Bettruhe. Auch Entspannungstechniken und das Erlernen eines gesunden Umgangs mit Stress spielen eine wichtige Rolle. Insgesamt zeigt die Erfahrung: Wer aktiv bleibt, sich regelmäßig bewegt und auf eine gesunde Lebensweise achtet, kann nicht-spezifischen Rückenschmerzen gut vorbeugen oder sie erfolgreich bewältigen.