Landtagswahl – Die Medien-Debatte: Zwischen Social-Media-Bubble und Lokalpresse
Landtagswahl – Die Medien-Debatte: Zwischen Social-Media-Bubble und Lokalpresse

Landtagswahl – Die Medien-Debatte: Zwischen Social-Media-Bubble und Lokalpresse

Sachsen-Anhalt Podcast


29.06.2026 • 1 Std. 1 Min.

Wie wichtig sind der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die lokale Berichterstattung in Zeiten von Social-Media-Algorithmen und drohenden Staatsvertragskündigungen noch? Diese spannende Schattenrunde im Sachsen-Anhalt-Podcast liefert einen sachlichen und tiefgründigen Einblick in die aktuelle Mediendebatte direkt aus der journalistischen Praxis. In einer neuen Ausgabe der Schattenrunde im Sachsen-Anhalt-Podcast diskutieren die beiden Hosts Stefan B. Westphal und Chris Luzio Schönburg gemeinsam mit einer vielseitigen Runde über die Zukunft, die Herausforderungen und die Rolle der Medien in der heutigen Zeit. Als Gäste bringen Florian Gerke, politisch aktiv für die FDP und Vorsitzender der liberalen Hochschulgruppe, Hannes Kreschel, SPD-Mitglied und Newsfluencer, Mathias Henning-Kersten, Kommunalpolitiker aus dem Salzlandkreis, Stadtrat in Nienburg sowie freier Journalist, und Verena Schiffner, Buchhändlerin aus Köthen und Trägerin des Deutschen Buchhandlungspreises, ihre unterschiedlichen Perspektiven in das Gespräch ein. Die Debatte widmet sich zunächst intensiv dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den juristischen sowie politischen Fragen rund um eine mögliche Kündigung von Rundfunkstaatsverträgen. Die Runde erörtert den bestehenden Reformbedarf, wobei Aspekte wie die Höhe von Intendantengehältern, die Programmstruktur zwischen Unterhaltung und Informationsauftrag sowie die hierarchischen Organisationsstrukturen innerhalb der ARD und ihrer Landesrundfunkanstalten wie dem MDR kritisch beleuchtet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Arbeit von lokalen Akteuren und sogenannten Newsfluencern im Vergleich zum klassischen Journalismus. Dabei teilen die Teilnehmer persönliche Erfahrungen über die Wahrnehmung durch Behörden, den Kampf um den Presseausweis auf kommunaler Ebene und Behinderungen der Pressefreiheit. Zudem werden die Auswirkungen von Social Media, der Einfluss von Algorithmen auf die Entstehung von Informationsblasen sowie die zunehmende Tendenz von Politik und Institutionen, eigene Kanäle zur Informationsverwaltung zu nutzen, sachlich analysiert. Zum Abschluss reflektiert die Runde über den bleibenden Wert etablierter, redaktionell geprüfter Medien für die demokratische Meinungsbildung außerhalb digitaler Echokammern. Aufgezeichnet wurde diese Schattenrunde am 15. Juni 2026. Es stellt den inhaltlichen Stand zu diesem Zeitpunkt dar. #ltwlsa26 #sachsenanhalt Kapitel 00:00 - Intro & Vorstellung der Runde 03:35 - Debatte um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk 10:06 - Reformbedarf im ÖRR: Finanzen, Programm & Haltung 16:29 - Neutralität vs. Haltungsjournalismus 25:28 - Konkrete Reformvorschläge & Intendantengehälter 31:39 - Die Strukturen der ARD & der Stellenwert des MDR 35:51 - Lokale Berichterstattung & der Aufstieg der Newsfluencer 42:27 - Einschränkungen der Pressefreiheit auf kommunaler Ebene 46:57 - Eigene Medienkanäle von Behörden und Politik 49:22 - Social-Media-Algorithmen & die Gefahr von Echokammern 56:30 - Überraschung der Woche: Florians Walking-Act-Vergangenheit 59:00 - Abschlussrunde: Warum wir klassische Medien brauchen 01:00:57 - Outro & Verabschiedung