Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Uwe Madel über Leben und Tod
Schwarz hören - Petra Schwarz im Gespräch mit Prominenten über Leben und Tod
Vor 6 Tagen • 25 Min.
„Täter – Opfer – Polizei“ heißt „Der rbb Kriminalreport“, den der „Ehrenkommissar“ und „Krimifuchs“ Uwe Madel allsonntäglich präsentiert. Nach einer kurzen Zeit als Nachrichten-Mann – noch im DDR-Fernsehen – gings für den studierten Journalisten im Jahr 1992 als Moderator der beliebten TV-Sendung (damals im Ostdeutschen Rundfunk ORB) los. „Das ist keine True Crime-Unterhaltung“ betont er. „Wir wollen aufklären und nehmen das sehr ernst.“ Denn – so Madel – „… nach dem Mauerfall ist im Osten eine neue Verbrechensfurcht entstanden.“ Geplant war diese Karriere nicht wirklich, sagt der 1965 in Frankfurt/Oder geborene und aufgewachsene Uwe Madel, der aber früher schon gern Krimis gelesen und „Polizeiruf 110“ geschaut hat. Zeitgemäß stellt er heute – neben der Fernsehsendung – übrigens auch im Podcast „Im Visier“ Kriminalfälle aus den Ländern Berlin und Brandenburg vor. Das heißt: Das Thema Tod – neben dem Leben d a s Thema im Podcast „Schwarz hören“ – ist also auch beruflich sein Leben? Irgendwie schon, wenn auch nur 0,025 Prozent der Straftaten in der Region der „Kategorie“ Mord und Totschlag zuzurechnen sind. Hier in dieser Episode erzählt Uwe Madel sehr eindrücklich von einem verschwundenen Mädchen in Berlin, zu dessen Familie er noch lange Kontakt gehalten hat. Zwar wurde ein Mann als Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt, aber der Moderator unterstreicht: „Das wirkliche lebenslang, das haben die Angehörigen der Opfer.“ Für diese Podcast-Episode haben wir uns im Sommer 2026 in der Wohnung von Uwe Madel in Berlin-Weißensee getroffen und über sein Leben gesprochen; aber natürlich auch – wie es sich für „Schwarz hören“ gehört – über den Tod. Mit Anfang 20 schon hat Uwe seine Mutter verloren, die damals gerademal Anfang 50 war. „Ich habe bis heute damit zu tun und bin mit meiner Mutter quasi im Dialog. Sehr gern hätte ich gehabt, dass sie meine Entwicklung miterlebt und ihre Enkelinnen kennenlernt.“ Sein Vater – zuletzt ein Pflegefall – ist vor drei Jahren gestorben. Uwe hat ihn begleitet und musste am Ende hart kämpfen, den letzten Willen seines Vaters durchzusetzen, sterben zu dürfen. „Er wollte nicht mehr leben, was aber die Patientenverfügung nicht abgedeckt hat.“ erklärt Uwe Madel und appelliert: „Überlegt genau, was ihr wo und wie festlegt.“ Eine Möglichkeit hierzulande ist das selbstbestimmte Sterben mit Hilfe der „Deutschen Gesellschaft für humanes Sterben“. Dort hatte Uwe seinen Vater auch angemeldet hatte, aber …? Dazu mehr in dieser „Schwarz hören“-Episode. „Die Chance zu haben, selbst zu entscheiden, gehen zu wollen, ist ein Traum.“ resümiert Uwe. Aber vielleicht ist dann doch der Lebensmut noch größer? „Das wahrnehmen zu können, ist die große Kunst.“ Für sich will er eine Seebestattung, woraufhin Uwe Madel dann – wie er sich vorstellt – mit der Host Petra Schwarz „… unter Wasser tanzt“ … ?. Viel Spaß mit der 164. Episode von „Schwarz hören“ mit Uwe Madel.