Chargesheimer und die Folgen: Wie das Ruhrgebiet die Fotografie schuf – und die Fotografie das Ruhrgebiet
Chargesheimer und die Folgen: Wie das Ruhrgebiet die Fotografie schuf – und die Fotografie das Ruhrgebiet

Chargesheimer und die Folgen: Wie das Ruhrgebiet die Fotografie schuf – und die Fotografie das Ruhrgebiet

seeing by ear. Essener Gespräche zur Fotografie


02.11.2025 • 39 Min.

Ein Vortrag von Theo Grütter, Direktor des Ruhr Museums Essen. Die fotografische und die industrielle Entwicklung sind im Ruhrgebiet, insbesondere am Fotostandort Essen, symbiotisch verflochten. Industrieunternehmen, allen voran Krupp, nutzten das Medium seit den 1860er Jahren für die Entwicklung und Präsentation ihrer Produkte. Auch ihre fotografischen Innovationen ebneten den Weg der Fotografie zum Kunst- und Alltagsmedium. Diese Bilder wiederum prägen bis heute die kollektive Wahrnehmung der Region – mit realen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Gäbe es ohne Fotografie überhaupt das Ruhrgebiet? Dieser Frage geht Theo Grütter, Direktor des Ruhr Museums, nach. Ausgehend von der wohl bekanntesten und damals umstrittenen Arbeit „Im Ruhrgebiet“ von Chargesheimer und Heinrich Böll trägt er die wichtigsten fotografischen Werke seit dem frühen 20. Jahrhundert zusammen – und zeichnet nach, wie fotografische Abbildungen einerseits und wirtschaftliche sowie gesellschaftliche Entwicklungen andererseits zusammenhängen. Diese Folge wurde am 6. Mai 2025 im Rahmen einer Vortragsreihe zur Ausstellung „Land der tausend Feuer“ im Ruhr Museum Essen aufgezeichnet.