Fotografinnen als Wandgestalterinnen: Feministische Perspektiven auf die Geschichte des »photomural«
Fotografinnen als Wandgestalterinnen: Feministische Perspektiven auf die Geschichte des »photomural«

Fotografinnen als Wandgestalterinnen: Feministische Perspektiven auf die Geschichte des »photomural«

seeing by ear. Essener Gespräche zur Fotografie


22.06.2026 • 39 Min.

Ein Folkwang Photo Talk von Johanna Spanke, Universität Hamburg Der Vortrag betrachtet die Genese des »photomural« durch die Linse einer spezifisch feministisch orientierten Fotohistoriografie. Er spannt einen Bogen von denkommerziellen Anfängen des Mediums als Fototapete im privaten Raum bis hin zu den monumentalen Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum, die zwischen den 1930er und 1950er Jahren realisiert wurden. Stärker als auf dem Gebiet der Wandmalerei konnten sich hier Frauen mit großformatigen fotografischen Arbeiten einen sichtbaren Platz im öffentlichen Raum erstreiten. Was waren Handlungsräume und Strategien dieser Akteurinnen, die ihre Wandarbeiten dezidiert als künstlerische Positionierungen verstanden sehen wollten? Wie wurden fotografische Autorschaft, Technik und Monumentalität geschlechtlich codiert? In der Reihe »Folkwang Photo Talks« teilt Johanna Spanke bislang unveröffentlichte Einsichten undÜberlegungen aus ihrer Forschungsarbeit.