Werkstatt Fotorestaurierung #2: Fotorestaurierung als Beruf
Werkstatt Fotorestaurierung #2: Fotorestaurierung als Beruf

Werkstatt Fotorestaurierung #2: Fotorestaurierung als Beruf

seeing by ear. Essener Gespräche zur Fotografie


Vor 6 Tagen • 10 Min.

Heike Koenitz im Gespräch mit Theresa Fritzen Heike Koenitz ist studierte Historikerin für Vorgeschichteund Europäische Ethnologie und arbeitet heute als Fotorestauratorin in Essen. Für sie führte das eine logisch zum anderen. Ihr Auftrag sei nicht, eine alte Fotografie möglichst neu aussehen zu lassen – sondern sie als historischesObjekt zu bewahren. Auf der anderen Seite erfordert moderne Fotografie im Ausstellungswesen ganz andere Ansätze. Materialien und Alterungsprozesse müssen dafür ebenso verstanden werden wie Gebrauchsspuren, die als Teil der Geschichte ebenfalls erhaltenswert sind. Im Gespräch mit Theresa Fritzen erzählt Heike Koenitz inFolge 2 der »Werkstatt Fotorestaurierung«, wie Restaurator:innen an der Schnittstelle vonGeschichte, Naturwissenschaft und Handwerk in den Beruf finden. Wie sie im Alltag Fotografien untersuchen, Schäden vorbeugen und Sammlungen für kommendeGenerationen erhalten. Und warum fachliche Kompetenz ebenso wichtig ist wie der interdisziplinäre Austausch in der Fotorestaurierung. Über die Essener Werkstatt für Fotorestaurierung Eingerichtet mit Hilfe der Krupp-Stiftung und getragen durchdie Stadt, hat sich in Essen ein Team aus drei Restauratorinnen und Restauratoren etabliert, das Fotografien nicht nur im konkreten Bestand betrachtet, sondern ihre Erhaltung über den gesamten Lebenszyklus hinweg begleitet. Dieses Team ist am Museum Folkwang angesiedelt, doch steht esauch den anderen Partnerinstitutionen im Zentrum für Fotografie Essen zur Verfügung. Einmal im Quartal gibt das Team auf dem Audiokanal des Zentrums für Fotografie Einblicke in den Alltag der Fotorestaurierung.