Verraten und zerrauft
Verraten und zerrauft

Verraten und zerrauft

Sendepause Fehlanzeige


15.08.2026 • 1 Std. 47 Min.

Als altgediente „Traitors“-Ultras mit Auslandserfahrung begeben sich Jochen und Anja in Folge 1 und 2 der neuen Staffel von „Die Verräter“ ungefähr mit demselben Spirit, mit dem zwei pensionierte Geheimdienstchefs einen Escape Room betreten: wohlwollend, aber mit einem gewissen Anspruch an die Ermittlungsarbeit. Schließlich haben vor allem die Prachtstaffeln aus UK und USA längst gezeigt, zu welchen Höhen sich dieses wunderbare Spiel aus Paranoia, opulentem Frühstück und schlecht sitzenden Unschuldsmienen bestenfalls aufschwingen kann, und auch in der hiesigen Variante war in den vergangenen drei Staffeln schon viel Schönes dabei. Umso schmerzhafter ist die Erkenntnis: Im deutschen beziehungsweise belgischen beziehungsweise deutschen Schloss wurde das strategische Denken dieses Mal offenbar zusammen mit den Handys in den Spinden an der Pforte eingeschlossen. Vor allem die Loyalen leiden unter einer rätselhaften Form von Staffel-Amnesie: Jeder Verbannungstisch beginnt geistig wieder bei null, Verdachtsmomente verdunsten über Nacht, belastende Indizien werden behandelt wie die ollen Croissants vom Vorvertrag. Dabei machen es ihnen die Verräter nicht einmal besonders schwer: Es wird sich verplappert und verdächtig herumformuliert, dass ein aufmerksameres Ermittlerkollektiv längst Handschellen aus dem dekorativ herumstehenden Ritterrüstungsmann gedengelt hätte. Ein endgültiges Verbannungsurteil wollen Jochen und Anja über die Staffel allerdings noch nicht sprechen. Zwei Folgen sind schließlich selbst für zertifizierte „Traitors“-Ultras eine etwas schmale Beweislage, und vielleicht entwickelt sich im Schloss ja doch noch so etwas wie strategisches Erinnerungsvermögen? Die nächste Anhörung ist bereits angesetzt: In der Steady-Folge am Mittwoch analysieren unsere beiden Hosts die Folgen 3 und 4. Horrido! Sendepause Fehlanzeige ist ein Podcast von Ooohnscha und SchohSchoh Produktion und Hosts: Anja Rützel und Jochen Schropp Schnitt: Anne Kanzler Cover: Miguel Martin und Markus Gisin Jingle: Herwig Zamernik Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.