Gesellschaft und Smartphone: menschlich getrennt – Sicht Weise von und mit Anette Pelzer
Gesellschaft und Smartphone: menschlich getrennt – Sicht Weise von und mit Anette Pelzer

Gesellschaft und Smartphone: menschlich getrennt – Sicht Weise von und mit Anette Pelzer

Sicht Weise – von und mit Anette Pelzer


Vor 4 Tagen • 9 Min.

Ein sonniger Tag, ein gut besuchtes Café und Menschen, die gemeinsam an einem Tisch sitzen. Eigentlich ein Ort der Begegnung. Doch statt miteinander zu sprechen, schauen fast alle auf ihr Smartphone. In dieser Folge von „Sicht Weise“ beschäftigt sich Anette Pelzer mit einer Entwicklung, die längst zu unserem Alltag gehört: Wir sind technisch ständig verbunden, verlieren aber zunehmend den direkten Kontakt zu den Menschen, die unmittelbar vor uns sitzen. Smartphones erleichtern vieles. Sie verbinden uns über große Entfernungen, liefern Informationen innerhalb weniger Sekunden und können in Notfällen sogar Leben retten. Problematisch wird es dort, wo der Bildschirm unsere Aufmerksamkeit vollständig beansprucht und echte Begegnungen zu Nebensache werden. Was geschieht mit unserem Miteinander, wenn Gespräche durch Nachrichten ersetzt, Gefühle mit Emojis verschickt und selbst Konflikte per Messenger ausgetragen werden? Was verlieren wir, wenn Blicke, Mimik, Gestik und der Klang einer Stimme immer seltener wahrgenommen werden? Anette spricht darüber, warum Aufmerksamkeit eine wertvolle Form der Wertschätzung ist und weshalb kein Emoji ein ehrliches Lächeln, eine Berührung oder eine echte Umarmung ersetzen kann. Gerade in schwierigen Lebenssituationen zeigt sich, was Menschen wirklich brauchen: jemanden, der zuhört, hinsieht und spürbar da ist. Diese Folge ist keine Abrechnung mit dem Smartphone. Sie ist eine Einladung, das Verhältnis zwischen Technik und Menschlichkeit neu zu betrachten – und den Menschen neben uns wieder ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.