🌹 Rette deine Ehe, indem du dich selbst wiederfindest
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Sinnplauderei – weibliche Wirkkraft im Familienunternehmen & Business


Vor 3 Tagen • 11 Min.

Was ist, wenn der eigene Mann irgendwann nur noch nervt – und man gleichzeitig ahnt, dass das eigentliche Problem viel tiefer liegt? Gerade in Unternehmerfamilien sind Ehe und Partnerschaft häufig weit mehr als eine private Beziehung. Da sind das Unternehmen, Verantwortung, Familie, Außenwirkung, Erwartungen und über Jahre gewachsene Rollen. Man ist Liebespaar und gleichzeitig Team, Mitverantwortliche, Repräsentantin, Organisatorin, Vermittlerin und nicht selten diejenige, die dafür sorgt, dass das gesamte System emotional funktioniert. Viele Frauen können das ausgesprochen gut. Sie spüren, was andere brauchen, gleichen aus, halten Konflikte klein, übernehmen Verantwortung und passen sich an. Und manchmal merken sie erst Jahre später, welchen Preis sie dafür bezahlt haben: Sie haben sich selbst irgendwo auf diesem Weg verloren. In dieser Folge der Sinnplauderei geht es deshalb um einen Satz, der zunächst etwas provokant klingt: „Rette deine Ehe, indem du dich selbst wiederfindest. Wenn du sie dann noch retten willst.“ Das ist weder eine Aufforderung zur Trennung noch ein Plädoyer fürs Durchhalten. Es geht um etwas anderes: darum, aus der eigenen Petitesse-Falle herauszukommen und wieder Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Wünschen aufzunehmen. Denn das Gefühl „Er sieht mich nicht mehr“ kann sehr real sein. Aber manchmal gehört zur Wahrheit auch die Frage: Sehe ich mich eigentlich selbst noch? Wir schauen auf den klassischen Denkfehler vieler Beziehungskrisen: „Wenn er sich endlich ändern würde, könnte ich wieder glücklich sein.“ Damit geben wir allerdings einen entscheidenden Teil unserer eigenen Wirkkraft ab. Unser Wohlbefinden hängt plötzlich davon ab, ob der andere sich bewegt. Mit Gedanken aus dem Voice Dialogue gehe ich deshalb einen anderen Weg: Welche inneren Anteile halten an der Beziehung fest? Welche wollen einfach nur noch weg? Wo spricht die Angepasste, die Verantwortliche oder die Friedensbewahrerin – und was sagt eigentlich das eigene Bauchgefühl? Es geht um Selbstkontakt statt Selbstkontrolle. Um Grenzen ohne Kampf. Um die passive Aggressivität, die entstehen kann, wenn Bedürfnisse jahrelang nicht ausgesprochen werden. Und um den Mut, sich selbst wieder wichtig zu nehmen, ohne den anderen deshalb zum Täter und sich selbst zum Opfer zu machen. Das Ergebnis dieses Weges ist offen. Vielleicht entsteht eine neue Form von Beziehung, weil zwei Menschen sich endlich wieder ehrlich begegnen können. Vielleicht verändert sich die Ehe grundlegend. Und manchmal wird auch deutlich, dass das bisherige Miteinander nur funktioniert hat, weil eine Person zu viel von sich selbst aufgegeben hat. Eine Folge über Unternehmer-Ehen, weibliche Selbstführung, Beziehung und die Frage, wie wir Frauen wieder glücklich werden können – nicht indem wir den anderen verändern, sondern indem wir aufhören, uns selbst zu verlassen.