#164 Maria Theresia von Österreich – prägende Monarchin des aufgeklärten Absolutismus
Starke Frauen
01.12.2022 • 28 Min.
Maria Theresia war eine der mächtigsten Herrscherinnen Europas im 18. Jahrhundert. Als Erzherzogin von Österreich sowie Königin von Ungarn und Böhmen prägte sie die Politik eines Vielvölkerreichs über Jahrzehnte. Ihre Geschichte ist bis heute relevant, weil sie Macht, Reformwillen und Widersprüche weiblicher Herrschaft sichtbar macht. Diese Folge erzählt keinen vollständigen Herrscherinnen-Lebenslauf, sondern konzentriert sich auf Wirkung und Konflikte. Als Mitglied des Hauses Haus Habsburg trat Maria Theresia 1740 ein politisches Erbe an, das ihr vielerorts abgesprochen wurde. Der Österreichische Erbfolgekrieg zwang sie, ihre Legitimität militärisch zu verteidigen – mit Erfolg, aber auch mit territorialen Verlusten wie Schlesien. Im Zentrum der Episode stehen ihre Reformen: Bildungsinitiativen, Verwaltungsmodernisierung und ein Staatsverständnis, das sie zu einer Schlüsselfigur des aufgeklärten Absolutismus machten. Fortschrittlich und autoritär zugleich, verkörpert sie die Ambivalenz politischer Macht ihrer Zeit. In dieser Folge sprechen wir über Herrschaft, Verantwortung und die Frage, wie modern Maria Theresia wirklich war. Es geht um Einordnung statt Verklärung – und um das Spannungsfeld zwischen Reform und Kontrolle. Maria Theresia steht exemplarisch für Frauen an der Spitze politischer Macht in einer Zeit, in der Herrschaft fast ausschließlich männlich gedacht wurde. ––––– SERVICE & TRANSPARENZ ––––– Weitere Infos & Kontakt: https://linktr.ee/starkefrauen https://www.podcaststarkefrauen.de/ Team: Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob Recherche & Script: Kim Seidler Schnitt: Kim Seidler Bildnachweis: Maria Theresia von Österreich-Este, Lithographie von Franz Eybl nach Moritz Daffinger, 1845 (Wikimedia Commons)