#73 Josephine Baker – politische Akteurin zwischen Kunst und Widerstand
Starke Frauen
17.12.2020 • 42 Min.
Josephine Baker war eine international gefeierte Künstlerin und politische Akteurin des 20. Jahrhunderts. Sie nutzte ihre Bühnenpräsenz und Popularität, um sich gegen Rassismus, Unterdrückung und Faschismus zu positionieren. Ihre Geschichte ist bis heute relevant, weil sie zeigt, wie kulturelle Sichtbarkeit in politisches Handeln übersetzt werden kann. Geboren 1906 in Missouri, wuchs Josephine Baker unter prekären Bedingungen auf und begann früh, sich über Auftritte auf der Bühne ein eigenes Überleben zu sichern. In Europa, insbesondere in Paris, wurde sie zur gefeierten Künstlerin – zugleich aber auch zur Projektionsfläche kolonialer und sexualisierender Bilder. Baker akzeptierte diese Rolle nicht passiv, sondern nutzte ihre Bekanntheit strategisch. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte sie sich im französischen Widerstand, später setzte sie sich öffentlich für Bürgerrechte und gegen Rassentrennung ein. Kunst, Politik und persönliches Risiko waren für sie untrennbar verbunden. In dieser Folge sprechen wir über Josephine Baker als politische Akteurin zwischen Kunst und Widerstand. Es geht um Selbstermächtigung, Ambivalenz und darum, wie öffentliche Rollen bewusst gegen bestehende Machtverhältnisse eingesetzt werden können. Diese Episode ist Teil unserer Reihe über Frauen, die kulturelle Macht in politischen Einfluss übersetzt haben. ––––– SERVICE & TRANSPARENZ ––––– Weitere Infos & Kontakt: https://linktr.ee/starkefrauen https://www.podcaststarkefrauen.de/ Team: Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob Quellen & weiterführende Links: Diese Episode stammt aus den Anfängen des Podcasts, als unser Ziel vor allem war, Frauen sichtbar zu machen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch nicht systematisch mit Quellen gearbeitet; diese Entwicklung erfolgte erst in späteren Jahren von Starke Frauen. Photo Credit: Photo by Rudolf Suroch of Josephine Baker. Havana, Cuba. 1950