#77 Monica Lewinsky – Aktivistin gegen öffentliche Demütigung
Starke Frauen
14.01.2021 • 32 Min.
Monica Lewinsky ist eine US-amerikanische Aktivistin, Autorin und öffentliche Sprecherin. Heute prägt sie Debatten über Cybermobbing, öffentliche Beschämung und Machtmissbrauch im digitalen Raum. Ihre Geschichte ist bis heute relevant, weil sie zeigt, wie sich Deutungshoheit über die eigene Biografie zurückgewinnen lässt. In den späten 1990er-Jahren wurde Monica Lewinsky weltweit zur Projektionsfläche eines politischen und medialen Skandals. Die Berichterstattung reduzierte sie auf stereotype Zuschreibungen und machte sie früh zu einer der ersten Personen, die die Dynamiken digitaler Massenbeschämung erlebten. Lewinsky beschreibt sich selbst als „Patient Zero“ dieser neuen Form öffentlicher Demütigung. In den folgenden Jahren arbeitete sie daran, diese Erfahrung analytisch zu durchdringen und politisch zu wenden – hin zu Aufklärung über Scham, Macht und Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten. In dieser Folge sprechen wir über Monica Lewinsky als Aktivistin gegen öffentliche Demütigung. Es geht um Handlungsmacht nach Kontrollverlust – und darum, wie persönliche Erfahrung zu gesellschaftlicher Intervention werden kann. Diese Episode steht im Zusammenhang mit unserer Auseinandersetzung über Macht, Medienlogiken und die Folgen öffentlicher Zuschreibung. ––––– SERVICE & TRANSPARENZ ––––– Weitere Infos & Kontakt: https://linktr.ee/starkefrauen https://www.podcaststarkefrauen.de/ Team: Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob Quellen & weiterführende Links: Diese Episode stammt aus den Anfängen des Podcasts, als unser Ziel vor allem war, Frauen sichtbar zu machen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch nicht systematisch mit Quellen gearbeitet; diese Entwicklung erfolgte erst in späteren Jahren von Starke Frauen. Photo Credit: By PhilipRomanoPhoto - Own work, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=175803108