#95 Waris Dirie – Menschenrechtsaktivistin gegen weibliche Genitalverstümmelung
Starke Frauen
06.05.2021 • 30 Min.
Waris Dirie ist Menschenrechtsaktivistin und ehemalige UN-Sonderbotschafterin. Sie machte weibliche Genitalverstümmelung erstmals einem breiten internationalen Publikum sichtbar. Ihre Geschichte ist bis heute relevant, weil sie zeigt, wie persönliche Erfahrung in politische Wirkung übersetzt werden kann. Hinweis: In dieser Folge wird über weibliche Genitalverstümmelung gesprochen. Geboren in Somalia, erlebte Waris Dirie als Kind selbst weibliche Genitalverstümmelung und trägt bis heute die gesundheitlichen Folgen. Nach einer internationalen Modelkarriere entschied sie sich bewusst, ihre öffentliche Sichtbarkeit zu nutzen, um über diese Form geschlechtsspezifischer Gewalt aufzuklären. Sie sprach offen über ihre Erfahrungen, arbeitete mit internationalen Organisationen zusammen und gründete die Desert Flower Foundation. Die Folge beleuchtet diesen Übergang von medialer Aufmerksamkeit zu langfristiger Menschenrechtsarbeit – und die Spannungen, die damit einhergehen. In dieser Folge sprechen wir über Waris Dirie nicht als Ikone, sondern als Akteurin, die Öffentlichkeit strategisch einsetzt. Es geht um Einordnung statt Bewunderung – und um die Frage, wie Veränderung in hochsensiblen kulturellen Kontexten möglich wird. Diese Episode steht im Zusammenhang mit unserer Auseinandersetzung über geschlechtsspezifische Gewalt und globale Menschenrechte. ––––– SERVICE & TRANSPARENZ ––––– Weitere Infos & Kontakt: https://linktr.ee/starkefrauen https://www.podcaststarkefrauen.de/ Team: Hosts & Redaktion: Kim Seidler & Cathrin Jacob Quellen & weiterführende Links: Diese Episode stammt aus den Anfängen des Podcasts, als unser Ziel vor allem war, Frauen sichtbar zu machen. Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch nicht systematisch mit Quellen gearbeitet; diese Entwicklung erfolgte erst in späteren Jahren von Starke Frauen. Photo Credit: Desert Flower Foundation, 2016