stern Investigativ
Aktuelle Folge • Folge 1 • Putins Wegwerfagenten - Die billigen Vollstrecker
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Aktuelle Folge • Folge 1 • Putins Wegwerfagenten - Die billigen Vollstrecker
Show • News & Magazine • 2026 • 1 Std. 26 Min.
Putins Wegwerfagenten - Die billigen Vollstrecker
"stern Investigativ" widmet sich den Themen, die die Menschen bewegen. Dafür legen sich die Reporter mit den Mächtigen unserer Zeit an. In Recherchen entlarven sie Missstände in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
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stern Investigativ präsentiert eine Reihe von Investigativ-Reportagen von stern und RTL. Die Berichte geben tiefe Einblicke in brisante Themen. Die Reporterinnen und Reporter ermitteln undercover, um noch näher an die Drahtzieher heranzukommen. Dabei begeben sie sich auf teils hochriskante Recherchen und müssen ständig damit rechnen, entdeckt zu werden. Zusätzlich ordnen Expertinnen und Experten die Vorkommnisse rechtlich ein.
Eine einjährige Undercover-Recherche von RTL für stern Investigativ zeigt, wie mutmaßlich russische Akteure Menschen in Deutschland für Spionage und Sabotage rekrutieren. Die Reporter erhalten über Telegram gegen Bezahlung in Bitcoin Aufträge, unter anderem eine Menschenrechtsorganisation und einen CDU-Mitarbeiter auszuspionieren, eine Partei zu infiltrieren und Informationen über deutsche Rüstungsunternehmen zu beschaffen.
Gesucht werden offenbar vor allem Menschen in finanziellen Notlagen, schwierigen Lebensumständen oder mit krimineller Vergangenheit. Die Aufträge wirken zunächst harmlos – etwa ein Foto zu machen, ein Paket abzuholen oder eine SIM-Karte zu besorgen. Tatsächlich können sie jedoch Teil größerer Operationen mit schweren strafrechtlichen Folgen sein.
Das Reporterteam rekonstruiert zudem einen mutmaßlichen Sabotageversuch mit präparierten Paketen am Flughafen Leipzig/Halle und spricht mit dem Rüstungsmanager Stefan Thumann. Dessen Unternehmen produziert Drohnen für die Ukraine. Nachdem er mutmaßlich im Auftrag Russlands verfolgt und ausspioniert wurde, lebt er inzwischen versteckt.
Nach rund einem Jahr wird eine RTL-Reporterin enttarnt. Sie erhält ein aktuelles Foto von sich sowie Drohungen gegen sie und RTL – bis hin zu einer Morddrohung. Die Recherche macht deutlich, wie leicht Menschen in mutmaßliche russische Agentennetzwerke geraten und welche Gefahren selbst hinter scheinbar kleinen Aufträgen stehen können.
Das Rote Meer gilt als Taucherparadies. Doch die Realität ist eine andere, wie die stern-Investigativ-Recherche Todesfalle Rotes Meer aufzeigt. Die Reportage beleuchtet den tragischen Untergang der Luxusyacht „Sea Story“. Das Schiff kenterte vor der Küste Ägyptens und riss elf Menschen in den Tod. Darunter waren auch drei deutsche Taucher.
Behörden sprachen zunächst von einer „Riesenwelle“. Doch die Recherche beweist das Gegenteil: Es war ein Zusammenspiel aus technischen Mängeln und menschlichem Versagen. Überlebende schildern Panik und Chaos an Bord, als der Sturm aufzog. Das Team von stern und RTL deckte auf, dass viele Taten vertuscht wurden. Die Wahrheit sollte verschleiert werden, um den örtlichen Tourismus nicht zu gefährden.
Der Fall der „Sea Story“ ist kein Einzelfall. Seit 2022 sind mindestens 16 Tauchsafariboote im Roten Meer gesunken. Eine Untersuchung ergab gravierende Sicherheitsmängel und eine Mentalität, in der Profit über die Sicherheit der Menschen gestellt wird. Internationale Experten bestätigen, dass viele Unfälle vermeidbar wären, gäbe es strengere Kontrollen.
Die Reportage verdeutlicht, dass das Rote Meer eine Gefahr für die Seefahrt ist. Durch mangelnde Transparenz und fehlende Sicherheitsstandards bleibt das Ausmaß der Katastrophe unaufgedeckt. Die Reporterinnen und Reporter von stern Investigativ bringen die Fakten ans Tageslicht und konfrontieren die Verantwortlichen.
Die Reportage Braune Kinderzimmer schockiert. Sie zeigt, wie rechtsextreme Gruppen vor allem Jugendliche über soziale Netzwerke und Messenger-Apps radikalisieren. Das Reporterteam schleuste sich undercover in die Neonazi-Szene ein. Monatelang ermittelten sie verdeckt, nahmen an geheimen Treffen teil und bewegten sich in geschlossenen Chatgruppen. Über Musik mit rechtsradikalen Texten und vermeintliche Modetrends, die auf Plattformen wie TikTok verbreitet werden, rekrutieren die Gruppierungen neue Anhängerinnen und Anhänger.
Besonders im Fokus der Recherche stand die Gruppe „Letzte Verteidigungswelle“. Eine Jugendclique, die online agiert und rassistische Parolen verbreitet. Die Recherche enthüllt: Viele Akteure sind minderjährig, zeigen allerdings eine hohe Gewaltbereitschaft. Ihr Ziel ist die Zerstörung der Demokratie. Sie agieren im Stillen und oft unbehelligt.
Die Journalistinnen und Journalisten dokumentierten, wie die jungen Nazis ihre Gesinnung leben. Sie verbreiten vom Verfassungsschutz verbotene Symbole aus der Nazizeit, hören Musik mit rassistischen und gewaltverherrlichenden Texten und nutzen spezielle Codes als Erkennungszeichen. In verschlüsselten Messenger-Apps wurden Straftaten koordiniert. Darunter mutmaßliche Brandanschläge auf Kulturzentren und Einrichtungen, in denen Menschen Zuflucht finden.
Die Reportage macht ebenfalls deutlich, wie gezielt Mädchen rekrutiert werden. Sie gelten als Minderheit in der rechten Szene. Die jungen Rechtsextremen sind in ganz Deutschland aktiv. Egal ob in Städten oder auf dem Land. Sie nutzen die Anonymität des Internets für ihre Zwecke. Die verdeckten Ermittlungen führten so weit, dass sich das Recherche-Team an die Justiz wenden musste. Das untermauert das hohe Gefahrenpotenzial der Szene und zeigt, dass die Radikalisierung ein massives Problem ist, das nicht unterschätzt werden sollte.
Du willst tiefere Einblicke, packenden Journalismus und tiefgehende Recherchen? Dann sieh dir jetzt die Reportagen von stern investigativ auf RTL+ an.